Interview mit Christian Kämmerer von JFD Brokers
Profi-Trader werden

Christian Kämmerer, Head of German Speaking Markets JFD Brokers

Die neuen Regeln der ESMA für den CFD-Handel müssen CFD-Trader nicht einschüchtern. Sie können sich unter bestimmten Voraussetzung zu Profi-Tradern erklären lassen. Wie das geht erklärt Christian Kämmerer, Head of German Speaking Markets bei JFD Brokers, im Interview.

Weitere Themen sind: Die Eignung von CFDs zur Altervorsorge, die technischen Voraussetzungen, die ein CFD-Trader mitbringen sollte, die spannendsten Basiswert und der CFD-Handel zum Feierabend.

Durch die Einführung der beschränkten Hebel für Retail-Kunden durch die ESMA im ersten Quartal 2018 überlegen viele erfahrene Forex- und CFD-Trader, ob sie sich als Professional Client registrieren lassen sollen. Für wen ist dieser Schritt sinnvoll, welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden und worauf muss man dabei achten?

Wie die Beschreibung „Professional Client“ (Pro) bereits verdeutlicht, handelt es sich hierbei um eine spezielle Einstufung. In den USA überdies im Rahmen des CFD-Handels bereits schon längst so existent, so muss man aufgrund der eingeführten ESMA-Restriktionen mindestens zwei der drei nachfolgend definierten Kriterien erfüllen, um den Status eines „Pro“ zu erhalten.

  • Vermögen im Rahmen von 500.000 Euro (inkl. Sachwerte etc.)
  • Ein gewisses Mindesthandelsvolumen in Verbindung der Frequenz pro Quartal
  • Eine nachweisbare Tätigkeit im Finanzbereich für mindestens ein Jahr.

Mit den entsprechenden Nachweisen und der darauf folgenden Einstufung entfallen die ESMA-Restriktionen. Darüber hinaus akzeptiert der „Pro“ spezielle Rahmenbedingungen im Kontext dieser Registrierung. Wir bei JFD Brokers garantieren dabei, unverändert der Einstufung, im Rahmen unserer Firmen-Ethik einen unverändert fairen und transparenten Marktzugang bzw. vielmehr noch Ausführung, Handel und Fairness. Ganz gleich ob „Standard- oder Pro-Kunde“.

Abschließend sei erwähnt, dass der Hebel generell ein maßgebliches Instrument des Money- und Risikomanagements ist. Je höher der Hebel desto höher auch das Risiko bei falscher Anwendung. Somit ist die Entscheidung oder auch Auswahl des Hebels immer auch ein elementarer Bestandteil des Trader-Typs.

JFD Brokers im Test »

Das Geld in die eigene Hand zu nehmen, wurde in den letzten Jahren immer populärer, auch in Deutschland. Was raten Sie Anfängern, die mit dem Handel von Forex- und CFD ihre Ersparnisse aufbessern wollen? Kann man diese Art der Finanzgeschäfte guten Gewissens für den Aufbau einer Altersvorsorge empfehlen?

Je nach Kenntnisstand kann der aktivere Handel (Trading) zweifelsfrei eine sinnvolle Ergänzung sein. Grundsätzlich sollte der deutsche Sparer jedoch lernen, sein Geld in renditeorientierte Anlagen (außerhalb des Sparbuchs) zu investieren. Hierbei erscheinen insbesondere Aktien als das Maß der Dinge und. Diese können Sie seit einiger Zeit auch bei JFD Brokers handeln. Bei Vertiefung der persönlichen Kenntnisse rund um den aktiveren Handel ist die klassische Aktienanlage, gepaart mit der Würze des hochspekulativen Forex- und CFD-Handels, durchaus ein gesunder Anlagemix.

Schnelle Orderausführung ist das A und O, um auch bei kurzfristigen Schwankungen des Kurses Gewinne zu realisieren oder Verluste zu begrenzen, insbesondere beim Handel mit Hebeln. Das liegt natürlich zum einen am Broker aber zum anderen auch an der Hardware mit der man arbeitet. Welche technischen Voraussetzungen sollte man beim Forex- und CFD-Handel erfüllen? Reichen ein normaler Laptop und eine normale Internetverbindung?

Korrekt, denn neben schneller Ausführung ist es generell auch die Qualität dieser, die eine ebenso wichtige Rolle beim Trading spielt. Allgemein kann man sich hier kein Pauschalurteil erlauben. Denn faktisch hängt die benötigte Ausstattung im Wesentlichen von der Herangehensweise der Händler ab. Während Intraday-Händler durchaus mehr als zwei Bildschirme benötigen, genügt für Swing- und Positionstrading natürlich auch der simple Laptop oder ggf. gar das Tablet.

CFDs gibt es auf tausende verschiedene Basiswerte. Neben den Klassikern auf den DAX, den DowJones oder den S&P500 – welche neuen Basiswerte für CFDs finden Sie derzeit am spannendsten?

Ganz klar sind hier die Kryptos zu benennen. Diese fangen ihre Geschichte erst noch an zu schreiben. Obgleich nach dem Hype des Jahres 2017 derzeit etwas Ernüchterung vorherrscht, so sollte man diese keineswegs abschreiben.

Die besten CFD-Broker im Vergleich »

Die meisten Retail-Kunden betreiben den CFD-Handel neben ihrem eigentlichen Beruf nach Feierabend. Was raten Sie diesen Tradern? Wieviel Zeit sollten sie einplanen und welche Basiswerte sind für sie besonders geeignet?

Faktisch ist der aktivere FX- und CFD-Handel immer auch mit einem persönlichen Aufwand verbunden. Je nach Art des bevorzugten Zeitfensters kann der zeitliche Aufwand von der täglichen bis hin zu wöchentlichen Beschau schwanken. Letztlich kann hier weniger = mehr bedeuten, sodass man selbst als Feierabend-Händler nicht permanent den Kursen hinterherrennen muss. Im Zuge der mobilen Lösungen ist auch eine rein begleitende Beobachtung der Trades problemlos unter Tags möglich.

Sollte man sich jedoch rein auf den Feierabendhandel im kurzfristigen Bereich fokussieren, so ist der Handel mit US-Werten oder auch speziell den US-Indizes wie dem DowJones, dem S&P500 oder auch dem Nasdaq100 zu bevorzugen. Ergänzend dazu können auch Währungen im Rahmen ihres 24-Stundenhandels interessant werden. Wobei die Volatilität zum Abend deutscher Zeit hin in der Regel abnimmt.

Surftipp: Termin für Inkrafttreten der CFD-Beschränkungen steht fest »


Das Interview wurde von Kent Gärtner, Quadriga Communications GmbH, im Auftrag von Brokervergleich.de geführt.


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