Agentic Investing: So funktioniert das Investieren mit KI-Agenten

Künstliche Intelligenz bestimmt nicht nur immer mehr den Alltag vieler Menschen, sondern hat auch längst Einzug in die Welt der Geldanlagen gefunden. Anleger nutzen KI beispielsweise für die Analyse von Märkten, um Wertpapiere zu vergleichen und deren Potenziale einzuordnen oder um relevante Informationen zusammenzufassen.

Mit Agentic Investing geht das Investieren mit KI noch einen Schritt weiter: KI-Agenten können mit dem Depot verbunden werden und dort eigenständig Aufgaben übernehmen. So können sie Wertpapiere suchen, das Portfolio analysieren oder Orders vorbereiten und durchführen. Mit Scalable Agentic Investing bietet jetzt auch ein etablierter deutscher Online-Broker Zugriff auf KI-Agenten. Was genau hinter Agentic Investing steckt, wie die Anlage mit KI funktioniert und welche Chancen und Risiken mit dem noch relativ jungen Investmenttrend verbunden sind, erklärt dieser Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Agentic Investing verbindet KI-Agenten mit dem Depot und ermöglicht es, diverse Anlageaufgaben der KI zu überlassen
  • KI-Agenten können beispielsweise Depotdaten analysieren, Wertpapiere suchen, Preisalarme setzen sowie Sparpläne und Orders vorbereiten
  • Die Technologie kann das Investieren vereinfachen, bringt aber auch Risiken bei Datenschutz, Sicherheit und fehlerhaften KI-Entscheidungen mit sich
  • Mit Scalable Agentic Investing hat Scalable Capital als nach eigenen Angaben erste Bank Europas eine Lösung für KI-gestütztes Investieren mit Agenten eingeführt

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Was ist Agentic Investing?

Agentic Investing bezeichnet den Einsatz von KI-Agenten, die Anleger bei der Geldanlage nicht nur mit Informationen und Analysen unterstützen, sondern eigenständig Aufgaben planen und ausführen können. Dafür können die KI-Agenten mit einem Broker beziehungsweise Depot verbunden werden und beispielsweise Depotdaten analysieren, Wertpapiere suchen, Preisalarme einrichten oder Orders vorbereiten und durchführen. Der wesentliche Unterschied zu klassischen KI-Anwendungen wie ChatGPT besteht darin, dass ein KI-Agent nicht nur auf eine Anfrage antwortet, sondern selbstständig mehrere Schritte zur Erreichung eines vorgegebenen Ziels durchführen kann.

Wie funktioniert Agentic Investing?

Sich nicht selbst um die eigene Geldanlage kümmern zu müssen, klingt erst einmal nicht schlecht, doch wie funktioniert das Investieren mit KI-Agenten konkret? Beim Agentic Investing kommuniziert der Anleger in der Regel über einen KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude mit dem Depot. Statt sich selbst durch Menüs und Auswahlmöglichkeiten klicken zu müssen, kann der Anleger eine konkrete Aufgabe in natürlicher Sprache formulieren, die dann von der KI interpretiert und ausgeführt wird, sofern der Anleger dies zuvor erlaubt hat.

Eine solche Aufgabe könnte zum Beispiel sein: „Analysiere mein Depot auf Klumpenrisiken und zeige mir, welche Region oder Branche aktruell über- oder untergewichtet ist„. Der KI-Assistent würde daraufhin Depotpositionen abrufen, die aktuelle Zusammensetzung der Investments analysieren und die Ergebnisse anschließend aufbereiten. Weitere Anwendungsbereiche könnten beispielsweise die Suche nach interessanten Wertpapieren, das Setzen von Preisalarmen oder die Ausführung einer Wertpapierorder sein.

Wie verbindet sich der KI-Agent mit dem Broker?

Eine wichtige Rolle bei der Verbindung zwischen KI-Assistent und Broker spielt das Model Context Protocol (MCP). Der offene technische Standard ermöglicht es KI-Anwendungen, auf freigegebene Daten und Funktionen externer Systeme zuzugreifen. Broker können darüber beispielsweise Depotdaten, Marktdaten oder bestimmte Orderfunktionen für den KI-Agenten bereitstellen.

Was können KI-Agenten beim Investieren übernehmen?

KI-Agenten können, wie bereits erwähnt, beim Investieren die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen. Welche Funktionen Anlegern tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt unter anderem vom jeweiligen Broker, den technischen Anbindungen und den eingeräumten Berechtigungen ab. Zur Wahrheit gehört auch, dass Agentic Investing aktuell noch in den Kinderschuhen steckt, in Zukunft wird sich wahrscheinlich also noch viel ändern bzw. weiterentwickeln. Aktuell können unter anderem folgende Tätigkeiten übernommen werden:

  • Portfolio analysieren: Depotbestände, Performance und Portfolio-Allokation können ausgewertet werden.
  • Wertpapiere recherchieren: Der KI-Agent kann nach Aktien, ETFs oder Derivaten suchen sowie aktuelle Kurse und historische Chartdaten abrufen.
  • Nachrichten abrufen: Zu einzelnen Wertpapieren können verfügbare Nachrichten angezeigt und vom KI-Assistenten weiterverarbeitet werden.
  • Watchlists verwalten: Wertpapiere können einer Watchlist hinzugefügt oder daraus entfernt werden.
  • Preisalarme verwalten: Bestehende Preisalarme können angezeigt, neue angelegt und vorhandene gelöscht werden.
  • Sparpläne verwalten: Je nach Verfügbarkeit können Sparpläne angezeigt, erstellt, geändert oder gelöscht werden.
  • Orders vorbereiten: Kauf- und Verkaufsorders können vorbereitet und nach ausdrücklicher Bestätigung des Anlegers übermittelt werden.

Besonders spannend ist die Frage, wie sich Agentic Investing in Zukunft weiterentwickeln wird. Denkbar sind zusätzliche Funktionen wie ein automatisiertes Portfolio-Rebalancing, regelbasierte Reaktionen auf wichtige Börsenereignisse oder Unterstützung bei steuerlich relevanten Vorgängen. KI-Agenten könnten sich damit zunehmend von reinen Analysewerkzeugen zu dauerhaft arbeitenden Investmenthelfern entwickeln, die Anleger bei der Überwachung und Verwaltung ihres Portfolios unterstützen.

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Welche Anbieter ermöglichen Agentic Investing?

Agentic Investing befindet sich also noch in einer frühen Entwicklungsphase. Dennoch bieten einige Anbieter bereits die Möglichkeit, KI-Agenten auf das eigene Portfolio loszulassen. Zu den bekanntesten zählen Scalable Capital, Interactive Brokers und Coinbase. Die konkrete Umsetzung und der Funktionsumfang der jeweiligen KI unterscheiden sich jedoch deutlich.

Aktuelle Anbieter von Agentic Investing im Vergleich
Merkmal Scalable Capital Interactive Brokers Coinbase Agentic Wallets
Zielgruppe Privatanleger Anleger, aktive Trader und professionelle Nutzer Anleger, Entwickler und Unternehmen
Funktionen Portfolioanalyse, Wertpapiersuche, Marktdaten, Watchlists, Preisalarme und Sparpläne u.v.m. Portfolio-, Markt- und Risikoanalyse sowie Investmentrecherche Krypto-Trading, DeFi, Wallets, Earn und Zahlungen
Trading Kauf- und Verkaufsorders vorbereiten und übermitteln Handelsanweisungen vorbereiten Autonome Krypto-Trades möglich
Freigabe Order muss bestätigt werden Order muss geprüft und übermittelt werden Innerhalb festgelegter Limits nicht zwingend erforderlich
Besonderheit Viele klassische Depotfunktionen per KI steuerbar Umfangreiche Portfolio- und Risikoanalyse KI-Agenten können weitgehend autonom agieren
Kosten Keine zusätzlichen Kosten Keine zusätzlichen Kosten Abhängig von den genutzten Coinbase-Developer-Diensten und Transaktionen
Zu Scalable Capital
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Zu Interactive Brokers
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Zu Coinbase 
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Quellen: Scalable Capital, Interactive Brokers, Coinbase; Stand: September 2026

Agentic Investing bei Scalable Capital

Scalable Capital bietet seit August 2026 Agentic Investing über das Model Context Protocol (MCP) an. Kunden können KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok über ihr Scalable-Konto nutzen und per natürlicher Sprache auf verschiedene Depotfunktionen zugreifen. Dafür wird keine Software, ein Abo oder eine Anmeldung benötigt. Aufgaben und Fragen können einfach in die Suchleiste geschrieben werden. Zu den Anwendungsbereichen gehört zum Beispiel:

  • Portfolio analysieren: Depotpositionen, Asset-Allokation, Guthaben und Zinsen auswerten
  • Marktdaten abrufen: Kurse, historische Daten und Nachrichten zu Wertpapieren nutzen
  • Watchlists und Preisalarme verwalten: Wertpapiere beobachten und Kursmarken festlegen
  • Sparpläne und Orders vorbereiten: Aufträge anlegen, ändern oder vorbereiten
  • Daten exportieren: Transaktionen beispielsweise als CSV-Datei ausgeben und für eigene Analysen nutzen

Bei Wertpapierkäufen und -verkäufen bleibt die Kontrolle beim Anleger: Der KI-Assistent kann eine Order vorbereiten, die endgültige Übermittlung muss jedoch separat bestätigt werden. Zahlungen können laut Scalable nicht durch den KI-Assistenten ausgelöst werden. Der MCP-Zugang lässt sich außerdem jederzeit wieder deaktivieren.

Praxistest: So funktioniert Agentic Investing bei Scalable Capital

Für diesen Ratgeber haben wir das Scalable Agentic Investing selbst getestet. Dabei fiel direkt die unkomplizierte Nutzung des KI-Agenten auf: Alle möglichen Fragen oder Aufgaben können einfach in die Suchleiste der App bzw. am Desktop eingetragen werden. Eine zusätzliche Anmeldung oder ein Abo werden nicht benötigt.

Im ersten Testlauf haben wir in die Suchleiste eingegeben: „Füge die ASML-Aktie meiner Watchlist hinzu“. Der KI-Agent erledigte den Auftrag im Hintergrund und schon wenige Sekunden später wurden wir benachrichtigt, das ASML unserer Watchlist hinzugefügt wurde. Auf die Frage nach dem besten KI-ETF lieferte der Agent außerdem fünf ETF-Vorschläge mit zusätzlichen Informationen zu den einzelnen Wertpapieren.

Bei der Einrichtung eines Sparplans stieß die Funktion dagegen an Grenzen. Der Sparplan konnte im Test nicht direkt angelegt werden. Stattdessen wurden eine Anleitung und ein direkter Link zur entsprechenden Funktion bereitgestellt. Insgesamt waren wir positiv überrascht von den Antworten und der gesamten Umsetzung.

Der Test zeigt: Scalable Agentic Investing kann bereits viele Aufgaben übernehmen, ist aber noch kein vollständig selbstständig arbeitender Anlagehelfer. Einige Funktionen lassen sich direkt über die KI anstoßen, andere müssen weiterhin vom Anleger selbst abgeschlossen oder bestätigt werden.

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KI-Agenten bei Interactive Brokers

Interactive Brokers (IBKR) ermöglicht ebenfalls die Verbindung des eigenen Depots mit MCP-kompatiblen KI-Assistenten. Anleger können der KI Fragen zu ihrem Portfolio oder den Märkten in natürlicher Sprache stellen und dabei unter anderem auf eigene Positionen, offene Orders, den Handelsverlauf, Margeninformationen und Marktdaten zurückgreifen. Auf Basis dieser Informationen lässt sich beispielsweise das eigene Portfolio analysieren.

Darüber hinaus kann die KI Handelsanweisungen vorbereiten. Die Kontrolle bleibt dabei beim Anleger: Die generierten Aufträge werden zunächst innerhalb der IBKR-Handelsplattform angezeigt und müssen dort geprüft und ausdrücklich freigegeben werden, bevor sie an den Markt übermittelt werden.

Coinbase Agentic Wallets – Crypto-Trading mit KI

Coinbase verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Broker wie Scalable Capital oder Interactive Brokers. Mit den Agentic Wallets der Coinbase Developer Platform stellt das Unternehmen eine technische Infrastruktur bereit, mit der Anleger KI-Agenten mit eigenen Krypto-Wallets ausstatten können. Die Agenten können darüber beispielsweise Zahlungen durchführen, Kryptowährungen handeln oder bestimmte Earn- und DeFi-Funktionen nutzen.

Coinbase ermöglicht unter anderem Ausgabenlimits pro Sitzung oder Transaktion, während private Schlüssel in geschützten Umgebungen verwahrt und nicht an den KI-Agenten oder das Sprachmodell weitergegeben werden.

Zum Einzeltest von Coinbase »

Agentic Investing vs. Robo-Advisor: Die Unterschiede

Auf den ersten Blick ähneln sich Agentic Investing und Robo-Advisors sehr: Beide nutzen Technologie und Automatisierung, um Anleger bei der Geldanlage zu unterstützen. Der Unterschied liegt darin, wie flexibel gearbeitet wird und wer die Strategie vorgibt.

Ein Robo-Advisor investiert das Geld des Anlegers in der Regel nach einer zuvor festgelegten Anlagestrategie. Auf Basis von Anlageziel, Risikobereitschaft und Anlagehorizont wird ein Portfolio zusammengestellt und anschließend automatisiert verwaltet. Beim Agentic Investing steht dagegen ein KI-Agent im Mittelpunkt, dem der Anleger konkrete Aufgaben in natürlicher Sprache erteilen kann. Statt ausschließlich einer festgelegten Investmentstrategie zu folgen, kann er damit flexibel auf unterschiedliche Anfragen und Situationen reagieren.

Merkmal Agentic Investing Robo-Advisor
Steuerung Individuelle Aufgaben und Anweisungen des Anlegers Vorgegebene Anlagestrategie auf Basis des Risikoprofils
Interaktion Kommunikation über natürliche Sprache möglich Meist Auswahl von Anlageziel, Risikobereitschaft und Anlagehorizont
Flexibilität Analyse-, Recherche-, Überwachungs- und Verwaltungsaufgaben möglich Fokus auf automatisierter Portfolioverwaltung
Bestehendes Depot Kann je nach Anbieter direkt analysiert und verwaltet werden Portfolio wird in der Regel innerhalb des Robo-Advisors aufgebaut und verwaltet
Orders Können je nach Anbieter vorbereitet und nach Freigabe ausgeführt werden Transaktionen erfolgen automatisiert innerhalb der festgelegten Strategie
Rolle des Anlegers Gibt Ziele, Aufgaben und gegebenenfalls einzelne Aktionen vor Legt vor allem Risikoprofil und Anlagestrategie fest
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Ob ein Anleger sich für einen Robo-Advisor oder einen KI-Agent entscheiden sollte, hängt von vielen verschiedenen Dingen ab. Agentic Investing ersetzt einen Robo-Advisor nicht zwangsläufig, beide Ansätze verfolgen unterschiedliche Ziele: Robo-Advisors sind vor allem auf eine weitgehend automatisierte Vermögensverwaltung ausgerichtet, während KI-Agenten als Schnittstelle zwischen Anleger, Depot und Finanzinformationen dienen können.

Tipp: Mit Scalable Capital Wealth bietet der münchener Online-Broker seinen Kunden auch einen hauseigenen Robo-Advisor, der im Echtgeldtest von Brokervergleich.de in den letzten Monaten eine attraktive Performance erzielte. Wir haben den Scalable Capital Wealth Robo-advisor ausführlich getestet. Mehr Informationen gibt es hier.

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Welche Vorteile und Risiken bietet Agentic Investing?

Der wohl größte Vorteil bei der Nutzung von KI-Agenten sind die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und die Einfachheit der Bedienung. Statt sich durch verschiedene Bereiche des Brokerkontos zu klicken, lassen sich Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren. Je nach Anbieter kann ein KI-Agent beispielsweise Depotdaten analysieren, Wertpapiere recherchieren, Preisalarme verwalten oder Orders und Sparpläne vorbereiten. Dadurch können mehrere Arbeitsschritte gebündelt und teilweise automatisiert werden.

Zu den möglichen Vorteilen zählen:

  • Zeitersparnis: Recherche, Portfolioanalyse und Verwaltungsaufgaben können schneller durchgeführt werden.
  • Einfache Bedienung: Viele Aufgaben lassen sich per natürlicher Sprache statt über komplexe Menüs steuern.
  • Individuelle Auswertungen: KI-Agenten können Informationen aus Depot-, Markt- und Transaktionsdaten miteinander verknüpfen.
  • Automatisierung: Wiederkehrende Aufgaben wie Überwachung, Preisalarme oder bestimmte Verwaltungsprozesse lassen sich vereinfachen.

Gleichzeitig entstehen durch die Verwendung auch zusätzliche Risiken: KI-Systeme können unter anderem falsche oder unvollständige Informationen liefern, Zusammenhänge falsch interpretieren oder ungeeignete Aktionen vorschlagen. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA nennt als weitere mögliche Probleme mangelnde Transparenz, eine weiter steigende und starke Abhängigkeit von KI und diverse Datenschutz- und Sicherheitsrisiken.

  • Fehlerhafte Ergebnisse: KI-Agenten können falsche Informationen oder ungeeignete Handlungsvorschläge erzeugen.
  • Übermäßiges Vertrauen: Anleger könnten Entscheidungen ungeprüft an ein KI-System delegieren.
  • Datenschutz und Sicherheit: Für viele Funktionen erhält der Agent Zugriff auf sensible Depot- und Finanzdaten.
  • Fehlbedienung: Missverständliche Prompts oder falsch gesetzte Berechtigungen können zu unerwünschten Aktionen führen.
  • Begrenzte Kontrolle: Je stärker Prozesse automatisiert werden, desto wichtiger werden klare Berechtigungen, Limits und Freigabeschritte.

Wie wichtig solche Kontrollmechanismen sind, zeigt beispielsweise Scalable Capital: Dort können KI-Assistenten zwar Trades und Sparpläne vorbereiten, die entsprechenden Aktionen müssen jedoch vor der Ausführung vom Anleger freigegeben werden.

Fazit und Ausblick: Ist Agentic Investing die Zukunft der Geldanlage?

Der Praxistest bei Scalable Capital zeigt: Agentic Investing ist aktuell vor allem ein hilfreiches Werkzeug, um Recherche und bestimmte Depotaufgaben einfacher und schneller zu erledigen. Funktionen wie das Hinzufügen eines Wertpapiers zur Watchlist oder die Suche nach passenden ETFs ließen sich unkompliziert über natürliche Sprache anstoßen. Bei komplexeren Aufgaben wie der Einrichtung eines Sparplans stieß die KI dagegen noch an Grenzen und verwies auf die entsprechende Funktion innerhalb der Plattform.

Die KI kann Informationen zusammentragen, Prozesse vereinfachen und Zeit sparen, nimmt dem Anleger aber weder die Anlageentscheidung noch die Verantwortung für das eigene Depot ab. Gerade bei Käufen, Verkäufen oder langfristigen Investmententscheidungen bleibt die eigene Prüfung weiterhin entscheidend.

Wie groß die Rolle von KI-Agenten bei der Geldanlage künftig wird, hängt vor allem davon ab, wie zuverlässig die Systeme werden und welche Funktionen Broker freigeben. Denkbar ist, dass künftig deutlich mehr Aufgaben direkt über natürliche Sprache gesteuert oder automatisiert werden können. Aktuell liegt der größte Mehrwert jedoch vor allem in Komfort, Übersicht und Zeitersparnis.

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Weiterführende Links und Quellen