Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschland misst das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Es beschreibt den Gesamtwert aller Güter, die in Deutschland als Endprodukte erzeugt werden. Die Daten werden quartalsweise als prozentuale Entwicklung gegenüber dem Vorquartal angegeben. Sie sind saison- und kalenderbereinigt.

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Quellen:

Was sagen die Zahlen aus?

Das BIP zeigt die aktuelle Lage der Wirtschaft an – ob sie wächst oder schrumpft. Es genießt große Aufmerksamkeit, beeinflusst die Märkte in der Regel aber nur moderat, da diese bereits Frühindikatoren zur Einschätzung der Lage herangezogen haben.

Update August 2020: -9,7 Prozent – Statistisches Bundesamt korrigiert Zahlen für das zweite Quartal

Das BIP ist im zweiten Quartal 2020 nicht ganz so stark eingebrochen, wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung angegeben hatte. Der tatsächliche Rückgang betrug nicht 10,1 Prozent, sondern „nur“ 9,7 Prozent.

Update Juli 2020: Stärkster Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen

Im zweiten Quartal 2020 sank das BIP um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das ist der stärkste Rückgang seit 1970, als die quartalsweise Veröffentlichung des BIP begann. Selbst während der Finanzkrise war das BIP nie mehr als 4,67 Prozent (erstes Quartal 2019) zurückgegangen.

Damit zeigen sich die Auswirkungen der Coronakrise im zweiten Quartal 2020 noch deutlicher als im ersten Quartal, als der Rückgang 2,2 Prozent betrug. Das ist wenig verwunderlich, setzten viele der drastischen Maßnahmen wie die Schließung von Restaurants, Kinos und Geschäften erst Mitte März ein.

Für das zweite Halbjahr gehen viele Experten von einer Erholung der Wirtschaft aus. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Zahl der Infizierten in Deutschland niedrig bleibt und die Maßnahmen gegen Corona nicht wieder verschärft werden.

Update August 2019: BIP sinkt um 0,1 Prozent

Im zweiten Quartal 2019 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland einen Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Vor allem die Exporte gingen zurück. Grund hierfür ist nicht zuletzt der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Damit steht die deutsche Wirtschaft kurz vor einer Rezession. Von einer Rezession spricht man, wenn das Bruttoinlandsprodukt zweimal in Folge zurückgeht.

Ein Konjunkturpaket wird von Bundeskanzlerin Angela Merkel derzeit jedoch abgelehnt. Bereits im dritten Quartal 2018 ging das BIP um 0,2 Prozent zum Vorquartal zurück. Eine Rezession wurde damals nur knapp abgewendet. Im vierten Quartal 2018 war das BIP unverändert gegenüber dem Vorquartal geblieben.  

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