ETF-Sparplan Vergleich

Mit ETF-Sparplänen lässt sich Stück für Stück ein kleines Vermögen aufbauen. Exchange Traded Funds, kurz ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Ziel eines ETF ist es, einen Index, z.B. den DAX so genau wie möglich nachzubilden. Da die Zusammensetzung bereits vorgegeben ist, ist kein Fondsmanager notwendig, der aktiv Wertpapiere analysiert kaufen bzw. verkaufen muss. Das spart Kosten für den Anleger. Mit einem ETF-Sparplan können außerdem Timing-Risiken vermieden werden und auf den Cost-Average-Effekt gesetzt werden. Welcher Online-Broker das beste Sparplan-Angebot bietet, sehen Sie in folgendem Vergleich.

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comdirect Logo62625 €0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €1, 2, 3135 ETFs für 0 Euro Ordentgelt im Sparplan. (4,0) |?|Zum Broker »
flatex Logo100050 €1,50 €1,50 €1,50 €1,50 €1, 3, 6, 12Über 250 ETFs ohne Ordergebühr handeln. (4,0) |?|Zum Broker »
netbank Logo10025 €0,95 €0,95 €0,95 €1,50 €1, 2, 3, 6, 12- (3,9) |?|Zum Broker »
Sparkassen Broker Logo60050 €1,25 €2,50 €6,25 €12,50 €1, 2, 3, 6Kein Orderentgelt für Deka ETFs und 50 DWS ETFs. (3,9) |?|Zum Broker »
ING Logo7141 €0,88 €1,75 €4,38 €8,75 €1, 2, 3150 gebührenfreie ETFs im Sparplan. (3,6) |?|Zum Broker »
DKB Logo67050 €1,50 €1,50 €1,50 €1,50 €1,2,3119 ETFs für nur 0,49 Euro je Sparplan-Ausführung. (3,5) |?|Zum Broker »
1822direkt Logo79050 €2,95 €2,95 €2,95 €2,95 €1- (3,6) |?|Zum Broker »
FondsSuperMarkt Logo900 (*Depot ebase)10 € (*Depot ebase)0,10 €0,20 €0,50 €1,00 €1, 3, 6, 12 (*Depot ebase)Bis zu 4.000 Eur bei Depotwechsel.n.v.Zum Broker »
BörseDirect Logo25050 €3,75 €4,00 €4,75 €6,00 €1, 2, 3, 12- (3,9) |?|Zum Broker »
FondsDiscount.de Logo626 (* Depot comdirect)25 € (* Depot comdirect)0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €1, 2, 3 (* Depot comdirect)Keine Depotgebühren (* Depot comdirect). n.v.Zum Broker »
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ETFs als Geldanlage immer beliebter

Einer Umfrage des Bankenverbandes aus dem Dezember 2019 zufolge haben Aktien und Fonds (und damit auch ETFs) am stärksten in der Gunst der Anleger gewonnen. So stieg der Anteil der Anleger, die Fonds bzw. ETFs zu ihren bevorzugten Anlageprodukten zählen, von 40 Prozent in 2019 auf 48 Prozent in 2020. Damit steht der Wunsch, Anteile an Fonds oder ETFs zu kaufen, an Platz 2 aller Anlageprodukte – hinter Immobilien, die mit 60 Prozent die Umfrage anführen.

Bevorzugte Anlegeprodukte 2019 und 2020 laut Umfrage des Bankenverbandes


Welche ETFs per Sparplan besparen?

Für Einsteiger empfehlen wir jedoch, sich auf ETFs zu konzentrieren, die möglichst weltweit getreute Indizes abbilden. Nachfolgend stellen wir Ihnen für zwei Anlagestrategien konkrete ETFs vor, mit denen sie diese Strategien umsetzen können:

Core-Strategie

Seit einiger Zeit positionieren sich sogenannte Core-ETFs am Markt. Diese wurden von iShares, dem weltweit größten Anbieter von ETFs, im Jahr 2014 etabliert. Dabei handelte es sich nicht um neue Fonds, sondern um bereits bestehende Fonds, die sich durch eine Gemeinsamkeit auszeichnen und den Namenszusatz „Core“ erhielten.

Der Begriff „Core“ ist hier am besten mit Kern oder Herzstück übersetzt. Core-ETFs bilden den Referenz-Index eins zu eins ab und halten die entsprechenden Papiere auch tatsächlich in der Verwahrung. Ein Core-ETF enthält keine Derivate auf den Index, oder ein völlig fremdes Papier. iShares bietet Core-ETFs für deutsche Anleger für acht Aktienindizes und zwei Anleiheindizes an.

Während die Aktien-ETFs die Gewinne nicht ausschütten, sondern wieder anlegen, thesaurieren, schütten die Anleihe-ETFs die Gewinne einmal jährlich aus. Mit der Wahl eines Core-ETF hat sich der Anleger bereits für eine Strategie entschieden – die Core-Strategie.

Musterdepot für Langfrist-Anleger

60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen – aus diesen beiden Komponenten besteht unsere Standardlösung für Langfristanleger. Der Aktienanteil wird dabei über den SPDR MSCI All Country World Index (ACWI) ETF abgedeckt, der Zugang zu Aktien aus 23 Industrie- und 26 Schwellenländern bietet. Den Anleiheanteil deckt der AMUNDI INDEX J.P. MORGAN GBI GLOBAL GOVIES ETF ab, mit dem Anleger in Staatsanleihen aus 13 Industrieländern investieren können:

Anlagevorschlag für ein sparplanfähiges ETF-Core-Portfolio aus Aktien und Anleihen

WKN/ISIN Name des ETF Gewich­tung TER Unsere Empfehlung
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A1JMDF / IE00B6R52259 iShares MSCI ACWI UCITS ETF – USD ACC 60% 0,60% ja, ab 25 EUR mtl.
A2H9Q3 / LU1737653631 Amundi J.P.Morgan GBI Global Govies 40% 0,20% ja, ab 25 EUR mtl., keine Ordergebühren
Gesamt 100,00% 0,40%

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Nachhaltigkeits-Strategie (ESG + Alternative Energien + Wasser)

Auch für Anleger, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt, haben wir ein Musterportfolio aufgebaut – diesmal zu 100 Prozent aus Aktien. Den Kern bilden zwei ETFs mit über 450 nach ESG-Kriterien ausgewählten Unternehmen aus den Emerging Markets sowie mit über 1.500 nach ESG-Kriterien ausgewählten Unternehmen aus den Developed Markets. Ergänzt wird dieser Kern (Core) um zwei Satelliten-Themen (Satellite) mit den jeweils 20 weltweit größten Unternehmen im Bereich „Alternative Energien“ sowie „Wasser“.

Infografik mit ETF-Sparplan-Musterportfolio nach ESG- und Nachhaltigkeitskriterien

Musterdepot

Umgesetzt wird unser nachhaltiges ETF-Sparplan-Portfolio durch diese vier Fonds:

  • Lyxor MSCI EM ESG Trend Leaders UCITS ETF
  • iShares MSCI World ESG Screened UCITS ETF
  • Lyxor New Energy UCITS ETF
  • Lyxor World Water UCITS ETF
WKN/ISIN Name des ETF Gewichtung TER Sparplanfähig bei
Zum comdirect Depot Zum Smartbroker-Depot
LU1769088581 Lyxor MSCI EM ESG Trend Leaders UCITS ETF 33,33% 0,30% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
IE00BFNM3K80 iShares MSCI World ESG Screened UCITS ETF 33,33% 0,20% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
FR0010524777 Lyxor New Energy UCITS ETF 16,67% 0,60% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
FR0010527275 Lyxor World Water UCITS ETF 16,67% 0,60% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
Gesamt 100,00% 0,37%

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Diversifiziertes Portfolio

Unser diversifiziertes Portfolio besteht aus Aktien, Gold, (Wandel-)Anleihen und Rohstoffen. Mit den Wandelanleihen ersetzen wir einen Teil der sonst zum Zuge kommenden Staats- oder Unternehmensanleihen. Ihr Vorteil: sie machen als Zwitter aus Aktien und Anleihen Aufschwünge am Aktienmarkt statistisch zu zwei Dritteln mit, Abschwünge aber nur zu einem Drittel. Das sorgt für eine niedrigere Volatilität bei aktienähnlicher Rendite.

ETF-Musterportfolio diversifiziert inkl. Gold und Rohstoffen

ISIN Name des ETF Anlage­klasse Gewichtung TER Unsere Empfehlung
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IE00B44Z5B48 SPDR MSCI ACWI Aktien 40% 0,40% ja, ab 25 Euro pro Monat
IE00BNH72088 SPDR Refinitiv Global Convertible Bond Wandel­anleihen 20% 0,50%
IE00BSKRJZ44 iShares USD Treasury Bond 20+yr Anleihen 20% 0,07%
DE000EWG2LD7 Euwax Gold II Gold 10% 0,50%
LU0249326488 Market Access Rogers International Commodity Index Rohstoffe 10% 0,60%
Gesamt 100% 0,38%

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Performance

Diese Performance bzw. Rendite hätte unser diversifiziertes Portfolio in den letzten ein, drei und fünf Jahren erzielt:

ISIN Name des ETF Gewich­tung Performance
1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
IE00B44Z5B48 SPDR MSCI ACWI 40% 0,13% 17,65% 40,94%
IE00BNH72088 SPDR Refinitiv Global Convertible Bond 20% 17,28% 25,24% 34,27%
IE00BSKRJZ44 iShares USD Treasury Bond 20+yr 20% 8,74% 26,76% 19,58%
DE000EWG2LD7 Euwax Gold II 10% 20,78% 50,11%
LU0249326488 Market Access Rogers International Commodity Index 10% -23,25% -20,07%
Gesamt 100% 5,01% 21,80% k.A.
Stand: 17.11.2020

Core-Satellite Strategie

Die Core-Satellite Strategie verknüpft zwei Risikoklassen miteinander – konservativ Core-ETFs und volatilere ETFs. Die Core-Fonds machen dabei den deutlich größeren Anteil am Portfolio aus und sorgen für eine möglichst hohe Stabilität für ein langsames, aber kontinuierliches Wachstum. Um den Core, das Herzstück des Portfolios, sind in klarer Unterzahl die Satelliten, Fonds mit höherem Chance-Risiko-Potenzial, gestreut. Diese bieten bei höherem Risiko ein überdurchschnittliches Kurssteigerungspotenzial.

Musterdepot für Langfrist-Anleger

Ein Beispiel für ein Depot, welches nach der Core-Satellite-Strategie aufgebaut ist, könnte folgendermaßen aussehen:

  • MSCI World (1.600 Aktien aus 23 Industrieländern)
  • Stoxx 600 Europe (600 Aktien der größten europäischen Unternehmen)
  • BCOM – Bloomberg Commodity Index (Rohstoffe)
  • iBoxx Europa (europäische Staatsanleihen)

Beispielportfolio für ETF-Sparplan mit Core-Satellite-Portfolio

WKN/ISIN Name des ETF Gewichtung TER Sparplanfähig bei
Zum comdirect Depot Zum flatex Depot
ETF110 / LU0392494562 ComStage MSCI World UCITS ETF 50% 0,20% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
ETF060 / LU0378434582 ComStage STOXX Europe 600 UCITS ETF 16,67% 0,20% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
A0JK68 / LU0249326488 Market Access Rogers International Commodity Index UCITS ETF 16,67% 0,70% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
A0H078 / DE000A0H0785 iShares Euro Government Bond Capped1.5-10.5yr UCITS ETF (DE) 16,67% 0,16% ja, ab 25 EUR mtl. ja, ab 25 EUR mtl.
Gesamt 100,00% 0,28%

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Bewertungen durch Anleger

Wie Anleger ihre ETF-Broker bewerten, fragen wir in unserer jährlichen Brokerwahl sowie laufend in unseren redaktionellen Tests ab. Welche ETF-Broker von Anlegern am besten bewertet werden, zeigt Ihnen unsere nachfolgende Auswertung:

Anbieter Anzahl der Bewertungen Gebühren Angebot Leistung Service Gesamt Antragslink
logo 2 5,00 5,00 5,00 5,00 5,00 Zum Broker »
logo 16 4,50 4,56 4,63 4,69 4,59 Zum Broker »
logo 95 4,26 4,71 4,60 4,71 4,57 Zum Broker »
logo 6490 4,91 4,07 4,31 4,60 4,47 Zum Broker »
logo 14 4,07 4,64 4,36 4,79 4,46 Zum Broker »
logo 7982 4,07 4,57 4,54 4,64 4,45 Zum Broker »
logo 112 4,55 4,49 4,13 4,18 4,34 Zum Broker »
logo 155 3,95 4,28 4,34 4,52 4,27 Zum Broker »
logo 16 4,25 4,19 4,25 4,38 4,27 Zum Broker »
logo 1 5,00 3,00 4,00 5,00 4,25 Zum Broker »
logo 102 4,11 4,28 4,17 4,38 4,24 Zum Broker »
logo 199 3,86 4,39 4,19 4,38 4,20 Zum Broker »
logo 111 3,59 4,37 4,24 4,53 4,18 Zum Broker »
logo 22 3,91 4,27 3,95 4,32 4,11 Zum Broker »
logo 49 4,16 4,04 4,10 4,14 4,11 Zum Broker »
logo 13 3,54 4,00 4,15 4,46 4,04 Zum Broker »
logo 115 3,73 4,32 4,01 3,96 4,00 Zum Broker »
Kategorie Gesamtstimmen Ø Gebühren Ø Angebot Ø Leistung Ø Service Ø Gesamt
15494 4,20 4,30 4,29 4,51 4,33

Wer ist der beste ETF-Broker?

Auch 2020 fand wieder die „Wahl zum Online-Broker des Jahres“ auf Brokervergleich.de statt. Neben den besten Online-Brokern wurden auch die besten Fonds- und ETF-Broker gesucht. Dafür wurden die Kunden befragt und ein redaktioneller Test durchgeführt. Am Ende kam es zu folgendem Ergebnis:

Platz 1: comdirect

Zum vierten Mal in Folge geht der Titel in der Hauptkategorie an die comdirect. Speziell die Kunden sind der Garant für den Erfolg, da sie der Direktbank immer wieder Bestnoten geben – in diesem Jahr für die breite Angebotspalette, das Leistungsspektrum sowie den Service. Da die Bewertungen im redaktionellen Teil diese Einschätzungen in der Regel teilen, ein verdienter 1. Platz.

Der Online-Broker des Jahres 2020, die comdirect, erzielte in der Gesamtwertung 4,44 Punkte und lag damit nur leicht unter dem Vorjahreswert. Wir gratulieren.

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Platz 2: Consorsbank

Am Ende war es ein Abstand von 0,01 Punkten, der den Ausschlag gab. Die Consorsbank arbeitet sich langsam an den Seriensieger heran, blieb aber 2020 mit wieder ganz leicht dahinter. Mehr als 10.000 Fonds, viele davon sparplanfähig sowie eine mehr als vielfältige Auswahl an ETFs lassen sich auf der Habenseite verbuchen. Die Redaktion vergibt zudem einen Top 3-Platz bei den Gebühren.

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Platz 3: Smartbroker

Für den Neueinsteiger Smartbroker reicht es auch bei den Fonds & ETFs für eine Top-3-Platzierung. Insbesondere der mit deutlichem Abstand gewonnene Gebührenbereich sorgt für diesen gelungenen Einstieg. Da Angebotspalette und Service ebenfalls mehrheitlich positiv bewertet wurden, hat sich der Berliner Online-Broker den Bronze-Rang verdient.

Unterm Strich reicht es für Smartbroker zu einer sehr guten Bewertung von 4,39 Punkten.

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Wie richte ich einen ETF-Sparplan ein?

Der Kauf von ETFs per Sparplan bzw. das Anlegen der Sparpläne erfordert einige wenige Schritte mehr als der Einmalkauf. Die folgende Infografik zeigt Ihnen, wie Sie einen ETF-Sparplan beim Broker ihrer Wahl einrichten:

Wie richte ich einen ETF-Sparplan ein?


Tipp: Nutzen Sie auch unsere Vergleiche für:


Unsere Ratgeber helfen Ihnen beim Einstieg in die eigene Geldanlage


 

Mit diesen 5 Kriterien finden Sie den passenden ETF-Broker für Sparpläne

1. Wie hoch ist die Anzahl sparplanfähiger ETFs?
In Deutschland können derzeit weit über 1.000 ETFs gehandelt werden. Nicht alle ETFs sind jedoch sparplanfähig. Manche Online-Broker bieten nur eine kleine Auswahl sparplanfähiger ETFs an. Im ETF-Sparplan Vergleich kann das Angebot der sparplanfähigen ETFs übersichtlich verglichen werden.

2. Wie hoch ist die Mindestsparrate?
Die Mindestsparrate gibt den kleinsten Betrag an, der in einen ETF-Sparplan investiert werden muss.

3. In welchen Intervallen kann ein ETF-Sparplan angelegt werden?
Je nach Online-Broker werden neben monatlichen Sparraten alternativ auch zweimonatige, vierteljährliche, halbjährliche und zwölfmonatige Sparraten angeboten.

4. Wie hoch sind die Ordergebühren je Sparrate?
Für das regelmäßige Sparen fallen bei Online-Brokern unterschiedliche Gebühren an. Die Transaktionskosten setzen sich entweder aus einem Fixpreis, einer prozentualen Ordergebühr der jeweiligen Sparrate oder einer Mischung der Variablen zusammen. Wie viel eine Sparrate in Höhe von 50 Euro, 100 Euro, 250 Euro oder 500 Euro kostet, wird mit einem Klick auf das jeweilige Auswahlfeld sichtbar.

5. Welchen Bonus bietet der jeweilige Online-Broker bei Neueröffnung eines Depots?
Für einen Depotwechsel bzw. die erstmalige Eröffnung eines Depots bieten die meisten Online-Broker attraktive Prämien. Welche Aktionen derzeit angeboten werden, sehen Sie in der Spalte Bonus.

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Wieso in einen ETF-Sparplan einzahlen?

Vorteile von ETFs

ETFs sind Indexfonds, d.h. sie bilden einen Börsenindex – etwa den Dax – nach. Sie sind weitaus günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Das hat vor allem zwei Gründe:

Zum Einen gibt es keinen Ausgabeaufschlag. Bei aktiv gemanagten Fonds macht dieser meist 2 bis 5 Prozent des Ausgabepreises aus. Diese Kosten entfallen komplett beim Erwerb eines ETFs.

Zum Anderen sind Verwaltungskosten niedriger. Auch das macht Sinn – bei aktiv gemanagten Fonds muss der Fondsmanager das Portfolio fortwährend überwachen und gegebenenfalls Positionen austauschen. ETFs hingegen bilden einen Index in der Regel eins zu eins ab, ein Eingreifen wird hier nur notwendig, wenn sich die Werte im zugrunde liegenden Index geändert haben.

Erfahren Sie hier mehr über ETFs »

So liegen die regelmäßigen Verwaltungskosten bei ETFs im Schnitt bei etwa 0,5 Prozent, bei aktiv gemanagten Fonds liegen sie hingegen bei knapp 2 Prozent. Welchen Unterschied alleine dieser Faktor macht, zeigen die folgenden Beispiele:

Diese Grafik zeigt die Verwaltungskosten von ETFs und aktiv gemanagten Fonds im Vergleich bei Einmalanlagen und im Sparplan

Diese Grafik zeigt die Verwaltungskosten von ETFs und aktiv gemanagten Fonds im Vergleich bei Einmalanlagen und im Sparplan

Nehmen wir an, Sie legen einmalig 10.000 Euro in einen ETF an und außerdem 10.000 Euro in einen aktiv gemanagten Fonds. Beide wachsen im Schnitt um 5 Prozent pro Jahr. Beim ETF fallen Verwaltungskosten von 0,5 Prozent p.a. an, beim aktiv gemanagten Fonds Kosten von 2 Prozent. Bereits nach zehn Jahren zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Während Sie mit dem ETF ein Vermögen von 15.669,93 Euro angehäuft haben, beträgt das mit dem aktiv gemanagten Fonds angehäufte Vermögen lediglich 13.493,54 Euro. Bei dem einen hatten Sie Verwaltungskosten von 800,16 Euro, bei dem anderen von 2976,55 Euro.

Fondsart ETF Aktiv gemanagter Fonds
Die Angaben berücksichtigen nur die Verwaltungsgebühren
Einmalanlage 10.000 Euro

10.000 Euro

Kosten p.a. 0,5 Prozent 2,0 Prozent
Kurszuwachs p.a. 5 Prozent 5 Prozent
Vermögen nach 10 Jahren 15.669,93 Euro 13.493,54 Euro
Verwaltungskosten nach 10 Jahren 800,16 Euro 2976,55 Euro
Effektive Rendite 4,17 Prozent (Interner Zinsfuß, IRR) 2,76 Prozent (Interner Zinsfuß, IRR)

Bei einem Sparplan sieht das Bild ähnlich aus. Nehmen wir an, Sie entscheiden sich für monatliche Raten von 100 Euro. Wachstum und Verwaltungskosten sind wie oben. Nach zehn Jahren haben Sie mit dem ETFs eine Vermögen von 15.176,51 Euro angehäuft, mit dem aktiv gemanagten Fonds ein Vermögen von 14.009,08  Euro. Die Verwaltungskosten betrugen beim ETF 416,42 Euro, beim aktiv gemanagten Fonds 1583,85 Euro.

Fondsart ETF Aktiv gemanagter Fonds
Die Angaben berücksichtigen nur die Verwaltungsgebühren
Sparplan 100 Euro/Monat

100 Euro/Monat

Kosten p.a. 0,5 Prozent 2,0 Prozent
Kurszuwachs p.a. 5 Prozent 5 Prozent
Vermögen nach 10 Jahren

15.176,51 Euro

14.009,08
Verwaltungskosten nach 10 Jahren 416,42 Euro 1583,85 Euro
Effektive Rendite 3,91 Prozent (Interner Zinsfuß, IRR) 2,58 Prozent Prozent (Interner Zinsfuß, IRR)

Geringes Risiko durch breite Streuung

Ein weiteres Argument für ETFs ist die breite Streuung, die das Risiko minimiert. Ein Index, der durch den ETF abgebildet wird, kann 30 Werte enthalten – wie das beim Dax der Fall ist –, es können aber auch 500 Werte sein. Wenn eine Position im Kurs fällt, muss sich deshalb der gesamte Index noch lange nicht negativ entwickeln.

Vom Cost-Average-Effekt profitieren – Vorteil eines ETF-Sparplans

Einen ETF-Sparplan einrichten heißt, in regelmäßigen Abständen einen festen Betrag in einen ETF einzahlen. Das bietet einen Vorteil gegenüber der Methode, zu unterschiedlichen Beträgen feste Mengen von Anteilen zu erwerben: den Cost-Average-Effekt. Denn durch die gleichbleibenden Raten erhalten Sie Ihre Anteile im Durchschnitt günstiger. Hochphasen, in denen Sie weniger Anteile für Ihr Geld erhalten, werden durch Tiefphasen, in denen Sie mehr Anteile erhalten, ausgeglichen, so dass sich langfristig ein Mittel einstellt.

Surftipp: Berechnen Sie die Sparrate für Ihren Fonds »

Folgendes Beispiel soll das verdeutlichen: Im Januar richten Sie einen Sparplan ein, in den Sie monatlich einen Betrag von 100 Euro einzahlen. Der Kurs des ETFs liegt im Januar bei 50 Euro, Sie erwerben für Ihr Geld demnach 2 Anteile. Im Februar steigt der Kurs auf 75 Euro, Sie erhalten 1,33 Anteile. Und im März schließlich erhalten sie bei einem Kurs von 100 Euro noch einen Anteil. Sie haben in den 3 Monaten also 4,5 Anteile für durchschnittlich 69,44 Euro erworben. Hätten Sie stattdessen einen Anteil pro Monat zum jeweils gültigen Preis gekauft, hätten Sie für die Anteile im Schnitt 75 Euro bezahlt.

Der Cost-Average-Effekt im Zeitraum von Januar bis März

Monat Kurs des ETF Kauf genau eines Anteils für: Sparrate von 100 Euro
Januar 50 Euro 50 Euro 2 Anteile
Februar 75 Euro 75 Euro 1,33 Anteile
März 100 Euro 100 Euro 1 Anteil
Cost-Average / Durchschnittskosten 3 Anteile für
75 Euro im Schnitt
4,33 Anteile für
69,28 Euro im Schnitt

ETF-Sparpläne und Vermögensaufbau

ETFs sind Wertpapiere und der Handel von Wertpapieren birgt immer auch Risiken. Die Entwicklung der Kurse lässt sich nicht vorhersagen. Beim Vermögensaufbau alleine auf ETFs zu setzen, ist darum nicht empfehlenswert. Allerdings gilt für alle Anlageformen: Das Risiko für Sie steigt, sobald Sie sich auf eine einzige beschränken.

Surftipp: Wie viel Sie jeden Monat für Ihre private Altersvorsorge zur Seite legen sollten »

Ein ETF-Sparplan macht also Sinn als Ergänzung zu klassischen Anlageprodukten. Tages- und Festgeld bringen in der aktuellen Niedrigzinsphase nur wenig Rendite. Liegt der jährliche Zinssatz unter der Inflationsrate, verliert Ihr Geld sogar an Wert. Ein Beispiel: Erhielten Sie für Ihr Geld überhaupt keine Zinsen, hieße das, es wäre in 30 Jahren nur noch die Hälfte Wert. Ein ETF-Sparplan bietet eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken.

Welchen ETF soll ich wählen?

Bei der Auswahl der ETFs kommt es darauf an, welche Ziele man mit der Anlage verfolgt und wie viel Risiko man bereit ist zu gehen. Darum können keine generellen Ratschläge gegeben werden.

Der passende Index

Eine beliebte Strategie ist jedoch die Core-Satellite-Strategie. Dabei wird das Portfolio so aufgebaut, dass es einen Kernbereich gibt, um den herum einige Satelliten platziert werden. Für den Kernbereich kommen vor allem Werte in Frage, die auf eine breite Streuung setzen, also ETFs die weltweit und in verschiedene Branchen investieren. Indizes, die dafür in Frage kommen, sind zum Beispiel:

  • DER MSCI World
  • Der Stoxx 600 Europe

Für den Kernbereich ebenfalls geeignet sind ETFs, welche die großen Länder-Indizes abbilden. Also etwa den:

  • DAX 30
  • S&P 500 oder Dow Jones
  • FTSE 100

Diese Werte können dann nach Belieben mit spezielleren ETFs – den Satelliten – ergänzt werden. In Frage kommen ETFs, die sich auf gewisse Branchen oder Märkte beschränken wie z.B. Biotechnologie, Rohstoffe oder Dotcom-Unternehmen. Das birgt ein höheres Risiko, aber auch mehr Renditepotential. Für viele Anleger ebenfalls attraktiv ist der MSCI Emerging Markets Index, in dem sich Aktien aus aufstrebenden Märkten wie China oder Indien befinden. Er eignet sich besonders als Ergänzung zum MSCI World. Beide Indizes sind auch bei RoboAdvisors sehr beliebt.

Diese Grafik zeigt die Core-Satellite-Strategie bei ETFs

Diese Grafik zeigt die Core-Satellite-Strategie bei ETFs

Surftipp: ETFs kaufen - so machen Sie es richtig »

Ausschüttend oder thesaurierend?

Bei ETFs kommt es – wie auch bei aktiv gemanagten Fonds oder Aktien – zu Dividendenausschüttungen. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie mit diesen verfahren werden kann: Entweder die Gewinne werden ausbezahlt oder sie werden wieder in den ETF investiert. Im ersten Fall spricht man von ausschüttenden, im zweiten Fall von thesaurierenden ETFs. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, für den empfehlen sich thesaurierenden ETFs. Bei diesen profitieren Anleger vom Zinseszinseffekt. Künftige Kurssteigerungen betreffen nicht nur die ursprünglich erworbenen Anteile am ETF, sondern auch die durch die Wiederanlage hinzugekommenen. Das steigert langfristig die Rendite. Ausschüttende ETFs sind hingegen für Anleger geeignet, welche die Gewinne gerne anderweitig investieren möchten.

Steuern

Ob ein ETF ausschüttend oder thesaurierend ist, im In- oder im Ausland aufgelegt wird, hat auch steuerliche Auswirkungen. Unkompliziert sind im Inland aufgelegte ETFs, egal ob ausschüttend oder thesaurierend. Im Ausland aufgelegte ETFs, vor allem thesaurierende, können jedoch die Mitarbeit des Anlegers verlangen. 2018 sollen die Regeln allerdings vereinfacht werden.

ETFs - so erfolgt die Besteuerung »

Voll replizierend oder synthetisch?

Eine weitere Frage spielt bei der Auswahl der ETFs eine Rolle: Handelt es sich um voll replizierende oder synthetische ETFs? Voll replizierende ETFs spiegeln den zugrundeliegenden Index eins zu eins wider, d.h. sie investieren tatsächlich in die Werte, die der Index enthält. Auch ihre Gewichtung entspricht der Gewichtung der Werte im Index.

Synthetische ETFs – auch Swap-ETFs genannt – bilden den zugrundeliegenden Index hingegen indirekt nach. Statt in die enthaltenen Werte zu investieren, fließt das Geld in einen Wertpapierkorb, in dem sich auch andere als die im Index enthaltenen Werte befinden können – bei einem synthetischen DAX 30-ETF bspw. Werte aus dem Dow Jones. Diesem Verfahren liegt ein Tauschgeschäft mit einem Finanzinstitut zu Grunde. Das Finanzinstitut verpflichtet sich dem ETF gegenüber, die Rendite des Index zu zahlen. Als Gegenleistung erhält das Finanzinstitut vom ETF eine Gebühr.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Voll replizierende ETFs haben mit hohen Kosten zu kämpfen, denn bei jeder Veränderung des zugrundeliegenden Index müssen Werte ge- oder verkauft werden. Außerdem kann es zum Beispiel zu Verzögerungen bei Dividendenzahlungen kommen. Auch der Vorteil dieser Methode ist jedoch klar: Anleger sind auf der sicheren Seite. Sie können sich darauf verlassen, dass der ETF die Werte des Index tatsächlich besitzt.

Diese Sicherheit bieten synthetische ETFs nicht. Anleger in synthetische ETFs müssen sich darauf verlassen, dass das Finanzinstitut, mit dem der Tauschhandel abgeschlossen wurde, zahlungsfähig ist. Geht es insolvent, kann es zu Ausfällen kommen. Sie sind jedoch durch gesetzliche Regelungen auf 10 Prozent des ETF-Vermögens beschränkt. Zudem werden für die Tauschgeschäfte oft zusätzliche Sicherheiten hinterlegt. Dadurch wird das Risiko für Anleger verringert. Es bestehen auch klare Vorteile: Kosten werden gespart, da weniger häufig Werte ge- und verkauft werden müssen. Die Abbildung des Index erfolgt effizienter.

Letztlich ist es also eine Abwägungsfrage, ob Anleger auf voll replizierende oder synthetische ETF setzen sollten. Es gibt keine grundsätzlichen Einwände gegen das eine oder das andere Verfahren.

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Tracking Error

Ein weiterer Faktor ist der Tracking Error. Der Tracking Error bezeichnet die Differenz zwischen der Rendite des ETF und der Rendite des Index, den er abbildet. Zu dieser Abweichung kann es zum Beispiel durch die verzögerte Auszahlung der Dividende an den ETF kommen. Je geringer der Tracking Error, desto besser der ETF.

TER (Gesamtkostenquote)

Auch die Kosten eines ETFs sind natürlich von Bedeutung. Hier spielt die Total Expense Ratio (TER) eine gewichtige Rolle. Diese Gesamtkostenquote enthält die Verwaltungskosten. Dazu zählen Ausgaben für das Management des Portfolios und für die Geschäftsführung und die Betriebskosten. Eine hohe TER schmälert die Rendite, darum sollten Anleger auf eine niedrige TER achten.

Liquidität

Auch die Liquidität spielt eine Rolle, also das Handelsvolumen des ETFs. Abhängig vom Handelsvolumen lässt sich ein ETF leichter oder weniger leicht kaufen und verkaufen.

Anbieter

Auch ein Blick auf den Anbieter lohnt, denn DAX-ETF ist nicht gleich DAX-ETF. Die Renditen von ETFs verschiedener Anbieter auf denselben Index können abweichen. Ein ETF von iShares auf den DAX kann also langfristig eine andere Rendite aufweisen als ein ETF von db x-trackers auf den DAX.

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