CARL – Test und Erfahrungen

CARL ist der Robo-Advisor des Bankhauses Spängler. Das Bankhaus Spängler wurde 1828 gegründet und ist die ältestes Privatbank Österreichs. Es verfügt über mehr als 190 Jahre Investmenterfahrung.

Den Robo-Advisor Carl können Anleger ab einer Anlagesumme von 30.000 Euro nutzen. Investiert wird in kostengünstige ETFs. Das Portfolio wird durch das Bankhaus Spängler rund um die Uhr überwacht. Eine Besonderheit gegenüber vielen anderen Robo-Advisors ist zudem, dass Anlegern ein persönlicher Berater zur Seite gestellt wird.

Kurzcheck – Alle Vorteile von CARL auf einen Blick

Vorteile

  • Unabhängiger Vermögensverwalter mit Erlaubnis der Finanzmarktaufsicht
  • 21 Anlagestrategien
  • Investition in 23 ETFs
  • Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Liquidität
  • Global diversifiziert
  • 190 Jahre Investmenterfahrung
  • Mit persönlichem Ansprechpartner

Anmerkungen

  • Zuständige Aufsichtsbehörde ist die Finanzmarktaufsicht Österreich
  • Mindestanlage 30.000 Euro
  • Österreichische Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde

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CARL im einzigen Echtgeld-Test Deutschlands

Unsere Redaktion führt seit Mai 2015 den einzigen Echtgeld-Test von RoboAdvisors am deutschen Markt durch. Echtgeld bedeutet, dass wir jedes Depot auch wirklich eröffnen, Geld einzahlen und so die tatsächliche Performance abzüglich Kosten und Gebühren ermitteln. CARL nehmen wir demnächst in diesen Test auf.

Zum Echtgeld-Test von RoboAdvisors in Deutschland »

Wie funktioniert CARL?

Wie finde ich die passende Anlagestrategie?

Um den Robo-Advisor CARL nutzen zu können, beantworten Anleger zunächst eine Reihe von Fragen, mit deren Hilfe ihre Risikoprofil bestimmt wird. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse geht es zunächst um die Anlageziele. Drei Fragen werden Anlegern dazu gestellt:

  • Welches Ziel verfolgen sie mit ihrer Vermögensanlage? (Vermögenserhalt, Vermögensaufbau oder deutliche Vermögenssteigerung)
  • Wie lange möchten sie ihr Geld veranlagen? (bis drei Jahre, drei bis fünf Jahre oder mehr als fünf Jahre)
  • Welche Anlagestrategie entspricht ihren Vorstellungen? (sicherheitsorientiert, ertragsorientiert, ausgewogen, gewinnorientiert oder dynamisch)

Diagramme zeigen sowohl die Zusammensetzung der Portfolios je nach Anlagestrategie als auch die historische Wertentwicklung. Haben die Anleger eine Option gewählt, geht es zum nächsten Schritt. Dort geben die Anleger Auskunft über ihre finanzielle Lage. Mithilfe von Schiebereglern können das monatliche Einkommen sowie die monatlichen Ausgaben eingestellt werden.

Im folgenden Schritt geht es um die Vermögenswerte der Anleger. Anleger können die Summe ihrer Finanzanlagen wie Barvermögen, Edelmetalle und Wertpapiervermögen einstellen. Mit einem weiteren Schieberegler geben sie an, wie hoch ihr frei verfügbares Vermögen ist.

Der Schritt Kenntnisse untergliedert sich in zwei Teile. Auf der ersten Seite kreuzen Anleger an, mit welchen Anlageformen sie Kenntnisse und Erfahrungen haben. Aufgeführt werden beispielweise Geldmarktveranlagungen, Aktien und Zertifikate. Auf der zweiten Seite geht es um die Frage, mit welchen Wertpapierdienstleistungen die Anleger vertraut sind – beispielweise mit der Portfolioverwaltung.

Haben Anleger all diese Angaben gemacht, wird der Anlagevorschlag erstellt. Ein Diagramm zeigt die mögliche Wertentwicklung in fünf und in zwanzig Jahren an. Außerdem sehen Anleger den Anteil von Unternehmensanleihen, Aktien Europa und co.

Auf der linken Seite kann der Veranlagungsbetrag eingestellt werden. Minimal sind 30.000 Euro möglich. Soll ein monatlicher Sparplan eingerichtet werden, kann auch die Rate dafür bestimmt werden. Ist den Anlegern der Aktien-Anteil im Vorschlag zu hoch, kann dieser in 5-Porzent-Schritten reduziert werden. Eine Erhöhung des Aktienanteils ist hingegen nicht möglich.

Nun können Anleger Kunden werden. Das ist online per VideoIdent-Verfahren möglich oder an sechs Standorten vor Ort. Nach der Vertragsunterzeichnung muss nur noch das Geld überwiesen werden. Dieses wird dann automatisch investiert.

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Wie läuft der Vertragsabschluss?

Der Vertragsabschluss besteht aus sieben Schritten. Im ersten Schritt geben Anleger ihre persönlichen Daten wie Name, Adresse und steuerliche Ansässigkeit an. Im zweiten Schritt geht es um die berufliche Tätigkeit, wie vom Finanzmarkt-Geldwäschegesetz verlangt. Im dritten Schritt geben Anleger ihre Kontoverbindung an. Im vierten Schritt legen sie ihre Zugangsdaten fest. Im fünften Schritt wählen sie das Legitimationsverfahren aus. Im sechsten Schritt erhalten Anleger eine Zusammenfassung ihrer Angaben, die sie schließlich zeichnen können.

Ist CARL eine „echte“ Vermögensverwaltung?

CARL ist der Robo-Advisor des Bankhauses Spängler. Da dieses seinen Hauptsitz in Österreich hat, ist auch die österreichische Finanzaufsicht für das Bankhaus zuständig. Bei dieser wird es als lizensierte Bank geführt. Zu den Konzessionen zählen unter anderem auch die „Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft)“.

Durch diesen Hintergrund kann CARL vollumfänglich als Vermögensverwalter tätig werden. Im Gegensatz zu Robo-Advisors, die lediglich Anlagevorschläge vermitteln, hat das den Vorteil, dass CARL aktiv in das Portfolio eingreifen und es an die Marktgegebenheiten anpassen kann.

Wie funktioniert das Rebalancing bei CARL?

Kommt es durch die Kursentwicklung einzelner Werte im Portfolio zu Abweichungen von den Risikovorgaben des Anlegers, wird das Portfolio durch Rebalancing wieder an die Risikovorstellungen des Anlegers angepasst. CARL überwacht das Portfolio des Anlegers rund um die Uhr. Bei Bedarf passt der Robo-Advisor es an die aktuellen Marktbedingungen an. CARL spricht dabei von taktischer Asset Allocation. So findet ein kontinuierliches Risikomanagement statt. Im Durchschnitt wird das Portfolio einmal im Monat angepasst.

Kann ein Sparplan zu jeder Zeit aufgestockt bzw. geändert werden?

Ja, der Sparplan ist flexibel änderbar. Ein Sparplan kann aber einer Rate von 100 Euro im Monat eingerichtet werden.

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Gibt es ein Konto für Minderjährige?

Derzeit gibt es kein Konto für Minderjährige.

Gibt es ein Gemeinschaftsdepot?

Ein Gemeinschaftsdepot kann eröffnet werden. Allerdings nicht online, sondern nur an einem der Standorte.

Gibt es eine Mindestlaufzeit? Wie schnell ist das Geld verfügbar?

Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Eine Auflösung des Kontos ist jederzeit möglich.

Robo-Advisor Mindestlaufzeit / Kündigungsfrist Auszahlungen Dauer der Auszahlung Kosten Auszahlung / Kündigung
Stand: 25.03.2019
CARL nein jederzeit ein bis zwei Bankarbeitstage kostenfrei

Wie werden die Gewinne steuerlich behandelt?

Die Gewinne unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Das Bankhaus Spängler, das hinter CARL steht, behält diese Steuer für deutsche Anleger nicht ein. Darum müssen Anleger die Gewinne in der Jahressteuererklärung (Anlage KAP) angeben. Das Bankhaus Spängler stellt bei Bedarf einen Steuerbericht bereit.

Welches Anlagekonzept steckt hinter CARL?

Global diversifiziertes Portfolio

Um das Risiko für Anleger gering zu halten, setzt Carl auf eine breite Streuung der Geldanlage. Das Portfolio wird global diversifiziert. Dabei investiert Carl auch in Wachstumsregionen. Insgesamt wird in 91 Ländern angelegt.

Regelbasierter und prognosefreier Investmentansatz

CARL setzt auf einen regelbasierten und prognosefreien Investmentansatz. Es wird eine trendbasierte Investmentstrategie genutzt. Dabei wird versucht, kurz-, mittel-, und langfristige Bewegungen an den Märkten zu nutzen.

Persönliche Betreuung

Obwohl CARL ein Robo-Advisor ist, bei dem ein Algorithmus zum Einsatz kommt, wird jedem Anleger ein persönlicher Berater zur Seite gestellt. Er kann online genauso erreicht werden wie vor Ort und betreut den Anleger in allen Dingen, die dieser benötigt – beispielsweise in Fragen zur Online-Vermögensverwaltung und anderen Produkten aus dem Angebot. Die Kosten für den persönlicher Betreuer sind in der All-in-Gebühr inbegriffen.

Investition in kostengünstige ETFs

Bei CARL kommen ausschließlich ETFs zum Einsatz. Zum Zeitpunkt des Tests vertraute CARL auf insgesamt 23 ETFs. Diese werden von Fondsgesellschaften wie ComStage, Xtrackers, iShares, Lyxor, Amundi und HSBC herausgegeben.

Zu den Vorteilen von ETFs zählt, dass sich mit ihnen eine breite Streuung erreichen lässt. Außerdem verursachen sie weniger Kosten als aktiv gemanagte Fonds. Das liegt daran, dass sie passiv einen Index abbilden.

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Anlageklassen: Aktien, Anleihen und Liquidität

Die ETFs im Portfolio von CARL sind in die Anlageklassen Aktien, Anleihen und Liquidität investiert. Je höher die gewählte Risikoklassen, desto höher der Anteil der ETFs, die in Aktien investiert sind. Bei niedrigeren Risikoklassen wird mehr in Anleihen investiert.

21 Risikostufen für ein individuell angepasstes Portfolio

Das Portfolio ist individuell auf die Risikoneigung des Anlegers eingestellt. Das Risikoprofil wird im Rahmen eines Fragebogens ermittelt. Insgesamt gibt es 21 Risikostufen, die den Aktienanteil im Portfolio widerspiegeln – von 0 bis 100 Prozent in 5-Prozent-Schritten.

Was kostet CARL?

Fallen bei der Eröffnung eines Kontos Gebühren an?

Die Eröffnung eines Kontos bei CARL ist kostenfrei. Es entstehen keine Gebühren.

Gibt es einen Mindestanlagebetrag?

Der Mindestanlagebetrag ist 30.000 Euro. Im Vergleich zu anderen Robo-Advisors ist die Hürde für eine Anlage damit hoch. Ein Sparplan kann ab einer monatlichen Rate von 100 Euro eingerichtet werden.

Welche Kosten entstehen bei der Nutzung des Angebotes von CARL?

Bei CARL fallen eine All-in-Gebühr und ETF-Kosten an. Die All-in-Gebühr ist gestaffelt. Wie viel Anleger zahlen, hängt von der Höhe des Anlagebetrages ab.

  • 1,25 Prozent p.a. ab 30.000 Anlagevolumen
  • 0,95 Prozent p.a. ab 300.000 Euro Anlagevolumen

In der All-in-Gebühr sind die Vermögensverwaltung, die persönliche Betreuung, die Konto- und Depotführung sowie die Transaktionskosten enthalten. Als weitere Kosten fallen nur die ETF-Gebühren an. Diese betragen im Schnitt 0,25 Prozent p.a.

Im Vergleich zu anderen Robo-Advisors ist die All-in-Gebühr von 1,25 Prozent für Anlagen ab 30.000 Euro teuer.

Wie und wann werden die Gebühren berechnet?

Die Berechnung geschieht vierteljährlich. Die Gebühren werden dem Verrechnungskonto belastet.

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Wie sicher ist Ihr Geld?

Hinter dem Robo-Advisor CARL steht das österreichische Bankhaus Spängler. Es wurde 1828 gegründet und verfügt über 190 Jahre Erfahrung in der Investmentbranche. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die österreichische Finanzaufsicht. Bei dieser wird das Bankhaus Spängler als lizensierte Bank geführt.

Einlagen auf dem Verrechnungskonto unterliegen dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (ESAEG). Sie sind durch die gesetzliche Einlagensicherung Österreichs bis 100.000 Euro je Anleger geschützt.

Bezüglich der Sicherheit und Seriosität des Angebots haben wir keine Bedenken.

Fazit

Zwar ist der Robo-Advisor CARL noch jung, doch hinter ihm stehen die 190 Jahre Investmenterfahrung der Bankhauses Spängler. Anders als viele andere Robo-Advisors setzt CARL nicht nur auf einen Algorithmus, sondern auch auf persönliche Betreuung. Wem ein Ansprechpartner wichtig ist, der ist hier an der richtigen Stelle.

Seine Dienste lässt CARL sich dafür etwas mehr Kosten. Mit 1,25 Prozent p.a. der Anlagesumme für Anlagen unter 300.000 Euro gehört er zu den teureren Robo-Advisors. Mit 30.000 Euro ist die Mindestanlage zudem hoch.  

Die ETFs selbst verursachen nur 0,25 Prozent Kosten p.a. und ermöglichen eine breite Streuung. Ob sich die fast 200 Jahre Erfahrung in der Performance widerspiegeln, klären wir demnächst im Echtgeld-Test.

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Erfahrungsberichte

Gesamtbewertung

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