Fidelity Wealth Expert – Test und Erfahrungen

Fidelity Wealth Expert ist der Robo-Advisor von Fidelity International. Fidelity verfügt über 50 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche. In Deutschland ist das Familienunternehmen seit 1992 aktiv. Der deutsche Sitz ist in Kronberg im Taunus. Weltweit verwaltet es über 368 Milliarden Euro Kapitalvermögen.

Den Robo-Advisor Fidelity Wealth Expert können Anleger ab einer Mindestanlage von 5.000 Euro nutzen. Dabei setzt Fidelity auf aktiv gemanagte Fonds – nicht nur auf solche aus dem eigenen Haus.

Kurzcheck – Alle Vorteile von Fidelity Wealth Expert auf einen Blick

Vorteile

  • Professionelle Vermögensverwaltung mit Erlaubnis der BaFin
  • 7 Risikoklassen
  • Zugang zu Fonds, die sonst institutionellen Investoren vorbehalten sind
  • 50 Jahre Erfahrung in der Vermögensverwaltung
  • Sparpläne können ab einer Rate von 100 Euro eingerichtet werden

Anmerkungen

  • Das Depot wird bei der FIL Fondsbank GmbH geführt
  • Die Mindestanlage beträgt 5.000 Euro
  • Es wird in aktiv verwaltete Fonds investiert

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Fidelity Wealth Expert im einzigen Echtgeld-Test Deutschlands

Unsere Redaktion führt seit Mai 2015 den einzigen Echtgeld-Test von Robo-Advisors am deutschen Markt durch. Echtgeld bedeutet, dass wir jedes Depot auch wirklich eröffnen, Geld einzahlen und so die tatsächliche Performance abzüglich Kosten und Gebühren ermitteln. Fidelity Wealth Expert nehmen wir demnächst in diesen Test auf.

Zum Echtgeld-Test von Robo-Advisors in Deutschland »

Wie funktioniert Fidelity Wealth Expert?

Wie finde ich die passende Anlagestrategie?

Das Prinzip von Fidelity Wealth Expert folgt dem anderer Robo-Advisors. Anhand eines Fragenkatalogs wird zunächst ein Anlageprofil erstellt. Anschließend können sich Anleger registrieren und das Depot eröffnen. Der gesamte Prozess nimmt rund 20 Minuten in Anspruch.

Überblick zu den Fragen

Auf dem Weg zum Anlagevorschlag erhalten Anleger zunächst einen Überblick über die vier Bereiche, zu denen Fragen gestellt werden:

  • Das Ziel
  • Die finanzielle Situation
  • Die Anlageerfahrung
  • Die Risikobereitschaft

Das Anlageziel

Der erste Komplex umfasst folgende Fragen:

  • Welchen Betrag möchten Sie anlegen?
  • Wie lange möchten Sie investieren?
  • Möchten Sie jeden Monat einen bestimmten Betrag investieren?
  • Wie alt sind Sie?
  • Wofür legen Sie an? (Z.B. Altersvorsorge, Vermögensaufbau…)

Die finanzielle Situation

Nun folgt der Komplex zur finanziellen Situation mit folgenden fünf Fragen:

  • Wie hoch ist Ihr monatliches Netto-Einkommen?
  • Wie hoch sind Ihre monatlichen Ausgaben?
  • Wie hoch sind Ihre liquiden Mittel?
  • Hätten Sie im Notfall ausrechend Geld zur Verfügung, ohne auf Ihre Geldanlage zurückgreifen zu müssen?
  • Welchen potentiellen Verlust könnten Sie ertragen, falls Ihr Portfolio an Wert verlieren würde?

Die Anlageerfahrung

Im dritten Komplex beantworten Anleger Fragen zu ihrer finanziellen Situation:

  • Haben Sie Erfahrungen mit Wertpapieranlagen aufgrund einer beruflichen Tätigkeit oder einer Qualifikation?
  • Haben Sie bereits Erfahrung mit einer Wertpapierverwaltung?
  • Haben Sie in den vergangenen fünf Jahren Transaktionen in folgenden Anlageklassen getätigt? (Aktien, Anleihen, Immobilienfonds, Rohstoffe, Alternative Anlagestrategien)
  • Mit Blick auf Ihre aktuellen und früheren Anlagen: Wie haben Sie auf eine negative Wertentwicklung oder allein auf das Risiko einer negativen Marktentwicklung reagiert?

Die Risikobereitschaft

Der letzte Komplex umfasst insgesamt 15 Angaben zur Risikobereitschaft. Meist gibt es fünf Antwortmöglichkeiten – beispielsweise von „Trifft vollkommen zu“ bis „Trifft gar nicht zu“:

  • Ich setzte mich gerne mit Investitionsmöglichkeiten auseinander
  • Ich würde mich für die höchste Rendite entscheiden, selbst wenn ein Risiko damit verbunden ist
  • Wie würden Sie Ihre Einstellung bei wichtigen finanziellen Entscheidungen beschreiben?
  • Wie hoch war Ihre Risikobereitschaft bei finanziellen Entscheidungen in der Vergangenheit?
  • Um meine finanziellen Ziele zu erreichen, bevorzuge ich eine Kapitalanlage, die langsam, aber stetig wächst, auch wenn das insgesamt eine geringere Rendite bedeutet
  • In riskanten Situationen befürchte ich, den Boden unter den Füßen zu verlieren
  • Stellen Sie sich vor, dass sich die Finanzmärkte sechs Monate nach Ihrer Geldanlage deutlich verschlechtern. Dadurch verliert auch Ihre Anlage deutlich an Wert. Wie würden Sie reagieren?
  • Ich möchte eine hohe Rendite erzielen und gehe daher auch höhere Risiken ein
  • Welchen Anteil Ihres Geldes würden Sie investieren, wenn die Gewinnchancen und die Verlustrisiken gleich hoch sind?
  • Wie würde ein guter Freund Ihre Einstellung zu finanziellen Risiken beschreiben?
  • Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie eine Anlage mit einem hohen Gewinn-, aber auch einem hohen Verlustpotential ausgewählt hätten?
  • Stellen Sie sich vor, Sie haben etwas Geld und können es in eine von zwei Anlagemöglichkeiten anlegen. Welche der nachfolgenden Optionen käme für Sie in Frage?
  • Ich bevorzuge niedrige Erträge mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gegenüber hohen Erträgen mit einer niedrigen Wahrscheinlichkeit
  • Welche Aussage beschreibt Ihrer Meinung nach am besten, wie Sie über mögliche Verluste oder Gewinne nachdenken
  • Ich möchte eine sichere Geldanlage, auch wenn das eine geringere Rendite bedeutet

Der Anlagevorschlag

Anschließend erhalten Anleger eine Zusammenfassung ihrer Angaben. Sie können sich nun ihren Anlagevorschlag anschauen. Die Übersicht umfasst unter anderem en Diagramm mit der Portfoliostruktur sowie eine Auflistung der Anlageklassen, die das Portfolio umfassen wird. Entspricht der Vorschlag dem Wunsch der Anleger, können Sie sich registrieren, den Vertrag abschließen und ein Depot eröffnen.

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Ist Fidelity Wealth Expert eine „echte“ Vermögensverwaltung?

Ja. Hinter Fidelity bzw. Fidelity Wealth Expert steht die FIL Fondsbank GmbH. Diese wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) reguliert und besitzt eine Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung. Gegenüber Robo-Advisors ohne diese Lizenz bedeutet das deutlich mehr Verpflichtungen, aber auch mehr Freiheiten. So kann Fidelity Wealth Expert Werte im Portfolio austauschen, sollten aktuelle Marktentwicklungen dies notwendig machen. Fidelity Wealth Expert macht davon auch Gebrauch.

Wie funktioniert das Rebalancing bei Fidelity Wealth Expert?

Ein Rebalancing findet bei Ein- und Auszahlungen statt sowie in dem Fall, dass das Portfolio zu weit von der Soll-Allokation abweicht. Auch wenn nichts davon passiert ist, findet mindestens einmal im Monat ein Rebalancing statt.

Kann ein Sparplan zu jeder Zeit aufgestockt bzw. geändert werden?

Auf Wunsch lässt sich ein Sparplan bei Fidelity Wealth Expert einrichten. Er kann jederzeit geändert oder gekündigt werden. Die Mindestsparrate beträgt 100 Euro im Monat.

Gibt es ein Konto für Minderjährige?

Derzeit nicht. Es befindet sich jedoch in Entwicklung.

Gibt es ein Gemeinschaftsdepot?

Derzeit nicht. Es befindet sich jedoch in Entwicklung.

Kann Fidelity Wealth Expert von Selbständigen und Unternehmen genutzt werden?

Selbstständige als natürliche Person, aber keine juristischen pernsonen oder Unternehmen.

Gibt es eine Mindestlaufzeit? Wie schnell ist das Geld verfügbar?

Nein, Anleger können jederzeit über ihr angelegtes Geld verfügen. Es dauert in der Regel vier Tage, bis das Geld auf dem Konto der Anleger eintrifft.

Robo-Advisor Mindestlaufzeit / Kündigungsfrist Auszahlungen Dauer der Auszahlung Kosten Auszahlung / Kündigung
Stand: 04.05.2020
Fidelity Wealth Expert nein jederzeit maximal 4 Tage kostenfrei

Wie werden die Gewinne steuerlich behandelt?

Für sämtliche Gewinne gilt: Sie unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Fidelity Wealth Expert führt die Steuern automatisch ab. Ein Freistellungsauftrag lässt sich derzeit noch nicht einrichten, dass soll sich jedoch zeitnah ändern.

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Welches Anlagekonzept steckt hinter Fidelity Wealth Expert?

7 Risikoklassen

Bei Fidelity Wealth Expert gibt es 7 Risikoklassen. Welche Risikoklasse für Anleger geeignet ist, wird anhand eines Fragebogens ermittelt. Eine höhere Risikoklasse bietet die Chance auf höhere Gewinne, birgt aber auch das Risiko höherer Verluste. Mit 7 Risikoklassen bewegt sich Fidelity Wealth Expert im Durchschnitt der Robo-Advisors in unserem Vergleich.

Aktive Vermögensverwaltung mit Fonds

Anders als ein Großteil der Konkurrenz setzt Fidelity Wealth Expert auf aktiv verwaltete Fonds und nicht auf ETFs. Fidelity Wealth Expert will damit auf ineffiziente Märkte reagieren und auf Marktschwankungen eingehen können. Ob dieses Versprechen eingelöst werden kann, muss sich zeigen. In jeden Fall aber sind die laufenden Kosten der aktiv verwalteten Fonds deutlich höher als die von ETFs.

Globales Netzwerk von Anlageexperten

Ein Pluspunkt ist, dass Fidelity Wealth Expert bei der Auswahl der Fonds nicht nur auf solche aus dem eigenen Haus setzt. Damit bleibt ein Stück Unabhängigkeit gewahrt. Erweist sich ein Fondsmanager beispielweise als besonders kundig in einem Sektor oder einer Anlageklassen, können auch dessen Fonds ins Portfolio aufgenommen werden.

Bei Investitionen in der Region Nordamerika können zum Beispiel mehrere Experten von verschiedenen Fondshäusern und mit je eigenen Strategien zum Zug kommen:

  • Hotchkis & Wiley – Value-Strategie
  • Brown Advisory – Growth-Strategie
  • Amundi – Large Cap
  • Fidelity – Core Stretegie

Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Alternative Anlagen, Geldmarkt

Um das Risiko von Verlusten zu verringern, setzt Fidelity Wealth Expert auf verschiedene Anlageklassen:

  • Aktien Industrieländer
  • Aktien Schwellenländer
  • Investment-Grade Anleihen
  • Hochzinsanleihen
  • Alternative Anlagen (beispielsweise Derivate wie Optionen und Swaps)
  • Geldmarkt

Globale Diversifizierung

Wichtig ist Fidelity Wealth Expert zudem die globale Diversifizierung des Portfolios. Das bedeutet, die Anlage wird breit über mehrere Länder und Branchen gestreut. Verluste von Anlagen in einem Land können dadurch häufig von Gewinnen von Anlagen in einem anderen Land aufgewogen werden. Das Risiko verringert sich.

Kontinuierliche Optimierung des Portfolios durch ein Fidelity-Team

Fidelity Wealth Expert besitzt eine Lizenz der BaFin zur Finanzportfolioverwaltung. Diese nutzt der Robo-Advisor auch. Die Vermögensverwaltung obliegt einem Team von Experten von Fidelity Wealth Expert. Das Portfolio wird börsentäglich überwacht. Einmal im Jahr wird überprüft, ob das Portfolio noch zu den persönlichen Umständen des Anlegers passt. Darüber hinaus wird das Portfolio nach Bedarf angepasst.

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Was kostet Fidelity Wealth Expert?

Fallen bei der Eröffnung eines Kontos Gebühren an?

Das Konto kann kostenfrei eröffnet werden.

Gibt es einen Mindestanlagebetrag?

Der Mindestanlagebetrag liegt bei 5.000 Euro und damit im Vergleich zu vielen Konkurrenten relativ hoch. Ein Sparplan kann zudem ab 100 Euro Rate im Monat eingerichtet werden, was ebenfalls vergleichswese hoch ist.

Welche Kosten entstehen bei der Nutzung des Angebotes von Fidelity Wealth Expert?

Die Gebühren setzen sich aus zwei Posten zusammen:

  • Pauschale für die Vermögensverwaltung in Höhe von 0,55 Prozent p.a.
  • Fondskosten in Höhe von durchschnittliche 0,66 Prozent p.a.

Insgesamt belaufen sich die Kosten damit auf 1,21 Prozent p.a., was Fidelity Wealth Expert zu einem der teureren Robo-Advisor in unserem Vergleich macht. Das liegt vor allem an den hohen Kosten für die aktiv gemanagten Fonds. Die Konkurrenz setzt meist auf deutlich günstigere ETFs.

Wie und wann werden die Gebühren berechnet?

Die Gebühren werden monatlich direkt mit dem Depotguthaben verrechnet.

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Wie sicher ist Ihr Geld?

Das Depot wird bei der FIL Fondsbank GmbH geführt. Diese wird von der BaFin beaufsichtigt. Einlagen sind bis 100.000 Euro je Kunde über die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands geschützt.

Darüber hinaus ist die FIL Fondsbank GmbH freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Einlagen sind über diesen bis 3 Millionen Euro je Kunde geschützt.

Fonds selbst zählen außerdem zum Sondervermögen. Das bedeutet, im Falle einer Insolvenz der FIL Fondsbank GmbH wäre das in die Fonds investierte Vermögen nicht von dieser betroffen. Die Fonds könnten auf ein anderes Depot übertragen werden.

Fazit

Anders als viele Konkurrenten setzt Fidelity Wealth Expert nicht auf ETFs, sondern auf aktiv gemanagte Fonds. Das macht das Angebot vergleichsweise teuer. Grundsätzlich ergibt sich dadurch jedoch auch die Möglichkeit, den Markt zu schlagen. Sieben Risikoklassen erlauben den Zuschnitt des Portfolios auf die Bedürfnisse der Anleger. Es gibt zwar einige Robo-Advisor bei denen die Mindestanlage unter den 5.000 Euro liegt, die bei Fidelity Wealth Expert angesetzt werden Im Vergleich zu klassischen Vermögensverwaltungen ist die Schwelle jedoch immer noch moderat. Inwieweit das Konzept mit aktiv gemanagten Fonds aufgeht, wird unser Echtgeld-Test zeigen.

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