Mischfonds-Renditerechner

In keinem anderen Land Europas ist der Anteil von Mischfonds am gesamten Fondsvermögen so hoch wie in Deutschland. Laut Statistik des Branchenverbandes BVI liegen 47 Prozent des Fondsvermögens deutscher Anleger in Mischfonds. Europaweit beträgt der Anteil durchschnittlich nur 20 Prozent:

Aufteilung des Fondsvermögens in einzelnen Ländern Europas

Warum erzählen wir Ihnen das?

Mischfonds investieren das Geld der Anleger in mehrere Anlageklassen – von Aktien über Anleihen bis hin zu Rohstoffen und Immobilien. Dabei überwiegen Aktien und Anleihen als Anlageklassen und darin liegt auch das Problem aktiv gemanagter Mischfonds: ihre laufenden Kosten und die eventuell vereinbarte Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements schmälern die Rendite. Während die Fondsgesellschaften an Mischfonds in der Regel gut verdienen, kommt beim Anleger meist nur eine mickrige Rendite an.

Wie setzt sich die Rendite eines Mischfonds zusammen?

Die Gesamtrendite eines Mischfonds setzt sich vereinfacht zusammen aus der gewichteten Rendite der einzelnen Anlageklassen multipliziert mit deren Anteil am Fondsvermögen. Für einen Mischfonds, der in Aktien und Anleihen investiert, ermittelt sich die Rendite wie folgt:

Gesamtrendite = (Rendite am Aktienmarkt x Anteil Aktien) + Rendite am Anleihenmarkt x Anteil Anleihen)

Legt der Fonds sein Geld zu 50 Prozent in Aktien und zu 50 Prozent in Anleihen an und bringen es Aktien auf 5,0 sowie Anleihen auf 2,0 Prozent Rendite pro Jahr, so ergibt das eine Gesamtrendite von:

5,0% x 50% + 2,00% x 50% = 3,5%

Mischfonds-Renditerechner

Von dieser Rendite gehen nun die Verwaltungs- und die oft erhobenen erfolgsabhängigen Gebühren ab und genau hier kommt unser Mischfonds-Renditerechner ins Spiel. Er soll Anlegern aufzeigen, um welchen Prozentsatz zwei simple ETFs günstiger sind (einer auf Aktien und einer auf Anleihen). Die Rendite der ETFs sowie ihren Anteil am Fondsvermögen nehmen wir der Vergleichbarkeit als identisch mi den Renditen bzw. Anteilen von Aktien und Anleihen des Mischfonds an. Die Unterschiede offenbaren sich bei den Kosten und Gebühren:

  Mischfonds ETF
Aufteilung der Anlageklassen
 
Kosten und Gebühren


Erwartete Rendite vor Kosten
   
Erwartete Rendite nach Kosten und Gebühren
   
   
Minderung der Rendite durch Kosten und Gebühren
   

Berechnen >>

In der Voreinstellung unseres Rechners ist für den Mischfonds eine Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, kurz TER) von 1,50 Prozent sowie eine Erfolgsbeteiligung für das Fondsmanagement von 10 Prozent am Ertrag pro Jahr vorgesehen. Bei den ETFs hingegen betragen die Gesamtkosten 0,30 Prozent pro Jahr – ein Wert, den Core-ETFs der großen Anbieter sogar noch deutlich unterbieten können.

Von den 3,50 Prozent Gesamtrendite aus dem oben genannten und im Rechner voreingestellen Beispiel gehen nun beim Mischfonds 1,85 Prozent Kosten und Gebühren ab (1,50 Prozent TER + 10 Prozent Erfolgsbeteiligung an der Rendite von 3,50 Prozent). Bei den ETFs kommen wir auf einen Abzug von 0,30 Prozent.

Von den 3,50 Prozent Rendite des Mischfonds bleiben nach Kosten und Gebühren nur noch 1,65 Prozent übrig. Das bedeutet im Umkehrschluss: 52,86% der erwirtschafteten Rendite gehen für die Kosten und Gebühren des Fondsmanagements drauf.

Bei den ETFs hingegen bleiben von den 3,50 Prozent Rendite nach Kosten und Gebühren 3,20 Prozent übrig. Die laufenden Kosten mindern die Bruttorendite also lediglich um 8,57 Prozent.

Unser Fazit, unsere Empfehlungen

Und jetzt wissen Sie auch, warum wir Mischfonds eher skeptisch betrachten und Anlegern zu einer Kombination aus zwei breit aufgestellten ETFs raten, die Sie entweder per Einmalkauf oder Sparplan über ein eigenes Depot erwerben können. Die Alternative zum eigenen Depot wäre ein Depot bei einem der zahlreichen Robo-Advisor, der nach Ihren Vorstellungen die Depotaufteilung in Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen vornimmt und dabei mit 0,50 bis 1,00 Prozent Gebühren pro Jahr noch deutlich günstiger als viele Mischfonds ist.

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