Wirecard-Urteil: Aktionäre gehen wohl leer aus
Donnerstag den 24.11.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews
Rund 22.000 Aktionäre warten im Rahmen der Wirecard-Insolvenz auf Schadenersatz. Allerdings dürfte ihnen das erste Gerichtsurteil (Aktenzeichen 29 O 7754/21) nicht besonders gefallen. Laut der 29. Zivilkammer des Landgerichts München I gehen die Aktionäre nämlich leer aus, da sie nicht als Gläubiger gelten. Dementsprechend haben sie auch nicht die Möglichkeit Schadensersatzansprüche als Forderung beim Insolvenzverwalter Michael Jaffé geltend zu machen. Die Richterin wies darauf hin, dass der Umstand, dass die Aktionäre gegebenenfalls vom Unternehmen getäuscht worden sind, nicht von Belang ist.



Nun ist es also doch entgegen allen Beteuerungen der NURI-Geschäftsführung passiert: Das Krypto Fintech NURI (e-Bitwala) wird liquidiert. Die Hoffnung, das Geschäft mithilfe eines neuen Eigners, der bereit gewesen wäre, dass in Insolvenz befindliche Unternehmen zu retten, hat sich damit endgültig zerschlagen. Die Frage, die sich nun stellt, ist Jene, wie es nun für die noch bei NURI existenten Kunden bestellt ist?
Steigende Leitzinsen, hohe Inflationsraten und Energiepreise jenseits der Schmerzgrenze – für viele Anleger ein „Schrecken“ mit ungewissem Ende. Entsprechend sind die Börsen kurstechnisch weiter im Sinkflug. In der Performance der 26 Robo-Advisor im Echtgeld-Test von Brokervergleich.de schlug sich die anhaltend schlechte Lage mit Ergebnissen zwischen -0,4 und -6,8 Prozent im September 2022 nieder.
Zugang für Alle zum Kapitalmarkt – unabhängig vom Budget. Das ist das Motto von Trade Republic. Nun bietet der Neobroker als zweiter Anbieter seiner Klasse den Erwerb von Bruchstücken an Aktien an, deren Kauf Anlegern bislang vielleicht zu teuer war.
Zu einem Preis von 82,50 Euro sind die Aktien der Porsche AG am vergangenen Donnerstag, 29. September 2022, an der Frankfurter Börse gestartet. Mit der größten Erstemission seit der Deutschen Telekom im Jahr 1996 konnte der Mutterkonzern Volkswagen knapp 9,4 Milliarden Euro einnehmen. Nach einer kurzen Schwächephase zu Beginn kann der Kurs der Aktie mittlerweile die große Euphorie, die vor dem Börsengang herrschte und die sich auch in der mehrfachen Überzeichnung der Aktie ausdrückte, bestätigen.
Für den medizinischen Gebrauch ist Cannabis in Deutschland bereits seit 2017 legal. Im kommenden Jahr könnte die Droge auch für den Freizeitkonsum erlaubt sein. Dies sieht zumindest ein für den Herbst geplanter Gesetzesentwurf vor. Sollte Deutschland als erstes Land in der Europäischen Union Cannabis als Genussmittel freigeben, wird das Marktvolumen im ersten Jahr auf 16 Milliarden Euro geschätzt. Einen großen Teil davon würden sich gerne die großen kanadischen Cannabis-Unternehmen sichern, die im eigenen Land mit massiven Problemen zu kämpfen haben.
Volkswagen möchte seine Tochter, die Porsche AG, am 29. September an die Börse bringen. Die Zeichnungsfrist hat am heutigen Dienstag, 20. September, begonnen und läuft noch bis zum 28. September 2022. Angeboten werden knapp 114 Millionen Aktien zu einem Preis von 76,50 bis 82,50 Euro pro Stück. Bei erfolgreichem Börsengang könnte der Bruttoerlös für Volkswagen bei 8,71 bis 9,39 Milliarden Euro liegen. Das wäre die größte Neuemission seit der Deutschen Telekom im Jahr 1996. Doch es gibt auch kritische Stimmen.