Aktien-Sparplan Vergleich

Fonds- und ETF-Sparpläne dürften für viele Anleger nichts Neues sein. Aktien-Sparpläne sind bisher hingegen eher eine Seltenheit. Mit ihnen lassen sich monatlich kleine Summen in ausgewählte Aktien investieren. Verwaltungskosten wie bei Fonds und ETFs gibt es nicht. Wer also auf der Suche nach hohen Renditen ist, für den sind Aktien-Sparpläne einen Blick Wert. Der Vergleich zeigt, welcher Broker das beste Angebot hat.

Wählen Sie Ihre monatliche Sparrate und finden Sie den günstigsten Broker für Ihren Aktien-Sparplan

BrokerAnzahl
Aktien
Mindest-
sparrate
Kosten je SparbetragSparintervalle
(Monate)
Aktien-
bruchstücke
BonusZum Broker
 
Consorsbank Logo30025 €0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €1, 2, 3, 6ja25 Euro Prämie für ersten SparplanZum Broker »
comdirect Logo12525 €0,75 €1,50 €3,75 €4,90 €1, 2, 3jakeine Depotgebühren für 3 JahreZum Broker »
TARGOBANK Logo5850 €1,50 €2,50 €3,00 €3,00 €1, 2, 3, 4, 6, 12nein10 Free Trades im ersten Jahr Zum Broker »
Sparkassen Broker Logo45550 €1,25 €2,50 €6,25 €12,50 €1, 2, 3, 6nein, 5 % Puffer300 € Orderguthaben ertradenZum Broker »
ING-DiBa Logo8050 €0,88 €1,75 €4,38 €8,75 €1, 2, 3jaHandel ohne Orderprovision oder ZusatzkostenZum Broker »
maxblue Logo3050 €2,70 €2,90 €3,50 €4,50 €1, 2, 3, 6, 12k.a.bis zu 2.500 € Prämie bei DepotwechselZum Broker »
BörseDirect Logo30100 €3,75 €4,00 €4,75 €6,00 €1, 2, 3, 12nein-Zum Broker »

Was ist eine Aktie?

© scyther5 / iStock / Thinkstock

Eine Aktie ist ein Wertpapier. Sie wird von einem Unternehmen – einer Aktiengesellschaft – herausgegeben und an der Börse gehandelt. Anleger, die eine Aktie kaufen, werden zu Miteigentümern des Unternehmens, das die Aktie herausgibt. Sie dürfen auf der Hauptversammlung die Ausrichtung des Unternehmens mitbestimmen und profitieren bei Kursgewinnen und Dividendenausschüttungen.

Mit diesen 5 Kriterien finden Sie den passenden Broker für Aktien-Sparpläne

Wie viele und welche Aktien können bespart werden?

Allein über Xetra sind in Deutschland mehr als 1.000 Aktien handelbar. Die Anzahl der sparplanfähigen Aktien ist bei den meisten Brokern aber deutlich geringer. Oft beschränkt sich das Angebot auf die 30 Werte aus dem DAX. Dazu kommen ausgewählte internationale Titel. Wer einen Aktien-Sparplan einrichten will, ist also gut beraten, sich vorher zu informieren, welche Aktien er bei welchem Broker besparen kann.

Wie hoch ist die Mindestsparrate?

Wer einen Aktien-Sparplan einrichtet, muss verkraften können, dass regelmäßig Geld von seinem Konto in die Aktien fließt. Es ist wichtig, sich bei der Sparrate nicht zu übernehmen. Bei einigen Brokern lässt sich ein Aktien-Sparplan zum Glück schon ab einer Rate von 25 Euro einrichten.

In welchen Intervallen kann ein Aktien-Sparplan angelegt werden?

Hier gibt es je nach Broker viele Auswahlmöglichkeiten – von monatlich, über zweimonatlich, vierteljährlich, bis hin zu jährlich.

Wie hoch sind die Ordergebühren je Sparrate?

Bei jeder Ausführung eines Aktiensparplans werden Gebühren fällig. In der Regel handelt es sich um eine prozentuale Ordergebühr – beispielweise 2,5 Prozent vom Kurswert. Hinzu kann ein fester Betrag in Euro kommen. Wer Namensaktien kauft muss außerdem mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Werden Aktienbruchstücke oder nur ganze Aktien gekauft?

Anders als bei Fonds können bei Aktien eigentlich nur ganze Stücke gekauft werden. Anleger erwerben also immer mindestens eine Aktie und nicht eine halbe oder eine Viertelaktie. Das kann bei Aktien-Sparplänen zu Schwierigkeiten führen, da die Raten, die investiert werden, immer gleich hoch sind, während die Aktienkurse schwanken. Einige Broker erlauben für Aktien-Sparpläne darum doch den Kauf von Bruchstücken – und nehmen diese beim Verkauf auch wieder zurück.

Andere Broker räumen eine Toleranz ein. Liegt der Kurswert der Aktie beispielsweise nur 5 Prozent über der Sparrate, wird die Aktien dennoch gekauft. Manche Broker führen den Kauf aber schlicht nicht aus, wenn die Aktie teurer ist als die Rate.


Aktien selber kaufen oder Portfolio erstellen lassen?

Wer gerne in Aktien investieren möchte, sich aber nicht zutraut, das Portfolio selbst zu verwalten, der kann auf einen Robo-Advisor zurückgreifen. Robo-Advisor erstellen auf Grundlage der Risikoneigung des Anlegers ein Portfolio, das sie im Anschluss für den Anleger verwalten. Zwar setzen die meisten Anbieter auf ETFs, beim Robo-Advisor Solidvest kann jedoch direkt in Aktien investiert werden.

Mit Solidvest in ein Aktienportfolio investieren »


Welche Chancen und Risiken bestehen bei Aktien-Sparpläne?

Warum in einen Aktien-Sparplan einzahlen?

Aktiensparpläne bieten zahlreiche Vorteile. Mit einem Aktiensparplan investieren Anleger direkt in ein Unternehmen. Damit haben sie ein Stimmrecht und dürfen zur Hauptversammlung gehen, um beispielsweise Kritik am Unternehmen vorzubringen. Beim Kauf eines ETFs oder Fonds verbleibt das Stimmrecht hingegen bei der Fondsgesellschaft, die den ETF/Fonds herausgibt.

Die meisten großen Unternehmen zahlen ihren Anlegern zudem eine jährliche Dividende. Dabei handelt es sich um einen Anteilsbetrag vom Bilanzgewinne der Aktiengesellschaft. Die Dividende wird pro Aktie ausgezahlt und hat erheblichen Anteil an den Gewinnen, die Anleger mit Aktien machen können. Von 2010 bis 2017 lag die durchschnittliche Dividendenrendite der im DAX gelisteten Unternehmen bei 2,71 Prozent. Unsere Expertise zum Thema Dividenden zeigt deren große Bedeutung für Anleger.

Quelle: DAI

Ein Vorteil von Aktiensparplänen gegenüber Fondssparplänen ist zudem, dass Aktien keine Verwaltungsgebühren oder ähnliche Kosten verursachen. Wer in einen Fonds investiert, zahlt neben den Kosten beim Kauf auch laufende Managementkosten. Diese betragen in der Regel zwischen 1,00 und 2,00 Prozent p.a. Da Anleger mit einem Aktiensparplan jedoch direkt in ein Unternehmen investieren, entfallen die Kosten für den Fondsmanager.

Wer einen Aktiensparplan anlegt investiert außerdem regelmäßig. Das bedeutet, Anleger müssen sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um zu investieren oder ob sie besser noch warten sollen.

Es kann sogar zu einem Cost-Average-Effekt kommen. Bei Kursschwankungen der Aktie kaufen Anleger mit einem Sparplan bei fallenden Kursen mehr Anteile, bei steigenden Kursen weniger Anteile. So ergibt sich ein harmonisches Mittel. Je nach Kursentwicklung kann das günstiger sein als eine Einmalinvestition.

Welche Risiken bergen Aktien-Sparpläne?

Anders als bei Fonds und ETFs investieren Anleger bei einem Aktien-Sparplan nicht in ein breites Spektrum von Werten, sondern direkt in eine einzelne Aktie. Zwar bieten einige Anbieter die Möglichkeit, die Sparrate auf mehrere Aktien aufzuteilen. Dennoch beschränken sich Anleger damit auf eine Handvoll Werte, während sie beispielsweise mit einem ETF auf den MSCI World in über 1.000 Aktien von Unternehmen aus 23 Industrieländern und zahlreichen Branchen investieren.

Durch die geringe Streuung bei Aktiensparplänen, fallen Verluste stärker ins Gewicht. Darum ist es in jedem Fall zu empfehlen, Sparpläne für mehrere Aktien einzurichten, damit gegebenenfalls Gewinne bei der einen, Verluste bei der anderen abfangen können. Außerdem empfiehlt sich eine Aktiensparplan beispielsweise als Ergänzung eines ETF-Sparplans.

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Ein Aktiensparplan kann gegenüber einem Einzelinvestment zudem teurer sein. Das gilt vor allem im Vergleich zu großen Einzelinvestment. Wer bei der comdirect beispielsweise einmalig 10.000 Euro in eine Aktie anlegt, zahlt dafür 29,90 Euro. Wer hingegen einen Sparplan mit einer Rate von 100 Euro im Monat anlegt, ist schon nach 20 Raten (bzw. 2.000 Euro) bei Kosten von 30 Euro (Stand jeweils 30.04.2018).

Wie beliebt sind Aktien?

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) wertet jedes Jahr Daten zum Aktienbesitz in Deutschland aus. 2017 stieg die Anzahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds deutlich an. Von 8,977 Millionen machte sie einen Sprung auf 10,061 Millionen. Das entspricht einem 10-Jahreshoch.

Quelle: DAI

Die Zahl der Direktanleger stieg dabei ebenfalls deutlich. Waren es 2016 noch 4,376 Millionen, wuchs die Zahl 2017 auf 4,918 Millionen an.

Quelle: DAI

Bei der Betrachtung verschiedener Altersgruppen fiel auf, dass vor allem Deutsche ab 50 Jahren Aktien besitzen. Die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer nahm jedoch auch bei der Gruppe der 14- bis 39-Jährigen zu. Sie stieg von 1,952 Millionen 2016 auf 2,192 Millionen 2017.

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Sie möchten einen Sparplan anlegen, scheuen aber die Risiken von Einzelaktien? Dann könnten Fonds- oder ETF-Sparpläne die richtige Alternative für Sie sein!