Aktionäre und Anleger in Deutschland

Jedes Jahr veröffentlicht das Deutsche Aktieninstitut (DAI) Statistiken zur Anzahl der Aktionäre und Anleger in Deutschland. Wir haben uns die wichtigsten Zahlen einmal angesehen und stellen Ihnen nachfolgend nicht nur die absoluten Werte, sondern auch Veränderungen auf Jahresbasis bzw. kumuliert seit 1998 vor:

Aktionäre und Anleger – Anzahl

Die Basisdaten für unsere Statistiken sind die vom DAI veröffentlichten Angaben zur Anzahl der Aktionäre und Anleger in Deutschland. Unter Anleger wird dabei die Gesamtheit aus Besitzern von Aktien, Aktienfonds und Mischfonds verstanden. Deren Entwicklung sehen Sie hier:

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Quellen:

Aktionäre und Anleger – Veränderung gegenüber 1998

Aus den vom DAI veröffentlichten Zahlen haben wir in einem ersten Schritt die Veränderung der Anzahl der Aktionäre und Anleger seit 1998 abgeleitet. Diese Werte zeigen uns, wie sich die Beliebtheit der Geldanlage in Aktien und Fonds bei den deutschen Privathaushalten entwickelt hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwar die Gesamtzahl der Anleger deutlich erhöht hat, dies jedoch ausschließlich auf die Kappe der Fondsanleger (Aktien- und Mischfonds) geht. Die Anzahl der Aktionäre liegt auch nach der längsten Phase steigender Kurse in der Geschichte des DAX noch deutlich unter den Zahlen aus 1998:

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Quellen:

Aktionäre und Anleger versus Performance des DAX

In einem nächsten Schritt stellen wir die Entwicklung der Anzahl der Aktionäre und Anleger der Kursentwicklung des DAX als deutschem Leitindex seit 1998 gegenüber und schauen uns an, ob die Zahlen über- oder unterproportional steigen, was auf eine zu- bzw. abnehmende Beliebtheit von Aktien und Fonds als Geldanlage hinweisen würde:

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Quellen:

Seit 1998 ist der DAX in der Spitze um mehr als 150 Prozent gestiegen. Die Zahl der Aktionäre hingegen lag selbst im DAX-Rekordjahr 2017 noch immer fast 20 Prozent unter dem Wert aus 1998. Das bedeutet: viel zu wenig Verbraucher in Deutschland nutzen die Chancen und Aktien und Aktienfonds als Geldanlage.

Sind die Anlegerzahlen zyklisch?

Die Betrachtung der Entwicklung des DAX-Kursstandes und der Anzahl der Anleger bzw. Aktionäre brachte und zu der Frage: investieren Anleger eigentlich zyklisch oder eher antizyklisch? Bei zyklischem Investieren müsste die Anzahl der Anleger parallel zur Performance des DAX im jeweiligen Kalenderjahr steigen oder fallen. Bei antizyklischem Investieren müsste die Zahl der Anleger in den Jahren nach großen Kursrutschen am meisten zunehmen.

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Quellen:

Wie wir den Zeitreihen entnehmen können, handeln deutsche Privathaushalte eher zyklisch – und zwar gleich zweifach zum eigenen Nachteil: nach größeren Kursrückgängen wenden sich viele Anleger vom Aktienmarkt ab und erst nach längeren Phasen steigender Kurse nehmen die Zahlen der Anleger und Aktionäre wieder spürbar zu. Besonders gut zu sehen ist das im Jahr 2008, als sowohl Kurse als auch Anlegerzahlen fast im Gleichschritt gesunken sind. In der darauffolgenden Erholung der Jahre 2009 und 2010 hingegen bleib der Zuwachs der Anlegerzahlen deutlich hinter dem des DAX zurück.