Warburg Navigator – Test und Erfahrungen

Warburg Navigator ist die digitale Vermögensverwaltung der Warburg Bank. Die Warburg Bank wurde 1798 in Hamburg gegründet und verfügt über 200 Jahre Erfahrung in der Investmentbranche. Sie verwaltet ein Vermögen von 39 Milliarden Euro.

Warburg Navigator lässt sich ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro nutzen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Kombination aus Robo-Advisor und Vermögensverwaltung einer Bank ist. Neben finanzmathematischen Methoden setzt Warburg Navigator also auf menschliche Expertise – ein ähnliches Modell findet sich beispielsweise bei ROBIN, dem Robo-Advisor der Deutschen Bank.

Kurzcheck – Alle Vorteile von Warburg Navigator auf einen Blick

Vorteile

  • Unabhängige Vermögensverwaltung mit Erlaubnis der BaFin
  • 200 Jahre Erfahrung in der Investmentbranche
  • 7 Risikoklassen
  • Kombination aus mathematischen Modellen und menschlicher Expertise
  • Investition in ETFs und aktiv verwaltete Fonds
  • Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien
  • Investition wird breit auf 24 Märkte gestreut

Anmerkungen

  • Mindestanlage 20.000 Euro
  • Depotführende Bank ist die Baader Bank
  • Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde

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Warburg Navigator im einzigen Echtgeld-Test Deutschlands

Unsere Redaktion führt seit Mai 2015 den einzigen Echtgeld-Test von Robo-Advisors am deutschen Markt durch. Echtgeld bedeutet, dass wir jedes Depot auch wirklich eröffnen, Geld einzahlen und so die tatsächliche Performance abzüglich Kosten und Gebühren ermitteln. Warburg Navigator haben wir Ende April 2019 neu aufgenommen.

Die Performance von Warburg Navigator

Quellen:

  • Eigene Berechnungen

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Performance August 2019 Gesamtperformance seit Mai 2019
(01.05.2019 bis 31.08.2019)
Stand 31.08.2019. Anlagestrategie: Ausgewogen
+0,2 % +1,9 %

Im Zeitraum vom 01.05.2019, dem Beginn der Testphase 2, bis zum 31.08.2019 hat sich der Depotwert um 1,9 Prozent erhöht. Im August 2019 war die Performance ebenfalls positiv – es gab ein Plus von 0,2 Prozent.

Warburg Navigator setzt auf langfristige Anlagekonzepte. Die bisherige Performance im Test ist darum noch wenig aussagekräftig. Sie soll lediglich als erster Eindruck dienen.

Die monatlichen Updates unseres Tests und die Performance von Warburg Navigator im Vergleich mit anderen RoboAdvisors finden Sie hier:

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Wie funktioniert Warburg Navigator?

Wie finde ich die passende Anlagestrategie?

Die passende Anlagestrategie ermittelt Warburg Navigator mit einem Fragebogen, in dem Anleger Fragen zu ihren Anlagezielen, ihrer Risikoneigung und ihren bisher gemachten Erfahrungen mit Wertpapieren beantworten. Der Anlagevorschlag kann kostenfrei und unverbindlich erstellt werden. Es empfiehlt sich, alle Fragen ehrlich zu beantworten.

Zunächst geht es um den Anlagehorizont. Auch wenn ein Zeitraum von mehreren Jahren gewählt wird, kann das investierte Kapital jederzeit abgezogen werden. Folgende Auswahlmöglichkeiten gibt es:

  • 1 bis 3 Jahre
  • 3 bis 5 Jahre
  • Mehr als 5 Jahre

Optional können Anleger ein Anlageziel angeben.

Im zweiten Schritt wird die Risikofreude der Anleger ermittelt. Es werden ihnen Fragen gestellt wie „Die Erhöhung von Renditechancen und die Vermeidung von Risiken sind konkurrierende Ziele. Was ist Ihnen wichtiger?“ Zu jeder Frage gibt es mehrere Auswahlmöglichkeiten.

Nun folgen Fragen zur finanziellen Situation der Anleger. Anzugeben sind beispielweise das monatliche Nettoeinkommen sowie die frei verfügbaren Mittel pro Monat. Warburg Navigator ist gesetzlich verpflichtet, diese Fragen zu stellen.

Haben Anleger alle Fragen beantwortet erhalten Sie Ihren Anlagevorschlag. Insgesamt gibt es sieben Risikostufen. Die ermittelte Risikostufe kann nicht manuell verändert werden. Ein Diagramm zeigt die Zusammenstellung des Portfolios. Außerdem wird die prognostizierte Wertentwicklung grafisch aufgearbeitet. Auch die Kosten werden aufgeführt. Mit einem Klick auf „Akzeptieren“ nehmen Anleger den Vorschlag an.

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Wie eröffne ich ein Depot?

Direkt im Anschluss an die Ermittlung des Anlagevorschlags kann das Depot eröffnet werden. Dafür ist zunächst eine Registrierung mit Vornamen, Namen, E-Mail-Adresse und Passwort erforderlich. Anschließend geben Anleger ihre persönlichen Daten, die Kontaktdaten, Kontodetails und Steuerdaten an. Sie sollten also die IBAN des Referenzkontos bereithalten sowie ihre 11-stellige Steueridentifikationsnummer. Die Identifikation geschieht über Video-Chat oder klassisch per PostIdent.

Ist Warburg Navigator eine „echte“ Vermögensverwaltung?

Warburg Navigator ist die digitale Vermögensverwaltung der Warburg Bank. Diese ist als Kapitalverwaltungsgesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin) registriert. Also solche besitzt sie auch eine Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung. Damit handelt es sich beim Warburg Navigator um eine echte Vermögensverwaltung.

Für Anleger ist das insofern relevant, als einige Robo-Advisors lediglich als Finanzanlagenvermittler auftreten. Diese dürfen nach dem Anlagevorschlag kaum mehr ins Portfolio eingreifen. Warburg Navigator darf das Portfolio hingegen aktiv gestalten und auf das aktuelle Marktgeschehen reagieren. Davon macht Warburg Navigator auch Gebrauch.

Wie funktioniert das Rebalancing bei Warburg Navigator?

Warburg Navigator misst das Risiko anhand der Value at Risk (VaR). Das Portfolio der Anleger wird kontinuierlich überwacht. Weicht es von den Risikovorgaben der Anleger ab, wird es umgeschichtet. Es gibt also keinen festen Zeitpunkt für Umschichtungen, stattdessen finden diese nach Bedarf statt.

Darüber hinaus passt Warburg Navigator das Portfolio nach Bedarf an die aktuelle Marktsituation an, betreibt also aktives Risikomanagement. Ergeben die volkswirtschaftlichen Einschätzungen der Experten von Warburg beispielweise, dass eine Rezession bevorsteht, kann Warburg Navigator darauf reagieren. So kann das Geld von einzelnen Anlageklassen abgezogen werden.

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Kann ein Sparplan zu jeder Zeit aufgestockt bzw. geändert werden?

Warburg Navigator bietet keine klassische Sparplanfunktion. Es kann jedoch ein Dauerauftrag zum Verrechnungskonto bei der Baader Bank eingerichtet werden. Die Mindestrate von 500 Euro ist jedoch sehr hoch angesetzt.

Gibt es ein Konto für Minderjährige?

???

Gibt es ein Gemeinschaftsdepot?

???

Kann Warburg Navigator von Selbständigen und Unternehmen genutzt werden?

???

Gibt es eine Mindestlaufzeit? Wie schnell ist das Geld verfügbar?

Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Die Wertpapiere können jederzeit veräußert und das Depot geschlossen werden. Im Rahmen der Kündigung entstehen keine Kosten.

Robo-Advisor Mindestlaufzeit / Kündigungsfrist Auszahlungen Dauer der Auszahlung Kosten Auszahlung / Kündigung
Stand: 26.04.2019
Warburg Navigator nein jederzeit k.a. kostenfrei

Wie werden die Gewinne steuerlich behandelt?

Auf die Gewinne wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer fällig. Diese behält die Baader Bank automatisch ein. Eine Steuerbescheinigung wird durch die Baader Bank zugestellt. Anleger können außerdem einen Freistellungsauftrag einreichen.

Welches Anlagekonzept steckt hinter Warburg Navigator?

Finanzmathematische Methoden kombiniert mit Kapitalmarktexpertise

Zentraler Bestandteil des Anlagekonzeptes von Warburg Navigator ist die Kombination moderner finanzmathematischer Methoden mit der Einschätzung von Kapitalmarktexperten. Die Anlageentscheidungen trifft ein Algorithmus. Täglich werden 2.000 Datenpunkte zur Analyse der aktuellen Marktsituation herangezogen. Auf dieser Grundlage setzt der Algorithmus das Portfolio zusammen steuert es aktiv.

Zugleich geben die Experten von Warburg Navigator volkswirtschaftliche Einschätzungen ab. Kommen sie beispielweise zu dem Ergebnis, dass eine Rezession bevorsteht, können sie den Algorithmus dahingehend beeinflussen, dass er etwa Kapital aus einzelnen Anlageklassen abzieht. Menschliche Expertise wird also mit moderner Technik kombiniert.

Dieser Ansatz unterscheidet Warburg Navigator von vielen anderen Robo-Advisors, die ausschließlich auf Algorithmen setzen. Es ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch ROBIN, der Robo-Advisor der Deutschen Bank.

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ETFs und aktiv gemanagte Fonds

© LightFieldStudios/ iStock/Getty Images

Ein weiterer Unterschied zu vielen anderen Robo-Advisors ist, dass Warburg Navigator neben ETFs auf aktiv gemanagte Fonds setzt. Dabei verschreibt sich Warburg Navigator dem Motto: „Passiv, wenn möglich, aktiv, wenn nötig.“ ETFs bilden passiv einen Index wie den MSCI World nach und sind durch diese Methode kostengünstiger als aktiv verwaltete Fonds. Bei aktiv verwalteten Fonds entscheidet ein Fondsmanager, in welche Werte investiert wird. Dadurch sind sie teurer als ETFs, es besteht jedoch die Möglichkeit den Markt zu schlagen, während sich ETFs immer nur mit dem Markt entwickeln. Bei Warburg Navigator kommen ausschließlich Fonds externer Verwalter zum Einsatz.

Global diversifiziert – 24 Märkte

Warburg Navigator legt Wert darauf, das Portfolio breit zu streuen. Es wird global in 24 Märkte investiert. Dadurch verringert sich das Risiko für Anleger, da die Abhängigkeit von einem einzigen Markt oder Standort sinkt.

4 Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien

Außerdem nutzt Warburg Navigator verschiedene Anlageklassen. Die ETFs und Fonds investieren in Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Bei höheren Risikoklassen kommen in der Regel verstärkt Aktien zum Einsatz, allerdings kann es je nach Marktsituation vorkommen, dass die Aktienquote stark reduziert wird.

Was kostet Warburg Navigator?

Fallen bei der Eröffnung eines Kontos Gebühren an?

Nein, es entstehen keine Kosten bei der Kontoeröffnung.

Gibt es einen Mindestanlagebetrag?

Ja, die Mindestanlage beträgt 20.000 Euro. Damit ist sie höher als bei den meisten Robo-Advisors auf dem deutschen Markt. Sie kann nach der Erstanlage in Schritten von mindestens 500 Euro erhöht werden. Auch hier ist die Hürde hoch gesetzt.

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Welche Kosten entstehen bei der Nutzung des Angebotes von Warburg Navigator?

Das Gebührenmodell ist übersichtlich gestaltet. Die Kosten setzen sich aus einer All-in-Fee und den Produktkosten zusammen. Die Höhe der All-in-Fee ist abhängig von der Anlagesumme:

  • Ab 20.000 Euro 1,00 Prozent p.a.
  • Ab 100.000 Euro 0,90 Prozent p.a.
  • Ab 250.000 Euro 0,80 Prozent p.a.

In der All-in-Fee sind inbegriffen: Depot- und Kontoführungsgebühren, Transaktionskosten und die Gebühr für die Verwaltung des Vermögens. Die Produktkosten für die Fonds und ETFs betragen im Schnitt 0,40 Prozent p.a.

Damit gehört Warburg Navigator zu den teureren Robo-Advisors auf dem deutschen Markt. Gerade bei niedrigeren Anlagesummen ist die All-in-Fee hoch. Auch die Produktkosten sind mit 0,40 Prozent p.a. vergleichsweise hoch, was daran liegt, dass neben kostengünstigen ETFs auch aktiv verwaltete Fonds zum Einsatz kommen.

Wie und wann werden die Gebühren berechnet?

Die Gebühren werden quartalsweise berechnet und vom Verrechnungskonto eingezogen.

Wie sicher ist Ihr Geld?

Die Warburg Bank wurde 1798 gegründet und ist die größte inhabergeführte Privatbank Deutschlands. Sie verwaltet ein Vermögen von 39 Milliarden Euro. Bei ihrer digitalen Vermögensverwaltung Warburg Navigator arbeitet sie mit der Baader Bank zusammen.

Die Baader Bank führt das Depot, auf dem die Wertpapiere der Anlieger gehalten werden. Die Baader Bank unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung Deutschlands bis 100.000 Euro je Kunde. Außerdem ist sie freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Darüber hinaus verfügt sie über einige Expertise im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung, da sie auch anderen Robo-Advisors wie Scalable Capital und PIXIT als Partnerbank dient.

Wertpapiere wie Fonds und ETFs zählen außerdem zum Sondervermögen. Im Falle einer Insolvenz der Baader Bank zählen sie nicht zur Insolvenzmasse. Sie können von den Anlegern herausgefordert und zu einem anderen Institut übertragen werden.

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Fazit

Warburg Navigator ist kein reiner Robo-Advisor. Die digitale Vermögensverwaltung der Warburg Bank setzt neben Algorithmen auf menschliche Expertise. Das Vertrauen in die menschlichen Fähigkeiten kommt auch in der Auswahl der Produkte zum Ausdruck, bei der Warburg Navigator nicht nur auf ETFs, sondern auch auf aktiv gemanagte Fonds setzt. Das macht den Warburg Navigator teurer als viele Konkurrenten. Auch durch die Mindestanlage von 20.000 Euro eignet sich die digitale Vermögensverwaltung vor allem für Anleger, die etwas mehr investieren wollen. Ob sich der Ansatz von Warburg Navigator auszahlt, wird letztlich unser Echtgeld-Test zeigen. Für Anleger, die bei der Vermögensverwaltung nicht ausschließlich auf Algorithmen setzen wollen und sich an den höheren Kosten nicht stören, lohnt sich ein Blick.

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