Robo-Advisor – Vergleich und Erfahrungen 2018

Die Digitalisierung spielt in vielen Bereichen des Alltags eine große Rolle. Beispiele sind das Internet mit seinen sozialen Netzwerken, Smartphones, die auf Zuruf Adressen von Restaurants für uns heraussuchen, und Autos mit GPS und Fahrassistenten.

Auch Finanzgeschäfte werden von vielen Menschen inzwischen online abgewickelt. Mit den Robo-Advisors erreicht die Digitalisierung des Bankgeschäfts jedoch eine ganz neue Stufe. Algorithmen helfen den Anlegern dabei, ein passenden Portfolio für ihre Geldanlage zu finden – im Anschluss wird das Portfolio automatisiert verwaltet. So entspannt kann Geldanlage sein!

Unser Vergleich stellt die wichtigsten Robo-Advisor auf dem deutschen Markt gegenüber. Auch die Erfahrungen von Kunden haben wir gesammelt. Die Daten unseres Echtgeld-Tests – nach wie vor der einzige seiner Art in Deutschland und seit Mai 2015 aktiv – finden Sie aufgrund ihres Umfangs ab sofort auf einer eigenen Unterseite.

Was ist ein Robo-Advisor?

Infografik - Was ist ein Robo-Advisor

Auf das Bild klicken, um es in voller Größe anzuzeigen.

Robo-Advisor sind digitale Vermögensverwaltungen, die mit größtenteils automatisierten Prozessen sowie Algorithmen die Auswahl des für den Anleger am besten geeigneten Portfolios übernehmen und auch dessen laufende Entwicklung überwachen sowie erforderliche Anpassungen vornehmen.

Ziel der meisten Robo-Advisors ist es, die Vermögensverwaltung auch Menschen mit geringen oder durchschnittlichen Vermögen zugänglich zu machen. Sie ermitteln, wie viel Risiko ein Anleger zu gehen bereit ist, und erstellen auf dieser Grundlage ein Portfolio, das in der Regel aus ETFs oder aktiv gemanagten Fonds besteht. In der Folge wird das Portfolio vom Robo-Advisor betreut. Je nach Art des Robo-Advisors, werden Werte, die sich nicht entsprechend der Vorstellung des Anleger entwickeln, durch bessere geeignete Werte ersetzt. Das alles passiert automatisch und ohne dass ein Zutun des Anlegers nötig ist.

Wie das Angebot des jeweiligen Robo-Advisors aussieht, wie viel die Dienste kosten und welche Erfahrungen die Kunden mit den digitalen Vermögensverwaltern gemacht haben, zeigen die folgenden Vergleiche und Erfahrungsberichte.

Robo-Advisor – Anbieter im direkten Vergleich

AnbieterEinmal-
anlage ab
Gebühren p.a.SparplanRisikoklassen
(Anzahl)
RegulierungKonto / Depot bei 
* = Finanzportfolioverwalter nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG (Kreditwesengesetz) mit BaFin-Erlaubnis
** = Finanzportfolioverwalter, Aufsichtsbehörde: Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), Luxemburg
*** = Finanzanlagenvermittler § 34f Abs. 1 S. 1 GewO (Gewerbeordnung)
Unsere Empfehlungen
Scalable Capital LogoDetails »10.000 EUR0,75% + ETF-Kosten (ca. 0,25%)ja, ab 50 EUR23Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Baader Bank Zum Anbieter »
Whitebox LogoDetails »5.000 EUR0,35% bis 0,95% + Fondskostenja, ab 5 EUR10Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
FinTech Group Bank AGZum Anbieter »
quirion LogoDetails »5.000 EUR (bis 30.11.2018)0,48% + ETF-Kosten (ø 0,26%) für Beträge über 10.000 EUR ja, ab 100 EUR11Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Quirin Privatbank AGZum Anbieter »
LIQID LogoDetails »100.000 EUR0,15% bis 0,90% Pauschale + 0,27% bis 0,88% Produktkosten -20Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Deutsche BankZum Anbieter »
growney LogoDetails »-0,39% bis 0,99% + ETF-Kostenja, keine Mindestrate5Finanzanlagen-
vermittler nach
§ 34f GewO***
Sutor BankZum Anbieter »
Weitere Anbieter
fintego LogoDetails »2.500 EUR0,45% bis 0,95% + ETF-Kostenja, ab 50 EUR5Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
ebaseZum Anbieter »
Ginmon LogoDetails »5.000 EUR0,39% + ETF-Kosten (ø 0,34%) + 10% Gewinnbeteiligungja, ab 50 EUR10Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
DAB BankZum Anbieter »
vaamo LogoDetails »-0,79% p.a. Servicegebühr + 0,30% p.a. Fondskostenja, ab 10 EUR15Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
FFB BankZum Anbieter »
Investify LogoDetails »5.000 EUR1,00% + ETF-Kostenja, ab 25 EUR7Finanzportfolio-
verwalter mit
CSSF- Erlaubnis**
Baader Bank Zum Anbieter »
VisualVest LogoDetails »500 EUR 0,60% + Fonds-/ETF-Kostenja, ab 25 EURje 7 (Fonds, ETFs) + 3 (nachhaltige Fonds)Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Union Investment
Service Bank AG
Zum Anbieter »
Sutor Bank LogoDetails »5.000 EUR0,70% + Fondskosten + 12 Euro p. a. Depotgebührja, ab 100 EUR4Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
SutorBankZum Anbieter »
cominvest LogoDetails »3.000 EUR0,95% + 0,25% Fonds-/ETF-Kostennein 5Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
comdirectZum Anbieter »
ROBIN LogoDetails »5.000 EUR0,80 - 1,00% + ca. 0,25% ETF-Kostenja, ab 1 EUR16Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Deutsche BankZum Anbieter »
Solidvest LogoDetails »25.000 EUR1,10% bis 1,40% + 10% Gewinnbeteiligung-4Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Baader Bank Zum Anbieter »
WeltSparen LogoDetails »2.000 EUR0,33% + ca. 0,16% ETF-Kostennein4Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
DAB BNP ParibasZum Anbieter »
Prospery LogoDetails »-0,69% + 0,42 bis 0,86% Fondskosten (inkl. Performance-Gebühr) nein100Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
ABN AMROZum Anbieter »
easyfolio LogoDetails »-0,65% + ETF-Kostenja, ab 10 EUR3Finanzanlagen-
vermittler nach
§ 34f GewO***
ebaseZum Anbieter »
Wüstenrot LogoDetails »2.500 EUR0,45% bis 0,95% + ETF-Kostenja, ab 50 EUR5Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
ebaseZum Anbieter »
Fundamental Capital LogoDetails »50.000 EUR1% Pauschale +12% Erfolgsgebühr auf Gewinn + 0,1% Transaktiongebührnein1Finanzportfolio-
verwalter mit
BaFin- Erlaubnis*
Baader BankZum Anbieter »

Wahl zum Robo-Advisor 2018 – jetzt abstimmen!

Ab sofort können Teilnehmer ihren Robo-Advisor des Jahres 2018 bewerten. Die Abstimmung läuft bis zum 18. September 2018. Es können Punkte in den Kategorien „Gebühren“, „Angebot“, „Leistungen“ und „Service & Sicherheit“ vergeben werden. Unter allen Teilnehmern verlost Brokervergleich.de Preise im Gesamtwert von über 3.000 Euro, darunter 1 x das Apple iPad Pro sowie je 1 x das iPhone 8 (256 GB) und 1 x das iPhone 7 (32 GB) – ideal für Ihre professionelle Kommunikation.

Robo-Advisor 2018 - Jetzt abstimmen und am Gewinnspiel teilnehmen! »

Robo-Advisor – Gebühren- und Kostenvergleich

Robo-AdvisorStandard1Neukunde2BonusKostenstrukturZum Anbieter
Kosten p.a.pro MonatKosten p.a.
1 Die Gesamtkosten p.a. berechnen sich auf Basis der aktuellen Konditionen (Quelle: Preis- Leistungsverzeichnis).
2 Gesamtkosten p.a. (Neukunde) + Prämie berechnen sich auf Basis der vom jeweiligen Robo-Advisor angebotenen Konditionen für Neukunden. Alle Angaben ohne Gewähr.
3 Ginmon und Solidvest inkl. 10% Prozent Gewinnbeteiligung nach High Watermark Prinzip. Annahme für Berechnung: 5 Prozent Rendite p.a. nach Abzug der Verwaltungskosten/Servicegebühren und variabler Kosten (Fonds-/ETF-Kosten, Spread etc.).
4 Die Mindestanlagesumme wurde nicht erreicht

Drittkosten (z.B. ETF- & Fondskosten, Spread etc.) werden häufig mit einer Preis-Spanne angegeben. Für die Musterrechnungen je Portfolio werden Mittelwerte der Drittkosten auf Basis der Anbieterinformationen gebildet.

Alle Angaben ohne Gewähr.
Scalable Capital Logozum Test »100,00 €250,00 €500,00 €1000,00 €8,33 €20,38 €41,67 €83,33 €100,00 €250,00 €500,00 €1000,00 €-0,75% + ETF-Kosten (ca. 0,25%)Weiter »
Whitebox Logozum Test »117,00 €292,50 €485,00 €820,00 €9,75 €24,38 €40,42 €68,33 €117,00 €292,50 €485,00 €820,00 €-0,35% bis 0,95% + FondskostenWeiter »
quirion Logozum Test »26,00 €137,50 €320,00 €690,00 €2,17 €11,46 €26,67 €57,50 €26,00 €137,50 €320,00 €690,00 €Nur 5.000 EUR Mindesteinlage. 10.000 EUR dauerhaft kostenfrei (ohne Verwaltungsentgelt) anlegen0,48% + ETF-Kosten (ø 0,26%) für Beträge über 10.000 EUR Weiter »
LIQID Logozum Test »n. a.n. a.n. a.750,00 €n. a.n. a.n. a.62,50 €n. a.n. a.n. a.750,00 €-0,15% bis 0,90% Pauschale + 0,27% bis 0,88% Produktkosten Weiter »
growney Logozum Test »91,00 €227,50 €305,00 €610,00 €7,58 €18,96 €25,42 €50,83 €91,00 €227,50 €305,00 €610,00 €-0,39% bis 0,99% + ETF-KostenWeiter »
fintego Logozum Test »100,00 €250,00 €350,00 €700,00 €8,33 €20,83 €29,17 €58,33 €100,00 €250,00 €350,00 €700,00 €-0,45% bis 0,95% + ETF-KostenWeiter »
Ginmon Logozum Test »123,00 €³307,50 €³615,00 €³1230,00 €³10,25 €³25,63 €³51,25 €³102,50 €³123,00 €³307,50 €³615,00 €³1230,00 €³-0,39% + ETF-Kosten (ø 0,34%) + 10% GewinnbeteiligungWeiter »
vaamo Logozum Test »108,00 €270,00 €540,00 €780,00 €9,00 €22,50 €45,00 €65,00 €108,00 €270,00 €540,00 €780,00 €-0,79% p.a. Servicegebühr + 0,30% p.a. FondskostenWeiter »
Investify Logozum Test »100,00 €250,00 €500,00 €1000,00 €8,33 €20,83 €41,67 €83,33 €100,00 €250,00 €500,00 €1000,00 €-1,00% + ETF-KostenWeiter »
VisualVest Logozum Test »93,00 €232,50 €465,00 €930,00 €7,75 €19,38 €38,75 €77,50 €93,00 €232,50 €465,00 €930,00 €-0,60% + Fonds-/ETF-KostenWeiter »
Sutor Bank Logozum Test »102,00 €237,00 €462,00 €912,00 €8,50 €19,75 €38,50 €76,00 €102,00 €237,00 €462,00 €912,00 €-0,70% + Fondskosten + 12 Euro p. a. DepotgebührWeiter »
cominvest Logozum Test »95,00 €237,50 €475,00 €950,00 €7,92 €19,79 €39,58 €79,17 €95,00 €237,50 €475,00 €950,00 €-0,95% + 0,25% Fonds-/ETF-KostenWeiter »
ROBIN Logozum Test »125,00 €312,50 €600,00 €1125,00 €8,33 €20,83 €40,10 €75,52 €100,00 €250,00 €481,25 €906,25 €3 Monate gebührenfrei testen0,80 - 1,00% + ca. 0,25% ETF-KostenWeiter »
Solidvest Logozum Test »n. a.475,00 €³950,00 €³1600,00 €³ n. a.39,58 €³79,17 €³133,33 €³ n. a.475,00 €³950,00 €³1600,00 €³ -1,10% bis 1,40% + 10% GewinnbeteiligungWeiter »
WeltSparen Logozum Test »49,00 €122,50 €245,00 €490,00 €4,08 €10,21 €20,42 €40,83 €49,00 €122,50 €245,00 €490,00 €-0,33% + ca. 0,16% ETF-KostenWeiter »
Prospery Logozum Test »133,00 €332,50 €665,00 €1330,00 €11,08 €27,71 €55,42 €110,83 €133,00 €332,50 €665,00 €1330,00 €-0,69% + 0,42 bis 0,86% Fondskosten (inkl. Performance-Gebühr) Weiter »
Fundamental Capital Logozum Test »n. a.n. a.850,00 €³1700,00 €³n. a.n. a.70,83 €³141,67 €³n. a.n. a.850,00 €³1700,00 €³-1% Pauschale +12% Erfolgsgebühr auf Gewinn + 0,1% TransaktiongebührWeiter »

Übrigens: Unser Echtgeld-Test der Robo-Advisors weist die Performance aller untersuchten Anbieter nach Abzug von Kosten und Gebühren aus!

Die Performance der Robo-Advisor im Echtgeld-Test »


Wieso ein Echtgeld-Test der Robo-Advisors?

Die Versprechen der Robo-Advisors klingen gut:

  • Sie wollen eine bequeme Alternative zu einem selbst verwalteten Depot sein.
  • Anleger sollen sich zurücklehnen können und die Verwaltung ihres Portfolios Algorithmen und menschlichen Experten überlassen.
  • Ein überschaubares Vermögen ist kein Hindernis, denn Robo-Advisors richten sich auch an gewöhnliche Sparer.
  • Außerdem werden transparente Gebühren und moderate Kosten versprochen.

Doch was nützen alle diese Versprechen, wenn am Ende die Performance nicht stimmt? Genau: Nichts! Ein Robo-Advisor wird daran gemessen, wie sich die Werte im Portfolio tatsächlich entwickeln. Auch diesem Grund haben wir bei den Robo-Advisors auf unserer Seite echtes Geld angelegt und verfolgen im Echtgeld-Test seit 2015, wie sich die Anbieter schlagen.

Als Benchmarks zum Vergleich der Performance aller von uns getesteten Robo Advisor nutzen wir eine Kombination aus dem MSCI World und dem Barclays Global Aggregate Bonds im Verhältnis 50:50 Prozent sowie ein Portfolio nach Kommer. Alle Daten zur Performance der getesteten Robo-Advisor finden Sie hier:

Zum Robo-Advisor-Echtgeld-Test »

Kostenlos über aktuelle Daten unseres Echtgeld-Tests informiert werden

Im Rahmen unseres kostenlosen Newsletters informieren wir Sie auch über den aktuellen Stand unseres Echtgeld-Tests. Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter-Verteiler ein und verpassen Sie kein Ergebnis unseres Robo-Advisor Tests mehr:


Robo Advisor – Bewertungen und Erfahrungen unserer Leser

Die Meinung der Redaktion über einen Robo-Advisor deckt sich nicht zwangsweise mit der Meinung der Kunden über ihn. Wie Anleger ihre Robo-Advisor bewerten, fragen wir darum in unserer jährlichen Brokerwahl sowie laufend in unseren redaktionellen Tests ab. Jeder hat dort die Möglichkeit, seine Einschätzung zu den Gebühren, dem Angebot, der Leistung und dem Service seines Robo-Advisors zu teilen. Mit welchen Robo-Advisors Anleger die besten Erfahrungen gemacht haben und wie sie die Robo-Advisors bewerten, zeigt unsere nachfolgende Auswertung:

Anbieter Anzahl der Bewertungen Gebühren Angebot Leistung Service Gesamt Antragslink
logo 12 4,58 4,92 5,00 5,00 4,88 Zum Broker »
logo 105 4,70 4,74 4,80 4,86 4,78 Zum Broker »
logo 29 4,62 4,72 4,86 4,86 4,77 Zum Broker »
logo 59 4,63 4,75 4,73 4,93 4,76 Zum Broker »
logo 62 4,81 4,71 4,71 4,81 4,76 Zum Broker »
logo 56 4,32 4,80 4,80 4,82 4,69 Zum Broker »
logo 52 4,58 4,69 4,71 4,69 4,67 Zum Broker »
logo 38 4,45 4,79 4,71 4,71 4,66 Zum Broker »
logo 80 4,33 4,49 4,53 4,66 4,50 Zum Broker »
logo 10 3,80 4,60 4,70 4,80 4,48 Zum Broker »
logo 20 4,05 4,60 4,30 4,70 4,41 Zum Broker »
logo 8 4,50 4,25 4,38 4,38 4,38 Zum Broker »
logo 1 5,00 3,00 5,00 4,00 4,25 Zum Broker »
logo 2 4,00 4,50 4,00 4,50 4,25 Zum Broker »
logo 26 3,85 4,23 4,19 4,35 4,15 Zum Broker »
Kategorie Gesamtstimmen Ø Gebühren Ø Angebot Ø Leistung Ø Service Ø Gesamt
560 4,41 4,52 4,63 4,67 4,56

News und Änderungen bei den getesteten Robo Advisors

  • 07.06.2018 – Robo-Advisor LIQID jetzt mit nachhaltiger Anlagestrategie (Details)
  • 29.05.2018 – Robo-Advisor Scalable Capital verwaltet eine Milliarde Euro (Details)
  • 26.05.2018 – Robo-Advisor Scalable Capital startet Altersvorsorge-Rechner (Details)
  • 26.04.2018 – Robo-Advisor cominvest verwaltet mehr als 300 Millionen Euro (Details)
  • 08.03.2018 – Robo-Advisor LIQID verwaltet über 200 Millionen Euro (Details)
  • 13.02.2018 – Erfolg für Robo-Advisor Investify: Kooperation mit Haspa (Details)
  • 11.01.2018 – Jahresrückblick 2017: Alle Robo-Advisors landen im Plus (Details)

Landkarte der Robo-Advisor-Plattformen in Deutschland

Landkarte der RoboAdvisors in Deutschland

Einen Überblick über die noch recht junge Szene der RoboAdvisor-Plattformen in Deutschland gibt die Landkarte von Brokervergleich.de

Wie ein paar Mausklicks die Vermögensverwaltung revolutionieren.

Erkennen Sie sich wieder?

Wenn es um das Sparen geht, sind die meisten Deutschen fleißig, aber extrem risikoscheu. Fast die Hälfte der Bevölkerung legt monatlich etwas auf die hohe Kante. Die Sparraten landen früher oder später auf einem Sparbuch, Tagesgeldkonto oder bleiben gleich auf dem Girokonto liegen.

Für die Rücklage eines Notgroschens macht das Sinn. Geht beispielsweise Ihr Auto oder die Waschmaschine kaputt ist das Geld relativ schnell verfügbar. Langfristig bedeutet es jedoch nur eines:

„Sie verlieren Geld und Ihr angespartes Vermögen wird schrumpfen.“

Minizinsen gepaart mit Inflation haben langfristig enorme negative Auswirkungen. Zwei Prozent Wertverlust pro Jahr führen zum Beispiel dazu, dass Ihr Vermögen in 30 Jahren nur noch die Hälfte wert ist.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Ausweg aus der Niedrigzinsfalle. Investieren Sie einen Teil Ihres Vermögens in Aktien.

Die Geschichte zeigt, dass Aktien lukrativer als alle anderen Anlageformen sind. Aktionäre werden langfristig mit sieben bis zehn Prozent pro Jahr belohnt. Das ist weit mehr als der Inflationsausgleich.

Die Auswahl einzelner Aktien ist jedoch schwierig, zeitaufwändig und riskant. Fonds sind deswegen eine gute Alternative. Doch auch hier steht Ihnen eine fast unüberschaubare Auswahl gegenüber.

Alternativ können Sie einen Experten mit der Suche nach den geeigneten Fonds beauftragen. Dieser erhält in der Regel eine Provision für die Vermittlung eines Fonds. Besser und unabhängiger dagegen sind Beratungen gegen Honorar. Diese Form ist in Deutschland jedoch bisher wenig verbreitet und wird von vielen als teuer empfunden.

Alles ganz schön kompliziert?

Hier kommen die Robo-Advice-Plattformen ins Spiel. Sie bieten einen einfachen Einstieg in die Geldanlage. Mit wenigen Mausklicks findet der Anbieter schnell und einfach eine auf seine Bedürfnisse abgestimmte Auswahl an Wertpapieren.

Surftipp: Geldanlage der Zukunft - werden FinTechs die Banken ablösen? Interview mit Sven Gábor Jánszky, Trendforscher »

Ein Besuch bei einer Bank mit kompliziertem Beratungsgespräch ist dazu nicht notwendig. Der gesamte Vorgang kann in kurzer Zeit mit dem Tablet oder Notebook auf dem Sofa durchlaufen werden – 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Das Portfolio wird im Anschluss automatisch überwacht. Das Rebalancing übernimmt der Computer.

Was macht ein Robo Advisor?

Bei einem Robo Advisor handelt es sich um eine Webanwendung, die mit nur wenigen Klicks auf Basis von individuellen Eingaben ein passendes Portfolio empfiehlt.

Das Portfolio besteht in der Regel aus kostengünstigen ETFs oder Fonds. Spekulative Derivate wie CFDs, Binäre Optionen, Forex-Trading oder ähnliches sucht man im Portfolio der von uns getesteten Robo Advisors vergeblich. Das Portfolio wird automatisch vom Anbieter über eine angeschlossene Partnerbank geordert.

Nach der automatisierten Anlageberatung wird in der Regel das notwenige Rebalancing durchgeführt. Außerdem werden Sie regelmäßig vom Anbieter zu Portfolio-Updates informiert.

Spezial: Wie haben Robo-Advisor im Februar 2018 auf die Turbulenzen an den Börsen reagiert?

Am 5. Februar 2018 kam es beim Dow Jones zum bis dahin größten Kursrutsch innerhalb eines Tages. Für Robo-Advisors war das die erste richtige Bewährungsprobe. Die Redaktion von Brokervergleich.de hat analysiert, wie sich die Portfolios der Robo-Advisors im Zeitraum um den Kursrutsch verhalten haben. Waren sie besser als die Benchmarks?

So haben die Robo-Advisor auf den Kursrutsch im Februar 2018 reagiert

Wie funktioniert ein Robo Advisor genau?

Alle Anbieter ähneln sich in ihrer generellen Funktionsweise. In einem ersten Schritt werden im Rahmen einer Online-Befragung folgende drei Angaben definiert:

  1. Ihr gewünschter Sparbetrag.
  2. Ihre gewünschte Anlagedauer.
  3. Die Definition Ihrer Risikobereitschaft.

Jeder Robo-Advisor hat seine eigene Herangehensweise. Bei vaamo lässt sich zum Beispiel ein Sparziel wie etwa Vermögensaufbau, Ausbildung oder Altersvorsorge definieren.

Bei Scalable Capital beantworten Sie einmalig neun Fragen, die alle Punkte zur Lebenssituation, Finanzlage, Risikobereitschaft enthalten.

Beim Anbieter quirion erhalten Sie das aus der Portfoliotheorie bekannte Risiko-Ertrags-Verhältnis grafisch anschaulich dargestellt. Während Sie sich für eine erwartete Rendite entscheiden, wird gleichzeitig der historisch maximale Verlust pro Jahr sowie die Anzahl der Monate, die das Geld bräuchte, um sich nach dem Maximalverlust wieder zu erholen, angezeigt.

Auf Grundlage der eingegebenen Daten wird in einem zweiten Schritt vom System eine Portfoliozusammenstellung vorgeschlagen. Diese wird automatisch umgesetzt.

Für wen eignet sich ein Robo Advisor?

Ein Robo Advisor könnte für Sie ein einfacher Zugang sein, um einen Teil Ihres Vermögens renditestark anzulegen. Dazu sollten Sie sich mit folgenden drei Aussagen identifizieren können:

  1. Sie wissen, dass Ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto oder Sparbuch langfristig an Wert verliert.
  2. Gleichzeitig ist Ihnen bewusst, dass Aktien in einem gesunden Anlagemix nicht fehlen dürfen.
  3. Trotzdem haben Sie keine Zeit oder Lust, sich intensiv und regelmäßig mit der Aufstellung und der Pflege eines eigenen Portfolios zu beschäftigen.

Wahl zum Robo-Advisor 2018 – jetzt abstimmen!

Ab sofort können Teilnehmer ihren Robo-Advisor des Jahres 2018 bewerten. Die Abstimmung läuft bis zum 18. September 2018. Es können Punkte in den Kategorien „Gebühren“, „Angebot“, „Leistungen“ und „Service & Sicherheit“ vergeben werden. Unter allen Teilnehmern verlost Brokervergleich.de Preise im Gesamtwert von über 3.000 Euro, darunter 1 x das Apple iPad Pro sowie je 1 x das iPhone 8 (256 GB) und 1 x das iPhone 7 (32 GB) – ideal für Ihre professionelle Kommunikation.

Robo-Advisor 2018 - Jetzt abstimmen und am Gewinnspiel teilnehmen! »

Für wen eignet sich ein Robo Advisor nicht?

Anleger, die ihre Finanzen selbst in die Hände nehmen möchten.

Warum? Mit ausreichender Kenntnis im Finanzbereich, dem geeigneten Online-Broker sowie der entsprechenden Zeit für die Umsetzung sind Sie in der Lage, selbständig ein ETF-Modellportfolio zusammenzustellen und zu pflegen.

Abhängig vom Rebalancing und der damit einhergehenden Anzahl an jährlichen Transaktionen fallen insgesamt weniger Kosten an.

Das behauptet auch keiner der Anbieter. Ein Großteil kommuniziert in firmeneigenen Blogs klar und offen, nicht die billigste Lösung anzubieten. Vielmehr bieten sie ein Konzept, den Vermögensaufbau zu betreiben, ohne dabei Finanzexperte zu sein und sich selbst mit der Auswahl von Wertpapieren und dem Rebalancing herumzuschlagen.

Voraussetzung für den eigenständigen Aufbau eines Portfolios ist ein Depot bei der Hausbank oder einem der von uns getesteten Broker. Welche Anbieter dabei besonders niedrige Ordergebühren oder besonders viele ETF- bzw. Fondssparpläne bieten, zeigen unser ETF-Sparplan-Vergleich sowie unser Fondssparplan-Vergleich.

Was kostet ein Robo Advisor?

Eine gute Performance nützt nichts, wenn die Rendite von den Gebühren aufgefressen wird. Entsprechend wichtig ist es, dass die Leistungen der Robo-Advisors zu fairen Preisen angeboten werden. Im Echtgeld-Test der Robo-Advisors auf Brokervergleich.de zeigt sich, dass die meisten Anbieter sich bemühen, die Kosten niedrig zu halten. Im Vergleich zu klassischen Vermögensverwaltungen schneiden sie sehr gut ab. Im Folgenden ist aufgeschlüsselt, welche Gebühren bei einem Robo-Advisor auf den Anleger zukommen.

Gibt es eine Mindestanlage?

Keine Gebühr im eigentlich Sinn, ist die Mindestanlage doch eine erste Hürde, die es zu nehmen gilt. Da es das erklärte Ziel der meisten Robo-Advisors ist, die Vermögensverwaltung einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ist die Mindestanlage viel geringer als bei klassischen Vermögensverwaltungen. Bei Whitebox kann beispielsweise ab 5.000 Euro investiert werden, bei Scalable Capital ab 10.000 Euro. Einige Anbieter wie vaamo und easyfolio verlangen überhaupt keine Mindestanlage.

Wie sieht es mit einer anteiligen Gebühr aus?

Alle digitalen Vermögensverwalter im Echtgeld-Test der Robo-Advisors auf Brokervergleich.de setzen auf ein System, bei dem eine anteilige Gebühr berechnet wird (Auch All-in-Gebühr, Servicegebühr etc). Diese bewegt sich meist in einem Rahmen bis zu einem Prozent des Anlagebetrages p.a. Bei VisualVest sind es beispielsweise 0,6 Prozent p.a. (Stand 02.2018). Bei einer Anlage von 10.000 Euro macht das 60 Euro im Jahr.

Diese anteilige Gebühr umfasst beinem Großteil der Anbieter nahezu sämtliche Kosten, die bei der Anlage anfallen. So sind darin in der Regel die Gebühren für die Depotführung, für die Transaktionskosten und für das eigentliche Verwalten des Depots enthalten. Das macht die Anlage über einen digitalen Vermögensverwalter sehr einfach und transparent.

Die anteilige Gebühr kann auch gestaffelt sein. Bei fintego sieht das so aus:

  • bis 10.000 Euro Anlage 0,95 % p.a.
  • bis 50.000 Euro Anlage 0,75 % p.a.
  • über 50.000 Euro Anlage 0,45 % p.a.

Wie steht es um Kosten für die ETFs bzw. Fonds?

Zwar sind in der anteiligen Gebühr Transaktionskosten etc. enthalten. Es gibt jedoch noch einen weiteren Posten, der bei allen Robo-Advisors anfällt: Die Verwaltungs- und Betriebsgebühr der einzelnen Produkte. Die meisten Robo-Advisors setzen bei der Zusammenstellung der Portfolios auf ETFs, manche auch auf Fonds. Diese zu betreiben und zu verwalten, verursacht selbst wieder Kosten. Bei ETFs sind die Kosten gering, vaamo gibt sie beispielsweise mit 0,30 Prozent p.a. an. Bei Fonds liegen sie hingegen oft deutlich über 1,00 Prozent.

Diese Gebühren sind übrigens keine Besonderheit der Robo-Advisors. Jeder Anleger, der sich selbst ein Portfolio aus ETFs oder Fonds zusammenstellt, zahlt diese ebenfalls. Sie werden in der Regel unter dem Punkt TER (Total Expense Ratio, Gesamtkostenquote) angegeben.

Was sind ETFs - alle wichtigen Infos »

Verlangen Robo-Advisors eine Gewinnbeteiligung?

Eine Gewinnbeteiligung findet sich bei den Robo-Advisors im Echtgeld-Test auf Brokervergleich.de selten. Trotzdem kommt auch sie vor. So verlangt ginmon beispielsweise 10 Prozent der erzielten Gewinne, allerdings nur bei neuen Höchstständen.

Wie sieht es mit Spread-Kosten aus?

Beim Kauf von ETFs fallen Kosten in Form von Spreads an. Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Nicht alle Robo-Advisors führen diese Kosten extra auf. Werden diese extra aufgeführt, kann der Grund sein, für größere Transparenz sorgen zu wollen. growney setzt auf dieses Modell, weil die ETFs dort nicht über die Börse gekauft werden, sondern direkt über den Fonds zum Nettoinventarwert. Letztlich ist das Ziel, Kosten für den Anleger zu sparen.

Welche Kosten können sonst bei Robo-Advisors entstehen?

Der digitale Vermögensverwalter quirion bietet neben dem Basis-Paket mit einer anteiligen Gebühr von 0,48 Prozent p.a. auch ein Comfort-Paket mit einer anteiligen Gebühr von 0,88 Prozent p.a. Das Comfort-Paket umfasst eine Strategieberatungen am Telefon und per Video-Chat sowie einen persönlichen Ansprechpartner.

Welche Neukundenaktionen gibt es bei Robo-Advisors?

Gelegentlich gibt es bei Robo-Advisors auch Neukundenaktionen. Eine solche Aktion kann beispielsweise vorsehen, dass der Anleger 50 Euro Bonus erhält, wenn er mindestens 10.000 Euro investiert. Verrechnet man den Bonus mit der anteiligen Pauschale, reduziert sich diese einmalig.

Wie werden Gewinne aus Anlagen über Robo-Advisors versteuert?

Gewinne aus Anlagen über Robo-Advisors müssen versteuert werden. Es wird die in Deutschland übliche Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent) und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig. Robo-Advisors aus Deutschland führen diese Steuer automatisch ab.

Der deutsche Staat gewährt Sparern jedoch einen Freibetrag von 801 Euro (Alleinstehende) beziehungsweise 1.602 Euro (Verheiratete) für Kapitaleinkünfte. Bis zu diesem Betrag müssen Zinseinkünfte beziehungsweise Einkünfte aus Wertpapiergeschäften nicht versteuert werden. Soll der digitale Vermögensverwalter keine Steuer abführen, ist ein Freistellungsauftrag einzureichen.

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Wie schnell komme ich an mein Geld?

Manche Anleger zögern, ihr Geld bei einem Robo-Advisor anzulegen, weil sie nicht wissen, wie schnell sie wieder an das Geld kommen. Grundsätzlich gilt: Robo-Advisors eignen sich vor allem für die langfristige Anlage. Fünf bis zehn Jahre sollten Anleger schon einberechnen.

Allerdings können Anleger bei allen Robo-Advisors in unseren Tests das Geld auch früher abziehen. Selbst, wenn sie beim Fragebogen explizit einen Anlagehorizont von mehreren Jahren angeben, können sie sich das Geld in Teilen oder vollständig vorher auszahlen lassen. Auch Kündigungen sind jederzeit möglich. Die längste Kündigungsfrist eines Robo-Advisors in unseren Tests beträgt einen Monat.

Anleger sollten sich jedoch bewusst sein: Geben sie den Auftrag zum Verkauf der Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt, kann es zu Verlusten kommen.

Robo-Advisor Mindestlaufzeit / Kündigungsfrist Auszahlungen Dauer der Auszahlung Kosten Auszahlung / Kündigung
Stand 28.05.2018
* Bei Teilauszahlungen müssen mindestens 100 Euro auf dem Konto verbleiben.
fintego nein jederzeit innerhalb von 2 bis 3 Bankarbeitstagen kostenfrei
Ginmon nein jederzeit k.a. kostenfrei
growney nein jederzeit* k.a. kostenfrei
Investify nein (1 Monat Kündigungsfrist) jederzeit innerhalb von 1 bis 3 Bankarbeitstagen kostenfrei
LIQID nein (14 Tage Kündigungsfrist) jederzeit k.a. kostenfrei
quirion nein jederzeit k.a. kostenfrei
ROBIN nein jederzeit k.a. kostenfrei
Scalable Capital nein jederzeit spätestens innerhalb 7 Tagen kostenfrei
Solidvest nein jederzeit i.d.R. innerhalb von 5 Tagen kostenfrei
SutorBank nein jederzeit* k.a. kostenfrei
vaamo nein jederzeit i.d.R. innerhalb von 3 Tagen kostenfrei
VisualVest nein jederzeit innerhalb von 3 bis 4 Bankarbeitstagen kostenfrei
Whitebox nein jederzeit innerhalb von 5 Werktagen kostenfrei

Ist Ihr Geld bei einem Robo Advisor sicher?

Einige Anbieter wie easyfolio oder growney arbeiten als reine Anlagevermittler oder als gebundener Agent mit einer Partnerbank zusammen. Inzwischen besitzen viele Robo-Advisor jedoch auch eine Linzenz der BaFin zur Finanzportfolioverwaltung. Das geht mit einer stärkeren Regulierung einher.

Das notwendige Depot wird bei der Partnerbank geführt. Der Anbieter hat demnach zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Ihr Geld. Die Bank fungiert in der Regel auch als Vermögensverwalter und legt das Geld nach dem vom Anbieter vorgeschlagenen Musterportfolio an.

Alle Partnerbanken werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt und sind Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Außerdem besteht das Portfolio in der Regel aus ETFs. Diese liegen bei der jeweiligen Bank als so genanntes „Sondervermögen“. Damit gehört es rechtlich nicht zum Vermögen der Bank und ist im Falle einer Bankeninsolvenz geschützt.

Bei einem bankeneigenen Angebot wie dem der SutorBank gilt dasselbe Prinzip aus Einlageschutz sowie Schutz des Sondervermögens.

Selbst wenn es den Anbieter der Online-Vermögensverwaltung nicht mehr geben sollte, bleibt das Konto bzw. Depot bei der Partnerbank bestehen bis Sie Ihr Konto aufgelöst haben.

Robo Advisor – wie steht es mit der Haftung?

Robo-Advisor verstehen sich als die neue Form der Geldanlage. Die Anlageempfehlung treffen keine Bankmitarbeiter auf der Grundlage subjektiver Einschätzung oder Provisionsdruck, sondern Computer auf der Grundlage von Algorithmen. Für den Anleger ein paradiesischer Zustand, kann er doch sicher sein, dass die Auswahl der Basiswerte streng objektiv erfolgt. Nach Kreditmarktplätzen für Kredite von privat an privat kommt es nun zur zweiten Revolte gegen die Banken in der Finanzlandschaft. Robo-Advisor betreten aber auch eine Grauzone.

Das Anlageprotokoll

Ein Anleger, der zu einer Bank vor Ort geht, führt idealerweise vor der konkreten Anlageplanung ein längeres Gespräch mit dem Mitarbeiter. Dieser muss sich entsprechend der gesetzlichen Vorgaben ein umfassendes Bild seines Gegenübers hinsichtlich der Anlageerfahrung, der Zielsetzung und des Anlagehorizontes machen. Erst dann darf er in das Beratungsgespräch einsteigen. Auch wenn die Bank einen Investmentfonds eines Drittanbieters vorschlägt, agiert sie als Berater, nicht als reiner Vermittler. Am Ende des Gesprächs steht das Anlageprotokoll, welches genau dokumentiert,

* Welche Erfahrung der Anleger in der gewünschten Risikoklasse besitzt,

* Welches seine Anlageziele sind, eher konservativ oder eher chancenorientiert,

* Auf welche Dauer das Investment ausgelegt sein soll

* Die Anlageempfehlung des Beraters

* Die Begründung für die Empfehlung

Verbraucherschützer weisen allerdings darauf hin, dass es in der Praxis allerdings häufig anders, schlechter aussieht [1]. Was in der Praxis eigentlich recht einfach zu handhaben ist, wirft bei einem Investment per Internet allerdings Fragen auf.

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Robo Advisor – Vermittler oder Berater?

Wer auf die objektive Beratung im Internet durch einen Robo Advisor vertraut, benötigt dort natürlich ein Depot. Portale, welche Robo Advisor betreiben, bieten in der Regel fünf oder mehr verschiedene Investmentalternativen an. Diese basieren auf unterschiedlich zusammengestellten Portfolios, die in Risikograde, von konservativ bis sehr chancenorientiert, unterteilt sind. Der Anleger kann hier prüfen, welche Anlagestrategie seiner Vorstellung am nächsten kommt. Bis auf den Unterschied, dass kein Bankberater ständig dazwischen redet, unterscheidet sich dieses Vorgehen im Grunde nicht von der Risikoanalyse bei der Bank um die Ecke.

Dennoch besteht ein großer Unterschied. Nicht alle Portale, welche eine Online-Vermögensverwaltung anbieten, sind auch tatsächlich Vermögensverwalter und damit in der Beraterhaftung. Einige der Anbieter agieren ausschließlich in der Rechtsstellung des Finanzanlagenvermittlers nach § 34f Gewerbeordnung (GewO) [2].

Wo liegt der Unterschied?

Ein Vermittler nimmt keine Beratung vor, auch wenn einige der Robo-Advisor-Portale, die als Vermittler agieren, dies suggerieren. Sie weisen im Kleingedruckten darauf hin, dass es sich bei den aufgrund des Fragekatalogs zur Anlagementalität vorgestellten Vorschlägen nur um „Anregungen“ handelt. Der Aufwand für die Nutzung individueller Beratungsprotokolle steht in keinem Verhältnis zu den vergleichsweise minimalen Kosten, welche der Nutzer entrichten muss.

Surftipp: Landkarte der Robo Advisor - Welcher Anbieter ist Berater und welcher ist Vermittler? »

Die Umsetzung der algorithmisch ermittelten Anlagestrategien erfolgt wiederum über eine Bank, meist ein Fintech-Unternehmen, welches auch die Verwaltung der Kundenanlagen vornimmt.

Eine Beratung findet auf der Grundlage der „execution only“-Vorgehensweise der Portale nicht statt. Auf Deutsch, rauscht das Investment zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Keller, weil sich der Kunde für eine risikoreiche Anlage entschied, obwohl er ein konservativer Anleger ist, gibt es keine Beraterhaftung. Robo Advisor, welche auf der Grundlage des § 34f GewO agieren, richten sich nach eigener Aussage explizit an selbst entscheidende Kunden, so Oliver Vins, Geschäftsführer des Frankfurter Robo Advisors Vaamo (Wirtschaftswoche, 6.1.2017).

Robo Advisor – ja oder nein?

Wer an der digitalen Revolution in der Anlageberatung teilhaben möchte, sollte bei der Auswahl des Robo Advisors darauf achten, dass dieser als „Finanzportfolioverwalter mit BaFin- Erlaubnis“ agiert [3].

Beispiele für solche Anbieter sind unter anderem Scalable Capital oder Quirion, ein Ableger der Quirin-Bank. In diesem Fall haben die Anleger durchaus gute Chancen auf Schadensersatz, wenn sich der Computer einmal verrechnet.

Für die reinen Vermittler könnte die Luft im Fall einer Schadensersatzforderung allerdings auch dünn werden. Auch wenn die BaFin einen Vermittler von der Beraterhaftung freistellt, sehen es die Gerichte möglicherweise anders. Sie sind nicht an die Definitionen der BaFin gebunden. Dazu kommt, dass der Tatbestand der Beratung bereits erfüllt sein kann, wenn mittels Onlinefragebogen Daten des Interessenten abgefragt werden. Allerdings deutet sich auch bei Vermittlern eine Lösung an. Die neue Umsetzung der MiFiD II-Richtlinie sieht eine vereinfachte Form standardisierter Beratungsprotokolle vor.

Dass der Markt für Vermögensverwaltung im Umbruch ist, verdeutlicht Matthias Hübner, Partner bei Oliver Wyman „ Ich erwarte hohe Wachstumsraten, 2020 könnten die in Deutschland betreuten Vermögenswerte schon bei 20 bis 30 Milliarden Euro liegen“ [4].

Fazit

Noch bedarf es politischer und juristischer Unterstützung, um eine Revolution umzusetzen. Dieser Sachverhalt stellt sich genauso kontrovers dar, wie die Roboter-Berater (Advisor), die zum großen Teil Wert darauf legen, dass sie eben nicht beraten, sondern nur vermitteln. Wer als Anleger den subjektiven Empfehlungen des Bankmitarbeiters entkommen, aber gleichzeitig auch den Tatbestand der Beraterhaftung sichergestellt haben möchte, ist mit einem echten Robo Advisor mit Zulassung nach KWG bestens beraten.

Weiterführende Informationen

Testsieger: Bester Robo Advisor 2017

2017 wurde auf Brokervergleich.de zum zweiten Mal die „Wahl zum Robo-Advisor des Jahres“ durchgeführt. Die Stimmen der Kunden und der Redaktion flossen jeweils zu 50 Prozent in das Ergebnis ein. Die Testsieger sind: quirion, LIQID und Scalable Capital.

Alle Details zu den Ergebnissen finden Sie hier »

Umfrage: Wie legen Kunden ihr Geld bei Robo-Advisors an?

Brokervergleich.de führt seit 2016 jährlich eine „Wahl zum Robo-Advisor des Jahres“ durch. Kunden haben dabei die Möglichkeit, ihren Robo-Advisor zu bewerten. Ihre Stimmen fließen zu 50 Prozent in das Gesamtergebnis der Wahl ein. Die anderen 50 Prozent ergeben sich aus den Bewertungen der Redaktion.

Im Rahmen der „Wahl zum Robo-Advisor 2017“ hat Brokervergleich.de zudem eine Umfrage zum Anlageverhalten der Kunden bei Robo-Advisors durchgeführt. Hier sind die Ergebnisse:

Wie sind Sie auf Robo-Advisor aufmerksam geworden?

Über die Hälfte der Befragten (53,44 Prozent) ist durch Freunde, Familie, Bekannte oder Kollegen auf Robo-Advisors aufmerksam geworden. Mehr als ein Drittel (37,37 Prozent) gab zudem an, durch Werbung an ihren Robo-Advisor gelangt zu sein.

Umfrage: Wie sind Kunden auf Robo-Advisor aufmerksam geworden – Statistik Brokervergleich.de

Welche Kriterien sind für Sie bei der Auswahl eines Robo-Advisor besonders wichtig?

Welcher Robo-Advisor ist der richtige? Das wichtigste Kriterium ist für die meisten Anleger die Wertentwicklung des Depots. 64,51 Prozent machten diese Angabe. Auf Platz zwei und drei folgten die Kriterien „Unabhängigkeit von Fondsgesellschaften“ (49,27 Prozent) und „Sparplan“ (42,17 Prozent).

Umfrage: Welche Kriterien sind Kunden bei der Auswahl eines Robo-Advisors besonders wichtig – Statistik Brokervergleich.de

Nutzen Sie einen Sparplan über Ihren Robo-Advisor?

Knapp über die Hälfte der Anleger beantwortet diese Frage mit „ja“ (53,44 Prozent). 46,56 Prozent antworten hingegen mit nein.

Umfrage: Nutze Kunden einen Sparplan beim Robo-Advisor – Statistik Brokervergleich.de

Wie groß ist der Anteil an Ihrem Anlagevermögen, dass durch einen Robo-Advisor verwaltet wird?

Die meisten Anleger nutzen Robo-Advisors derzeit für einen relativ kleinen Teil ihres Kapitals. 39,46 Prozent geben an, ihrem Robo-Advisor weniger als 10 Prozent ihres Anlagevermögens anzuvertrauen. Mehr als ein Drittel (36,74 Prozent) gibt immerhin an, bis 25 Prozent ihres Anlagevermögens von Robo-Advisors verwalten zu lassen.

Umfrage: Wie groß ist das verwaltete Anlagevermögen – Statistik Brokervergleich.de

Seit wann nutzen Sie die Dienstleistung eines Robo-Advisors?

Robo-Advisors sind eine junge Erscheinung. Darum verwundert es nicht, dass nur 2,92 Prozent der Befragten angeben, ihren Robo-Advisor länger als 24 Monate zu nutzen. 43,22 Prozent nutzen ihren Robo-Advisor seit weniger als sechs Monaten.

Umfrage: Seit wann nutzen Kunden einen Robo-Advisor – Statistik Brokervergleich.de

Haben Sie Erfahrungen mit einer klassischen Vermögensverwaltung?

55,95 Prozent der Anleger geben an, noch keine Erfahrungen mit einer klassischen Vermögensverwaltung zu haben. 44,05 Prozent der Anleger haben bereits Erfahrungen mit einer klassischen Vermögensverwaltung.

Umfrage: Gibt es Vorkenntnisse mit Vermögensverwaltungen – Statistik Brokervergleich.de

Besitzen Sie zusätzlich ein selbstverwaltetes Depot?

Knapp zwei Drittel der Befragten (62,84) geben an, neben dem Robo-Advisor ein selbstverwaltetes Depot zu haben, das sie aktiv nutzen. Robo-Advisors scheinen bei ihnen eine Ergänzung zu sein, kein Ersatz. Immerhin 17,54 Prozent der Befragten geben an, nicht mehr selbstständig zu handeln, seit sie bei einem Robo-Advisor sind.

Umfrage: Handelt der Kunde bereits über eine Broker an der Börse? – Statistik Brokervergleich.de

Tipp: Bester Robo Advisor 2017

2017 wurde auf Brokervergleich.de zum zweiten Mal die „Wahl zum Robo-Advisor des Jahres“ durchgeführt. Die Stimmen der Kunden und der Redaktion flossen jeweils zu 50 Prozent in das Ergebnis ein. Die Gewinner sind: quirion, LIQID und Scalable Capital.

Alle Details zu den Ergebnissen finden Sie hier »

Statistiken zum Echtgeld-Test und den Robo-Advisors finden Sie hier »


Bedrohen Robo Advisor die klassische persönliche Anlageberatung?

Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick in die USA, dem Ursprungsland der automatisierten Anlageberatung.

Die Nummer 1 auf dem US-Markt für Online-Vermögensverwaltungen heißt wealthfront. Innerhalb von drei Jahren schaffte das Unternehmen, zwei Milliarden Dollar einzusammeln.

Anfang 2018 verwalten Robo-Advisor in den USA laut statista rund 241.046 Millionen Euro. Für 2022 wird ein verwaltetes Vermögen von 521.988 Millionen Euro vorhergesagt – was einem jährlichen Wachstum von 21,3 Prozent gleichkäme.

Die Zahl der Kunden, die Robo-Advisors in den USA nutzen, beträgt Anfang 2018 6,6 Millionen. Bis 2022 soll sie auf 12,7 Millionen anwachsen.

Außerdem hat einer der größten US-Online Broker Charles Schwab seine eigene „Robo-Advisor“ Plattform „Schwab Intelligent Portfolios“ gestartet.

Wie hoch ist das von Robo-Advisor verwaltete Vermögen in Deutschland?

Nicht nur in den USA, auch in Europa und Deutschland sind Robo Advisor auf dem Vormarsch. In Europa sind die Summen, die Robo-Advisor verwalten, allerdings nicht ganz so spektakulär. Anfang 2018 verwalten sie rund 11.594 Millionen Euro. Rund eine Million Kunden nutzen die Dienste der Robo-Advisor.

Diese Infografik zeigt, wie viel Vermögen Robo-Advisors bis 2022 verwalten werden

In Deutschland beträgt das von Robo-Advisor verwaltete Vermögen Anfang 2018 3.155 Millionen Euro. Es gibt rund 0,3 Millionen Kunden. Bis 2022 soll das verwaltete Vermögen auf 12.911 Millionen Euro steigen. Die Zahl der Kunden wird bis 2022 auf 0,8 Millionen geschätzt.

Diese Infografik zeigt, wie sich die Zahl der Nutzer von Robo-Advisors bis 2022 entwickeln wird.

Wie viel Vermögen verwalten Robo-Advisors Ende 2017?

2017 war ein Jahr voller Erfolgsmeldungen für Robo-Advisors. Scalable Capital meldete zu Jahresbeginn, dass das vom Unternehmen verwaltete Vermögen die Marke von 100 Millionen Euro durchbrochen hat. Im Laufe des Jahres hat sich dieser Betrag versechsfacht. Insgesamt verwalten Robo-Advisors auf dem deutschen Markt inzwischen über eine Milliarde Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Redaktion von techfluence.eu. Folgende Tabelle zeigt eine Auflistung, welcher Robo-Advisor im November 2017 wie viel Vermögen verwaltet hat. Außerdem gibt sie die Entwicklung seit Juli 2017 wieder.

Robo-Advisor Verwaltetes Vermögen Juli 2017 (in Mio. Euro) Verwaltetes Vermögen November 2017
(in Mio. Euro)
Zuwachs in Prozent
Stand: 14.12.2017, Quellen: http://www.techfluence.eu, comdirect bank AG
Scalable Capital >300 600 100
LIQID 130 175 35
cominvest 100 150 50
quirion 55 75 36
SutorBank (inkl. growney) 50 65 30
Whitebox 50 60 20
growney 49 50 2
easyfolio 35 50 43
fintego 30 35 14
Investify <30 35 14
Gesamt 829 1.295 56

Bedeutung von Robo Advice bei Banken nimmt massiv zu

Aktuelle Studien wie die von Horváth & Partners „Zukunft des Privatkundengeschäfts“ vom Juli 2016 attestieren der als Robo Advice bezeichneten automatisierten Beratung eine steigende Bedeutung. Laut dieser Studie glauben 85 Prozent der Teilnehmer, dass die Bedeutung automatisierter Beratung bei Banken bis 2020 massiv zunehmen wird:

Die als Robo Advice bezeichnete automatisierte Beratung wird laut einer Studie von Horváth & Partners vom Juni 2016 bis 2020 deutlich an Bedeutung gewinnen.

Die als Robo Advice bezeichnete automatisierte Beratung wird laut einer Studie von Horváth & Partners vom Juni 2016 bis 2020 deutlich an Bedeutung gewinnen.

Sätze wie diese: “Automated investment management is a transformative topic in our industry today” von Naureen Hassan, Executive Vice President bei Charles Schwab, lassen vermuten, dass die Branche in den nächsten Jahren in Bewegung bleiben wird.

Einige Gründe sprechen trotzdem gegen ein baldiges Ersetzen der traditionellen Bankberatung. Spätestens wenn die gesamte Finanzsituation mit der optimalen Versorgung sowie den finanziellen Zielen des Kunden ausgelotet werden muss, kommen Computer an ihre Grenzen.

Ebenso kann der persönliche Kontakt und das Vertrauensverhältnis durch ein Online-Anlageportal nicht ersetzt werden.

Auf jeden Fall bleibt es spannend hinsichtlich der zukünftigen Branchenentwicklung. Brokervergleich.de bleibt am Ball. Wir berichten auch weiterhin über aktuelle Entwicklungen und nehmen alle Anbieter dauerhaft unter die Lupe.

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