Depots für Unternehmen im Vergleich

Sie wollen das Vermögen Ihres Unternehmens auf einem Firmendepot anlegen? Dann werden Sie schnell feststellen, dass sich das Angebot vieler Broker nur an Privatkunden richtet oder Informationen zum Firmendepot nur über Umwege zugänglich sind. Darum bieten wir mit unserem Vergleich einen Überblick über die besten Online-Broker mit Firmendepots und deren Konditionen.

Firmendepots für Unternehmen im Vergleich

Broker Rechtsformen Konditionen identisch Privatdepot? Eröffnung Sparplan möglich? zum Broker
alle ja, keine Depotgebühren per Kontaktformular oder E-Mail ja Weiter »
alle ja, keine Depotgebühren online nein Weiter »
alle, GmbH, AG, KG, OHG, UG, Ltd., Inc., Plc., Corp. ja, keine Depotgebühren, für Echtzeitkursdaten wird immer der Firmenkunde als professioneller Kunde betrachtet online nein Weiter »
– Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG, AG, Ltd.
– Personengesellschaften wie GbR, KG,oHG
– Stiftungen
– Investmentfonds
ja, keine Depotgebühren, Rabatte für Vieltrader Anforderung aller Unterlagen per E-Mail nein Weiter »


Was ist ein Depot für Unternehmen?

© snowing12/stock.adobe.com

Ein Firmendepot dient einem Unternehmen dazu, das Vermögen des Unternehmens in Wertpapiere wie Aktien oder Fonds anzulegen. Es kann von dem oder den Vertretungsberechtigten eröffnet werden. Oft werden die Unternehmen eigens für die Vermögensverwaltung gegründet. Eine LEI Nummer wird benötigt.

Welche Vorteile hat ein Firmendepot?

Die Vorteile eines Depots für Unternehmen sind:

  • Rendite in der Niedrigzinsphase
  • Für UG/GmbH: Freistellung zu 95 Prozent bei der Körperschaftssteuer
  • Vermögensverwaltende GmbHs: nur 15 Prozent Steuer + Solidaritätszuschlag auf Immobilienerträge
  • Vermögensverwaltende GmbHs: Haftungsbegrenzung
  • Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien werden möglich

101 inspirierende Weisheiten für Ihren Börsenerfolg

Welche Gebühren fallen bei einem Depot für Unternehmen an?

Bei einem Depot für Unternehmen können wie bei einem Depot für Privatpersonen Depotführungsgebühren anfallen. Darüber hinaus entstehen beim Handel mit Wertpapieren Orderkosten. Teilweise unterscheiden sich die Konditionen von denen für Privatkunden. Bei welchen Brokern das der Fall ist, zeigt unser obiger Vergleich.

Wie lässt sich ein Firmendepot eröffnen?

Welche Unternehmen können ein Depot eröffnen?

Manche Online-Broker beantworten diese Frage pauschal mit: alle. Andere führen die Rechtsformen spezifischer auf – von GmbHs, über Stiftungen, bis hin zu AGs. Da hier jeder Broker seine eigenen Vorgaben hat, haben wir die erlaubten Rechtsformen jeweils in unserer Vergleichstabelle gelistet.

Wer kann ein Depot für Unternehmen eröffnen?

Ein Firmendepot darf von den Vertretungsberechtigten des Unternehmens eröffnet werden. So werden auf der Homepage eines Brokers bspw. die „Unterlagen vom Geschäftsführer und allen Gesellschaftern mit Anteilen von 10 oder mehr Prozent“ gefordert.

Welche Unterlagen werden bei der Eröffnung benötigt?

Bei der Eröffnung muss eine aussagefähige Dokumentation über die Rechtsverhältnisse des Unternehmens erbracht werden. Das macht den Eröffnungsprozess umfangreicher als bei einem Privatdepot. Diese Unterlagen werden i. d. R. benötigt:

  • LEI Nummer (Legal Entity Identification number)
  • Handelsregisternummer
  • Eine Kopie des Gesellschaftervertrages
  • Ein Adressnachweis des Unternehmens etwa in Form eines Kontoauszugs
  • Ein Identitätsnachweis des Depotbevollmächtigten (Kopie vom Personalausweis oder Reisepass)
  • Ein Identitäts- und ein Adressnachweis der einzelnen Gesellschafter

Wie läuft der Eröffnungsprozess?

Auch hier gibt es von Broker zu Broker Unterschiede. Bei manchen lässt sich das Firmendepot ebenso komfortabel wie ein Privatdepot eröffnen also komplett online. Andere stellen lediglich eine pdf-Datei auf ihrer Seite zur Verfügung. Bei wiederum anderen ist es unumgänglich, sich an den Kundenservice zu wenden. Welcher Weg bei welchem Broker eingeschlagen werden muss, zeigt unser Vergleich.

Worauf sollten Sie bei einem Depot für Unternehmen achten?

Wertpapiere eignen sich vor allem für die langfristige Geldanlage. Außerdem unterliegen ihre Kurse Schwankungen. Darüber sollten Unternehmen sich vor Eröffnung eines Firmendepots im Klaren sein. Es macht also wenig Sinn, das gesamte Vermögen des Unternehmens in Wertpapiere zu investieren. Es sollten ausreichend liquide Mittel übrigbleiben und zudem berücksichtigt werden, dass auch beim Verkauf von Wertpapieren Orderkosten entstehen.

Surftipp: Wie sicher ist ein Depot?

Wer beispielweise eine vermögensverwaltende GmbH gründen will, sollte außerdem bedenken, dass auch das mit Kosten einhergeht. Neben den Gründungskosten sind das etwa die laufenden Kosten für die Buchhaltung etc. Auch das Beantragen der LEI Nummer verursacht Kosten.

Hinweis: Wertpapier-Sparpläne lassen sich bei Firmendepots i. d. R. nicht einrichten!

Was gibt es steuerlich zu beachten?

Was es steuerlich zu beachten gibt, hängt von der Rechtsform des Unternehmens ab. Das Vermögen ist nicht das Privatvermögen, sondern das des Unternehmens. Die Besteuerung erfolgt auf Grundlage der Vorgaben für die Firma. Erträge sind in der Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) zu beherzigen. So gilt für UGs und GmbHs bspw. eine Freistellung zu 95 Prozent bei der Körperschaftssteuer. Wer ein Firmendepot eröffnen will, sollte sich in jedem Fall zuvor an einen Steuerberater wenden.  

Zurück zum Vergleich