CFD-Broker im Vergleich

Mit CFDs können Sie Volumina handeln, die Ihren Kapitaleinsatz um ein Vielfaches übersteigen. Die Preisbildung von CFDs ist einfach und transparent. Des Weiteren bieten CFDs die Möglichkeit sowohl von steigenden als auch von fallenden Kurse zu profitieren. CFDs werden außerbörslich gehandelt, Ihre Differenzkontrakte schließen Sie direkt mit einem CFD-Broker ab.

CFD-Broker ohne Nachschusspflicht vergleichen

Eine Übersicht empfehlenswerter CFD-Broker finden Sie hier in unserem Vergleich, in welchem wir ausschließlich CFD-Broker ohne Nachschusspflicht aufführen. Beachten Sie bitte unseren Risikohinweis zum Handel mit CFDs sowie unsere Ausführungen zu den Kriterien, nach denen unsere Redaktion entscheidet, welche Anbieter überhaupt den Weg in unseren Vergleich finden:

BrokerMindest-
einzahlung
Max.
Hebel
Spreads z.B.Transaktions-
kosten
Finanzierungs-
kosten
Sicherungs-
systeme
Mobile
Trading
 
Alle im Vergleich aufgeführten Broker führen die Kundengelder auf segregierten Konten.
Alle Angaben im CFD-Vergleich ohne Gewähr.
Unsere Empfehlungen
GKFX Logozum Test »0 EUR400Aktien CFDs variabel, DAX ab 1 Punktgebührenfrei2,00% p.a. +/- LIBORStop-Loss, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen (insg. über 500 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
comdirect Logozum Test »0 EUR100Aktien CFDs: nein, 1:1 Basiswert am; DAX: 2 PunkteAktien CFDs: 0,10% min. 9,90EUR,
Futures: ab 0,01% min. 9,90EUR
3,00 % p.a. +/- EONIAStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Index-Futures, Indizes, Rohstoffe, Zinsen, Währungen (insg. über 1.100 Basiswerte)    Einlagensicherung: 100.000 EURDemokonto: ja
fxFLAT Logozum Test »200 EUR200Aktien CFDs variabel, DAX: 0,8 PunktAktien-CFDs 0,09 %, alles andere gebührenfrei2,50 % +/- LIBORStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinsen, Währungen, ETFs, Anleihen (insg. über 8.500 Basiswerte)    Einlagensicherung: 20.000 EUR oder 50.000 GBPDemokonto: ja
ADMIRAL MARKETS Logozum Test »200 EUR200Aktien CFDs variabel, DAX: 1 PunktAktien-CFDs 0,07 % (min. 7 EUR), alles andere gebührenfrei3,00 % p.a.Stop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen (insg. ca. 100 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
CMC Markets Logozum Test »0 EUR200Aktien CFDs variabel, DAX: ab 1 PunktAktien-CFDs ab 0,06 % (min. 5 EUR)2,50 % p.a. +/- LIBORkeine Nachschuss-pflicht, Stop-Loss garantiertjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen, Anleihen (insg. über 10.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
Weitere Broker
IG Logozum Test »0 EUR200variabel und fix, DAX: 1,0 PunkteAktien-CFDs ab 0,05 % (min. 5 EUR)2,50 % p.a. +/- LIBORStop-Loss garantiert, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinssätze, Währungen, ETFs, ETCs, Anleihen, Sektoren (insg. über 15.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
Consorsbank Logozum Test »0 EUR100variabel und fix, Aktien CFDs: 1:1, DAX Spot 2,0 PunkteAktien CFDs 0,10% min. 9,95 EUR,
Futures: ab 0,01% min. 9,95 EUR
3,5 % p.a. +/- Währungszinskeine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Futures, Währungen, Anleihen (insg. über 1.250 Basiswerte)    Einlagensicherung: 100.000 EURDemokonto: ja
flatEX Logozum Test »1000 EUR100Aktien CFDs variabel, DAX: 2 PunkteAktien-CFDs 0,05 % (min. 5 EUR), Index-Futures 0,02%, DAX-Future 0,01%2,25 % p.a. + EONIAStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss- pflicht jaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinsen, Währungen, ETFs (insg. ca. 1200 Basiswerte)    Einlagensicherung: 100.000 EURDemokonto: ja
ETXCapital Logozum Test »0 EUR100Aktien CFDs variabel, DAX: 1 Punktgebührenfrei2,50 % p.a. +/- LIBORStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen, ETFs, Anleihen (insg. über 4.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
Smart Markets Logozum Test »0 EUR400Aktien CFDs variabel, DAX: 0,8 PunkteAktien-CFDs ab 0,1 % (min. 10 EUR), alles andere gebührenfrei2,50 % p.a. +/- LIBORStop-Loss garantiert, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Währungen (insg. über 12.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
RoboForex Logozum Test »0 EUR500variabel, DAX ab 1,0 Punktegebührenfrei (außer Robo.ECN)Swap-PunkteStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Edelmetalle, Energien (insg. ca. 8.400 Basiswerte)    Einlagensicherung: 20.000 EURDemokonto: ja
LYNX Logo4000 EUR200Aktien CFDs variabel, DAX: 1 PunktAktien-CFDs 0,10 % (min 5,80 EUR), Index-CFDs ab 0,01 % (min 3 EUR), alles andere gebührenfrei1,50 % p.a. +/- EONIAStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen (insg. über 3.400 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
direktbroker-FX Logozum Test »100 EUR200variabelAktien-CFD Flat Fee ab 2,95 EUR, Devisen: 2,5 EUR pro Lot-Stop-Loss, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen, Futures (insg. ca. 1.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 20.000 EURDemokonto: ja
s broker Logozum Test »0 EUR50Aktien CFDs variabel, DAX: 2 PunkteAktien- CFDs 0,1 %, DAX- und Index-Futures 0,01 bzw. 0,02 % (je min. 8,99 EUR)3,5 % p.a. +/- WährungszinsStop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtneinZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Futures, Währungen, Anleihen (insg. über 1.200 Basiswerte)    Einlagensicherung: 100.000 EURDemokonto: ja
WHSelfinvest Logozum Test »2500 EUR100Aktien CFDs variabel, DAX: 1 PunktAktien, ETF-CFDs 4,50 EUR + 0,054 %, Index-, Rohstoff-CFDs 3 EUR2,50 % p.a. +/- LIBORStop-Loss, Stop-Out, garantierter Stop, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen, ETFs (insg. über 5.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
ayondo markets Logozum Test »0 EUR100Aktien CFDs variabel, DAX: 1 Punktgebührenfrei2,00 % p.a.Stop-Loss garantiert, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinsen, Währungen, ETFs, Anleihen (insg. ca. 100 Basiswerte)    Einlagensicherung: 50.000 GBPDemokonto: ja
BDSwiss Logozum Test »200 EUR100variabel, Ger 30 ab 1,0Aktien-CFDs 0,1 %, alles andere gebührenfreik.A.Stop-Loss, keine Nachschuss- pflichtjaZum Broker »
Anleihen, Indizes, Rohstoffe (insg. 50 Basiswerte)    Einlagensicherung: 20.000 EURDemokonto: ja
XTB Logozum Test »0 EUR200variabel und fix, DAX ab 0,7PunkteAktien- und ETF-CFDs ab 0,08 % (min. 8 EUR)Swap-PunkteStop-Loss garantiert (im Basic-Modell), Stop-Loss, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen, ETFs, Optionen (insg. ca. 3.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 3.000 EUR (100%), 22.000 EUR (90%)Demokonto: ja
Markets.com Logozum Test »100 EUR300Aktien CFDs variabel, DAX: 1,2 PunkteAktien-CFDs 0,1 %, alles andere gebührenfrei-Stop-Loss, Stop-Out, keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen (insg. über 2.000 Basiswerte)    Einlagensicherung: 20.000 EURDemokonto: ja
24option Logo100 EUR400variabelgebührenfreik.A.keine Nachschuss-pflichtjaZum Broker »
Aktien, Rohstoffe, Währungen, Kryptowährungen (insg. ca. 150 Basiswerte)    Einlagensicherung: 20.000 EURDemokonto: ja

Risikohinweis: Der Handel mit CFDs ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust Ihrer gesamten Kapitaleinlage führen. Möglicherweise gibt es Kontoarten, bei denen Verluste das eingesetzte Kapital übersteigen können. Der gehebelte Handel mit CFDs ist eventuell nicht für Sie geeignet! Informieren Sie sich darum ausführlich, wie der CFD-Handel funktioniert. Sie sollten keine Gelder einsetzen, deren Verlust Sie im schlimmsten Fall nicht verkraften könnten. Stellen Sie sicher, dass Sie alle mit dem CFD-Handel verbundenen Risiken verstanden haben. Der Inhalt dieser Webseite darf NICHT als Anlageberatung missverstanden werden! Wir empfehlen, sofern notwendig, sich von unabhängiger Stelle beraten zu lassen.

Welche Broker finden sich in unserem Vergleich und wie kommt deren Reihenfolge zustande?

Die Reihenfolge der CFD-Broker in unserem Vergleich basiert auf dem Ergebnis unseres redaktionellen Tests im Rahmen unserer jährlich durchgeführten Brokerwahl. Die bei der Brokerwahl zu 50 Prozent ins Ergebnis eingehende Bewertung der CFD-Broker durch deren Kunden wurde bei Gleichstand oder starker Abweichung der Bewertung als zusätzliches Kriterium berücksichtigt.

Anhand folgender Bewertungskriterien entscheidet unsere Redaktion darüber, welche CFD-Broker überhaupt in unseren Vergleich aufgenommen werden:

  • Regulierung (BaFin, FCA, CySec, CSSF, Ausnahme KNF bei XTB); Registrierung einer deutschen Niederlassung bei der BaFin
  • Deutliche Risikohinweise zum CFD-Handel auf Seiten der Broker und Finanzdienstleister
  • Keine Nachschusspflicht, entsprechend der aktuellen Gesetzeslage
  • Transparente Darstellung der Abläufe und des Backgrounds des Anbieters; falls Introducing Broker/Finanzdienstleister: welche Broker sind Partner und wie sind diese reguliert
  • Seriösität (positive Historie am Markt, glaubhafte Präsenz und Berichterstattung in Foren sowie Fachmedien, nur Anbieter mit Erfahrung und nennenswertem Kundenstamm)

Allgemein bewerten wir CFD-Broker in den Hauptkategorien Gebühren, Angebot, Leistungen sowie Service & Sicherheit. Bestandteile der Wertung sind z.B.:

  • Angebot im CFD-Handel
  • Höhe der Gebühren und Transparenz der Aufschlüsselung
  • Margin-Anforderungen
  • Handelsinstrumente
  • News, Research/Analysemöglichkeiten
  • Erreichbarkeit, Servicequalität, deutschsprachige Ansprechpartner
  • Schnell auffindbare, klar formulierte AGB
  • Regulierung, Anlegerschutz, Einlagensicherheit

Wer ist der beste CFD-Broker?

Im Rahmen der Brokerwahl von Brokervergleich.de werden jedes Jahr auch die besten CFD-Broker gekürt. In das Ergebnis fließen sowohl die Stimmen der Kunden als auch die Bewertung durch unsere jeweils anteilig mit 50 Prozent ein. 2017 wurden auf diese Weise folgende Gewinner ermittelt:


CFD-Broker des Jahres 2017

Platz 1: Admiral Markets

Zum zweiten Mal geht der Award „CFD-Broker des Jahres“ an Admiral Markets. Der erfahrene Online-Broker punktet auch 2017 mit niedrigen Gebühren und einem breiten Leistungsspektrum (darunter z. B. ein Demokonto, Analysetools, hoher Hebel).

Der Spezialist für CFD- und Forex-Anlagen erhält im Durchschnitt 4,45 von 5,00 möglichen Punkten. Ein starker Wert auf Vorjahresniveau.


CFD-Broker des Jahres 2017 2. Platz

Platz 2: comdirect

Die comdirect drängt 2017 im Bereich der CFD-Anlagen wieder nach vorne und landet schließlich auf dem 2. Platz. Die Quickborner sind sicherlich nicht die günstigsten, allerdings mit einem durchdachten Angebot an CFDs (unter anderem über 1.100 Basiswerte) und den Vorzügen einer Vollbank ausgestattet.

Vergeben werden 4,33 von 5,00 Punkten an die comdirect – ein Wert, der sich sehen lassen kann!


CFD-Broker des Jahres 2017 3. Platz

Platz 3: FXFlat

Den dritten Platz in der Kategorie „CFD-Broker“ sichert sich der Vorjahreszweite FXFlat. Fast hätte es wieder zum zweiten Platz gereicht. FXFlat kommt auf 4,28 Punkte und ist der comdirect dicht auf den Fersen. Enge Spreads und ein enorm großes Angebot an CFDs haben sowohl die Kunden als auch die Redaktion überzeugt.

So schafft es FXFlat auf 4,28 von 5,00 möglichen Punkten. Wir gratulieren!


Was sind CFDs?

CFDs (Contracts for Difference, zu deutsch Differenzkontrakte) zählen zur Gruppe der so genannten Derivate oder derivativen Finanzinstrumente. Sie ermöglichen es Anlegern, auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswertes (etwa einer Aktie, eines Index, eines Rohstoffes) zu setzen, ohne den zugrunde liegenden Basiswert kaufen zu müssen. Die genaue Funktionsweise von CFDs erläutern wir interessierten Lesern in unserem Ratgeber „Was sind CFDs?„.

Aus der Tatsache, auf Kursbewegungen eines Basiswertes setzen zu können, ohne diesen erwerben zu müssen, resultieren einige Vorteile:

Vorteile von CFDs und CFD-Trading

  • CFDs sind sehr kosteneffizient, da keinerlei Depotgrundgebühren, Ordergebühren oder Kommissionen anfallen.
  • Mit CFDs können auch Bruchteile eines Basiswertes gekauft werden. Damit können Anleger einem Basiswert auch mit geringem Einsatz proportional folgen.
  • Über CFDs erhalten Anleger Zugang zu Finanzmärkten, die ihnen in der Form sonst so nicht zur Verfügung stehen würden (das gilt insbesondere für Rohstoff- und Währungsmärkte).

Risiken des CFD-Tradings

Das Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht hat den CFD-Handel sicherer gemacht. Dennoch ist der Handel weiterhin sehr riskant. Im schlimmsten Fall kann es zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens kommen.

Eines der Kennzeichen des CFD-Handels ist der Handel mit Hebel. Bei manchen Brokern lässt sich der Hebel auf bis zu 1:500 einstellen. Schließt ein Trader einen CFD mit Hebel auf einen Basiswert ab, muss er nur einen Bruchteil dessen, was der Basiswert in diesem Moment Wert ist, als Sicherheitsleistung (im Englischen als Margin bezeichnet) hinterlegen. Das unterscheidet den Abschluss eines CFD beispielsweise vom Kauf einer Aktie.

Steht eine Aktie bei einem Kurs von 100 Euro zahlt der Aktienkäufer diese 100 Euro (plus Ordergebühren). Schließt ein Trader hingegen einen CFD mit dem Hebel 1:10 auf dieselbe Aktie ab, hinterlegt er nur zehn Euro als Sicherheitsleistung.

Steigt die Aktie auf 110 Euro, hat der CFD-Trader zwar 10 Euro und damit 100 Prozent Gewinn gemacht. Sinkt die Aktie auf 90 Euro, hat der Trader sein gesamtes eingesetztes Kapital von 10 Euro verloren, also einen Verlust von 100 Prozent eingefahren. Das wird als Hebelwirkung oder Leverage-Effekt bezeichnet.

Diese Hebelwirkung, welche Kursschwankungen des Basiswertes verstärkt, macht den CFD-Handel so riskant. Wer einen CFD anschließt, sollte sich vorher genau über den Basiswert informieren und sich stets bewusst sein, dass er das komplette eingesetzte Kapital verlieren kann.

CFD-Broker ohne Nachschusspflicht

Die Nachschusspflicht, der so genannte Margin Call, war lange Zeit eines der Risiken beim CFD-Trading. Bei unerwarteten Ereignissen wie der plötzlichen Abwertung des Schweizer Franken konnten Anleger aufgrund der Hebelwirkung von CFDs vor Verlusten stehen, die ihren ursprünglichen Einsatz überstiegen.Dies ist nun jedoch nicht mehr möglich. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Dezember 2016 bekanntgegeben, dass sie CFDs mit Nachschusspflicht verbieten will. Broker und andere Betroffene konnten sich bis zum 20. Januar 2017 dazu äußern. Insgesamt gab es 30 Stellungnahmen. 11 davon kamen von CFD-Brokern und einem Anbieterverband. Vier sprachen sich für die Maßnahme, acht dagegen aus.

Am 08.05.2017 erließ die BaFin eine Allgemeinverfügung, die CFDs mit Nachschusspflicht verbietet. Das bedeutete, alle CFD-Broker mussten ein Sicherheitssystem einrichten, welches die Verluste der Trader beschränkt. Es dürfen keine Forderungen über die hinterlegte Sicherheitsleistung hinaus mehr von den Tradern verlangt werden. Den Brokern wurde drei Monate Zeit gegeben, um die Vorgaben umzusetzen.

Seit dem 10.08.2017 gilt das Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht. Spätestens zu diesem Termin haben alle Broker ihre Konten entsprechend umgestellt. Bei CMC Markets ging das zudem mit einer Änderung der Margins einher. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist jedoch weiterhin möglich. Welche zusätzlichen Sicherungssysteme die CFD-Broker anbieten, zeigt unser Vergleich in der Spalte „Sicherungssysteme“.

Weiterführende Informationen zur Regulierung im CFD-Handel:

Die Auswirkungen des Hebels beim CFD-Handel

Der Reiz des Handels mit CFDs besteht für viele Anleger in der bereits beschriebenen Hebelwirkung. Doch diese Hebelwirkung kann in beide Richtungen ausschlagen. Wie stark dabei der Ausschlag sowohl in positiver als auch in negativer Richtung ist, hängt vom Kursanstieg bzw. Kursverlust des Basiswertes und dem Hebel zusammen, der sich als Kehrwert der Margin errechnet (Hebel = 1 / Margin). Um diese Auswirkungen zu veranschaulichen, haben wir nachfolgend eine Tabelle für verschiedene Kursänderungen und Hebel online gestellt:

  Anleger
A B C D E F G
Eingesetztes Kapital 1.000 €
Margin 100% 50% 25% 10% 5% 2% 1%
Positionsgröße 1.000€ 2.000€ 4.000€ 10.000€ 20.000€ 50.000€ 100.000€
Hebel 1 2 4 10 20 50 100
Ausrichtung der Position Long (Anleger setzen auf steigende Kurse)
Gewinn bei Kursanstieg um 1% 10€ 20€ 40€ 100€ 200€ 500€ 1.000€
Gewinn bei Kursanstieg um 2,5% 25€ 50€ 100€ 250€ 500€ 1.250€ 2.500€
Gewinn bei Kursanstieg um 5% 50€ 100€ 200€ 500€ 1.000€ 2.500€ 5.000€
Gewinn bei Kursanstieg um 10% 100€ 200€ 400€ 1.000€ 2.000€ 5.000€ 10.000€
Verlust bei Kursrückgang um 1% -10€ -20€ -40€ -100€ -200€ -500€ -1.000€
Verlust bei Kursrückgang um 2,5% -25€ -50€ -100€ -250€ -500€ -1.250€ -2.500€
Verlust bei Kursrückgang um 5% -50€ -100€ -200€ -500€ -1.000€ -2.500€ -5.000€
Verlust bei Kursrückgang um 10% -100€ -200€ -400€ -1.000€ -2.000€ -5.000€ -10.000€
Quelle: eigene Berechnungen

CFD-Broker und CFD-Handel immer beliebter

CFDs sind eine Erfindung aus den 1990er Jahren. Mit ihnen wollten nach Auskunft des deutschen CFD-Verbandes Hegde-Fonds Leerverkäufe auf Aktien durchführen, ohne die damals fällige britische Börsensteuer entrichten zu müssen. In Deutschland sprang als erstes großes Institut die Postbank 2008 auf die CFD-Schiene auf, gefolgt vom S-Broker der Sparkassen 2011.

Wachstum des CFD-Handelsvolumens in Deutschland

Seitdem wuchsen sowohl Handelsvolumen als auch die Anzahl von CFD-Konten und Transaktionen. So stieg das CFD-Handelsvolumen im 3. Quartal 2015 um über 55 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2014. 2016 kam es hingegen das erste Mal zu einem Rückgang. Das Volumen sank um 21,4 % auf 435,4 Milliarden Euro:

Die Entwicklung des CFD-Handelsvolumens in Deutschland zeigt einen beschleunigten Zuwachs bis 2015. 2016 ging das Volumen zurück.

Die Entwicklung des CFD-Handelsvolumens in Deutschland zeigt einen beschleunigten Zuwachs bis 2015. 2016 ging das Volumen zurück.

 

Anzahl der CFD-Konten und Transaktionen in Deutschland

Ebenfalls beeindruckend ist das Wachstum der Anzahl der CFD-Konten sowie der darüber getätigten Transaktionen in Deutschland. Die Anzahl der CFD-Konten wuchs laut Auskunft des CFD-Verbandes im 3. Quartal 2015 gegenüber dem 3. Quartal 2014 um 28,2 Prozent. Die Anzahl der getätigten Transaktionen stieg im selben Vergleichszeitraum sogar um 57,9 Prozent und erreichte bereits fast die 20 Millionen-Marke. 2016 konnte die Marke allerdings nicht geknackt werden. Die Anzahl der Transaktionen sank im 3.Quartal auf 15,7 Millionen. Ungebrochen ist hingegen das Wachstum bei den Konten. Die Anzahl stieg um 12,6 % auf 159.733:

Die steigende Beliebtheit des CFD-Handels in Deutschland zeigt sich an der wachsenden Anzahl der CFD-Konten.

Die steigende Beliebtheit des CFD-Handels in Deutschland zeigt sich an der wachsenden Anzahl der CFD-Konten. Die Transaktionen gingen 2016 zurück.

 

Welche Basiswerte zum Handel gewählt werden

Beim CFD-Handel setzen Anleger fast ausschließlich auf Indizes. Einer Erhebung des deutschen CFD-Verbandes zufolge entfielen im 3. Quartal 2016 90,6 Prozent aller Transaktionen auf Indizes wie etwa den DAX. Die restlichen 9,4 Prozent verteilten sich auf Devisen (6,0 Prozent), Rohstoffe (2,6 Prozent), Aktien (0,5 Prozent) und Renten (0,3 Prozent). Es gab kaum Veränderungen zum Vorjahr:

Beim CFD-Handel setzen Anleger vorwiegend auf Indizes wie z.B. den DAX oder den MSCI World. Auf den Plätzen folgen Devisen und Rohstoffe.

Beim CFD-Handel setzen Anleger vorwiegend auf Indizes wie z.B. den DAX oder den MSCI World. Auf den Plätzen folgen Devisen und Rohstoffe.

 

5 Tipps, wie Sie erfolgreich mit CFDs handeln

1. Handeln Sie nur mit Basiswerten, die Sie kennen!
Wer CFDs handeln will, muss die Entwicklung des dem CFD zugrunde liegenden Basiswertes verstehen und einschätzen können. Das fällt naturgemäß bei Indizes leichter als bei Einzelwerten und dürfte auch der Grund dafür sein, weshalb fast 93 Prozent aller Trades beim CFD-Handel auf Indizes entfallen. Ebenfalls gut einschätzen lassen sich Basiswerte wie die Unternehmen aus dem DAX30 – etwa Münchner Rück oder Daimler. Setzen Sie daher nur auf Basiswerte, die Sie kennen oder deren Entwicklung Sie gut einschätzen können!

2. Beginnen Sie mit einem kleinen Hebel!
Das interessante am CFD-Handel ist die Tatsache, dass man mit wenig Eigenkapital große Positionen bewegen kann – der Hebel macht es möglich. Wie eine Tür kann aber auch der Hebel in beide Richtungen schwingen. Daher unser Rat: beginnen Sie mit einem kleinen Hebel und steigern Sie diesen nur langsam. Lieber einen etwas niedrigeren Gewinn als ein zu hohes Risiko von Totalverlusten oder Nachschussforderungen.

3. Margin-Call des Brokers immer beachten!
Geht ein CFD-Trade nicht auf und reicht das auf dem Handelskonto befindliche Geld nicht aus, um die Verluste zu begleichen, bekommen Sie vom Broker einen so genannten Margin-Call, also eine Aufforderung, die Position glattzustellen oder mehr Kapital nachzuschießen. Beachten Sie solche Margin-Calls immer und schließen Sie am besten die Position. Das Nachschießen von Kapital macht nur Sinn, wenn Sie sich sicher sind, dass der Trade doch noch aufgeht. Ansonsten bedeutet es, gutes Geld schlechtem Geld hinterherzuwerfen.

4. Verlustbegrenzung gehört zur Pflicht!
Die Begrenzung von Verlusten ist wichtig. Daher: niemals ohne Stoppkurs handeln. Immer mehr CFD-Broker bieten inzwischen garantierte Stoppkurse an, bei deren Erreichen die Position geschlossen wird. In unserem Vergleich seriöser CFD-Broker finden Sie in der Spalte „Sicherungssysteme“ Hinweise unserer Redaktion, welcher Broker welche Sicherungssysteme anbietet.

5. Erst Demo-, dann Echtgeldkonto!

Wer zum ersten Mal mit CFDs handelt, sollte das mit einem Demokonto tun. Fast alle Broker bieten solche Demokonten an, in denen Sie mit virtuellem Geld den Handel mit CFDs ausgiebig üben können. Haben Sie das Prinzip verinnerlicht und Ihre Basiswerte gefunden, können Sie zum Handel mit Echtgeld übergehen.

Mit diesen 7 Kriterien finden Sie den passenden CFD-Broker

1. Wie hoch ist die Mindesteinzahlung?
Für die Teilnahme am CFD-Handel müssen Sie, im Rahmen der Kontoeröffnung, eine Mindestsumme einzahlen. Die Höhe der Einzahlung variiert von Broker zu Broker.

2. Wie hoch ist der maximal wählbare Hebel?
CFDs werden mit einem Hebel gehandelt. Das heißt, es wird nur ein kleiner Teil (die Margin) des Gesamtwertes einer Position hinterlegt. So ist es möglich, dass Sie mit einem kleinen Einsatz eine weit größere Position handeln können. Einige Broker bieten Ihnen die Möglichkeit den Hebel individuell zu bestimmen. Bei anderen wird die Höhe des Hebels vordefiniert.

3. Welche Basiswerte bietet der CFD-Broker an?
Mit dem Handel auf Basiswerte unterschiedlicher Anlageklassen ist es Ihnen möglich an verschiedenen Märkten zu partizipieren. Ein Großteil der Broker bietet CFDs auf alle bekannten Basiswerte an wie zum Beispiel Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen.

4. Wie hoch sind die Spreads des jeweiligen Brokers?
Der Spread ist die Differenz von Kauf- und Verkaufskurs. Bei den meisten CFD-Anbietern fallen neben dem Spread keine weiteren Gebühren an. Je geringer der Spread, desto weniger Kosten entstehen Ihnen.

Die jeweilige Höhe ist variabel und kann je nach Marktgegebenheit sehr unterschiedlich ausfallen. Im Vergleich sehen Sie außerdem den minimalen Spread für CFDs, die den DAX nachbilden, da diese besonders beliebt sind.

5. Wie hoch sind die Transaktionskosten?
Neben dem Spread wird für einige Instrumente, im Wesentlichen für Aktien CFDs, eine Provision erhoben.

6. Wie hoch sind die Finanzierungskosten?
Wenn Sie eine offene CFD-Position über den Handelsschluss hinaus halten möchten, berechnet der Broker Ihnen eine zusätzliche Gebühr.
Berechnungsbasis ist der zum Handelsschluss gehaltene Gesamtwert Ihrer Position.

Bei einer Long-Position werden Ihnen Finanzierungskosten in Rechnung gestellt. Bei einer offenen Short-Position wird Ihnen in der Regel eine Gutschrift ausgezahlt. Jeder Broker verwendet einen unterschiedlichen Zinssatz. Die Höhe der einzelnen Finanzierungskosten können Sie dem Vergleich entnehmen.

7. Bietet der Broker ein Demokonto an?
Mit einem CFD-Demokonto haben Sie die Möglichkeit mit virtuellem Kapital unter echten Bedingungen die jeweilige Handelsplattform des Brokers ohne Risiko zu testen.

Innovationen beim CFD Trading

Auch die CFD Broker werden immer professioneller. Etliche von ihnen haben aus den Problemen nach dem Crash des Schweizer Frankens gelernt und bieten nun etwa garantierte Stoppkurse oder beidseitiges Traden an. Welche CFD-Broker welches Sicherungselement anbieten, zeigt unser Vergleich am Anfang dieser Seite.

Garantierte Stoppkurse

Relativ neu und noch nicht bei allen CFD-Brokern verfügbar sind so genannte Stoppkurse. Mit ihnen begrenzen Trader ihr Verlustrisiko auf einen kalkulierbaren Betrag, da die Order immer zum angegebenen Stoppkurs ausgeführt wird. Das schützt Anleger vor hohen Verlusten, die Kurssprünge in die eine oder andere Richtung aufgrund des hohen Hebels der CFDs verursachen können.

Bei der Planung ihrer Trades sollten Anleger beachten, dass der Stoppkurs weit genug vom aktuellen Kurs des Basiswertes entfernt gesetzt werden muss.

Wichtig: auch wenn ein Broker garantierte Stoppkurse anbietet, bedeutet das nicht automatisch, dass diese für alle angebotenen Basiswerte verfügbar sind. Hier hilft nur ein Blick in die jeweiligen AGBs und Konditionsübersichten.

Gesetzt werden können garantierte Stoppkurse fast immer nur bei Eröffnung einer Position. Die Veränderung oder das Löschen eines einmal gesetzten Stoppkurses hingegen ist prinzipiell immer möglich und meist auch gebührenfrei.

Natürlich hat diese Garantie ihren Preis, der von Broker zu Broker anders ausfällt. Während der eine Broker den Spread, also die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis, erhöht, ziehen andere Broker die Gebühr direkt vom Konto ab.

Beidseitiges Traden

Beidseitiges Traden bedeutet, dass man als Anleger auf einen Basiswert parallel Long und Short geht, also gleichzeitig auf steigende wie auf fallende Kurse setzt. Mit dieser Tradingvariante positioniert sich der Anleger risikolos am Markt und kann so unsichere Phasen einfach aussitzen. Eine einfach Alternative dazu wäre es, alle Trades glattzustellen und Cash vorzuhalten, bis die unsichere Phase vorüber ist, denn mit einer neutralen Stellung wie dem beidseitigen Traden kann der Anleger zwar nichts verlieren aber auch nichts gewinnen.

Suchen Sie weitere nützliche Informationen zum CFD-Trading?

Unsere Ratgeber zum Thema Handel und Trading mit CFDs »


Risikohinweis: Der Handel mit CFDs ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust Ihrer gesamten Kapitaleinlage führen. Möglicherweise gibt es Kontoarten, bei denen Verluste das eingesetzte Kapital übersteigen können. Der gehebelte Handel mit CFDs ist eventuell nicht für Sie geeignet! Informieren Sie sich darum ausführlich, wie der CFD-Handel funktioniert. Sie sollten keine Gelder einsetzen, deren Verlust Sie im schlimmsten Fall nicht verkraften könnten. Stellen Sie sicher, dass Sie alle mit dem CFD-Handel verbundenen Risiken verstanden haben. Der Inhalt dieser Webseite darf NICHT als Anlageberatung missverstanden werden! Wir empfehlen, sofern notwendig, sich von unabhängiger Stelle beraten zu lassen.

Informationen zur Regulierung im CFD-Handel:

CFD-Handel: BaFin veröffentlicht Leitlinien zum Nachschusspflichtverbot

BaFin: Merkblatt vom 8. Mai 2017 bezüglich Nachschusspflicht bei Contracts for Difference (CFDs)


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