Aktionäre und Anleger in Deutschland

Jedes Jahr veröffentlicht das Deutsche Aktieninstitut (DAI) Statistiken zur Anzahl der Aktionäre und Anleger in Deutschland. Wir haben uns die wichtigsten Zahlen einmal angesehen und stellen Ihnen nachfolgend nicht nur die absoluten Werte, sondern auch Veränderungen auf Jahresbasis bzw. kumuliert seit 1998 vor:

Aktueller Stand:

Die Jahreszahlen 2021 des Deutsche Aktieninstitut (DAI) sind nun verfügbar und zeigen Überraschendes: Trotz Anstieg des DAX um 15,8 Prozent auf einen neuen Höchststand hat sich der Börsenhype spürbar abgemildert. Die Zahl der Aktionäre sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt nunmehr ca. 7,3 Prozent. Hoffnung macht ein Blick auf die jungen Aktiensparerinnen und Aktiensparer. Während in den mittleren Altersgruppen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war, lag die Altersgruppe 14 bis 29 Jahre beim Zuwachs der Aktionäre vorn. Dazu passt, das Neobroker wie z.B. Scalable Broker und finanzen.net zero gezielt die junge Zielgruppe ansprechen und mit ausgefeilten Apps und Ordergebühren ab 0 Euro einen einfachen und günstigen Einstieg in den Börsenhandel ermöglichen.

 

Anzahl der Aktionäre und Anleger

Die Basisdaten für unsere Statistiken sind die vom DAI veröffentlichten Angaben zur Anzahl der Aktionäre und Anleger in Deutschland. Unter Anleger wird dabei die Gesamtheit aus Besitzern von Aktien, Aktienfonds und Mischfonds verstanden. Deren Entwicklung sehen Sie hier:

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Quellen:

Veränderung auf Jahresbasis

Wie hat sich die Anzahl der Aktionäre und Anleger gegenüber dem Vorjahr geändert? Diese Frage beantwortet unsere nachfolgende Statistik – ebenfalls basierend auf der jährlichen Veröffentlichung des Deutschen Aktieninstituts:

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Quellen:

Veränderung seit 1998

Aus den vom DAI veröffentlichten Zahlen haben wir in einem ersten Schritt die Veränderung der Anzahl der Aktionäre und Anleger seit 1998 abgeleitet. Diese Werte zeigen uns, wie sich die Beliebtheit der Geldanlage in Aktien und Fonds bei den deutschen Privathaushalten entwickelt hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwar die Gesamtzahl der Anleger deutlich erhöht hat, dies jedoch ausschließlich auf die Kappe der Fondsanleger (Aktien- und Mischfonds) geht. Die Anzahl der Aktionäre liegt auch nach der längsten Phase steigender Kurse in der Geschichte des DAX und dem anschließenden Börsen-Hype durch die Corona-Pandemie zwar knapp über dem Wert von 1998, jedoch deutlich unter den Zahlen von 2000 und 2001:

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Quellen:

Aktionäre und Anleger versus Performance des DAX

In einem nächsten Schritt stellen wir die Entwicklung der Anzahl der Aktionäre und Anleger der Kursentwicklung des DAX als deutschem Leitindex seit 1998 gegenüber und schauen uns an, ob die Zahlen über- oder unterproportional steigen, was auf eine zu- bzw. abnehmende Beliebtheit von Aktien und Fonds als Geldanlage hinweisen würde:

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Quellen:

Seit 1998 ist der DAX in der Spitze um mehr als 210 Prozent gestiegen. Die Zahl der Aktionäre hingegen lag selbst im DAX-Rekordjahr 2021 nur knapp 14 Prozent über dem Wert von 1998 und noch immer fast 17 Prozent unter dem Wert aus 2000. Das bedeutet: viel zu wenig Verbraucher in Deutschland nutzen die Chancen und Aktien und Aktienfonds als Geldanlage. Gut: 2020 zeigte die Kurve deutlich nach oben. Viele Verbraucher nutzten den Börsencrash durch die Corona-Pandemie, um in den Aktienmarkt einzusteigen. Indes ging die Zahl der Aktionäre 2021 wieder um drei Prozent zurück.

Sind die Anlegerzahlen zyklisch?

Die Betrachtung der Entwicklung des DAX-Kursstandes und der Anzahl der Anleger bzw. Aktionäre brachte uns zu der Frage: Investieren Anleger eigentlich zyklisch oder eher antizyklisch? Bei zyklischem Investieren müsste die Anzahl der Anleger parallel zur Performance des DAX im jeweiligen Kalenderjahr steigen oder fallen. Bei antizyklischem Investieren müsste die Zahl der Anleger in den Jahren nach großen Kursrutschen am meisten zunehmen.

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Quellen:

Wie wir den Zeitreihen entnehmen können, handeln deutsche Privathaushalte eher zyklisch – und zwar gleich zweifach zum eigenen Nachteil: nach größeren Kursrückgängen wenden sich viele Anleger vom Aktienmarkt ab und erst nach längeren Phasen steigender Kurse nehmen die Zahlen der Anleger und Aktionäre wieder spürbar zu. Besonders gut zu sehen ist das im Jahr 2008, als sowohl Kurse als auch Anlegerzahlen fast im Gleichschritt gesunken sind. In der darauffolgenden Erholung der Jahre 2009 und 2010 hingegen blieb der Zuwachs der Anlegerzahlen deutlich hinter dem des DAX zurück.

Spannend ist ein Blick auf das Jahr 2020. In diesem Jahr wuchs die Zahl der Anleger zum ersten Mal seit Jahren deutlich stärker als der DAX. Obwohl auch der DAX über das Gesamtjahr stieg, zeigt der Blick ins Detail, dass sich viele Anleger diesmal antizyklisch verhielten. Denn vor allem während des Börsen-Crash im März und in den Folgemonaten wurden viele Depots eröffnet und viel investiert.


Weiterführende Informationen

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