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Wirecard-Urteil: Aktionäre gehen wohl leer aus

Donnerstag den 24.11.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

Wirecard Urteil aus dem November 2022

Rund 22.000 Aktionäre warten im Rahmen der Wirecard-Insolvenz auf Schadenersatz. Allerdings dürfte ihnen das erste Gerichtsurteil (Aktenzeichen 29 O 7754/21) nicht besonders gefallen. Laut der 29. Zivilkammer des Landgerichts München I gehen die Aktionäre nämlich leer aus, da sie nicht als Gläubiger gelten. Dementsprechend haben sie auch nicht die Möglichkeit Schadensersatzansprüche als Forderung beim Insolvenzverwalter Michael Jaffé geltend zu machen. Die Richterin wies darauf hin, dass der Umstand, dass die Aktionäre gegebenenfalls vom Unternehmen getäuscht worden sind, nicht von Belang ist.

Das Wichtigste in Kürze:

  1. Ansprüche der Aktionäre nicht mit den Grundwerten des Insolvenzrechts vereinbar
  2. Union Investment prüft weitere Rechtsmittel – Gang bis zum Bundesgerichtshof erwartet
  3. Aktionäre verloren bereits im Mai am Landgericht München

Kapitalmarktrechtliche Schadenersatzforderungen könnten generell nicht als Insolvenzforderung zur Insolvenztabelle angemeldet werden, erklärte Richterin Susanne Lukauer. Jene sagte zudem. Dass eine Einordnung der Ansprüche von Aktionären als Insolvenzforderung nicht „mit den Grundwerten des Insolvenzrechts […] vereinbar“ sei.

Klage von Union Investment abgewiesen

Die Klage ging von der Fondsgesellschaft Union Investment aus. Insgesamt fordern die betroffenen Aktionäre rund sieben Milliarden Euro. Darüber hinaus bestehen Forderungen von Banken, Sozialkassen und weiteren Gläubigern in Höhe von ca. 3,1 Milliarden Euro. Insolvenzverwalter Michael Jaffé hatte durch den Verkauf von Unternehmensanteilen einen Erlös von etwa einer Milliarden Euro erzielt. Bleibt das Urteil bestehen, entfällt der größte Teil der Ansprüche gegen Wirecard.

Mit der Grundsatzfrage, wie Aktionäre zu Gläubigern werden können, wird sich gegebenenfalls der Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigen müssen.

Ein Sprecher von Union Investment sagte im Anschluss an das Urteil, dass es für Aktionäre enttäuschend sei. Da es sich aber um einen Präzedenzfall handele, war das Urteil so erwartet worden. Union Investment prüft derzeit, welche Rechtsmittel eingelegt werden.

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Zweiter Rückschlag für Aktionäre

Es ist schon der zweite Rückschlag für die Aktionäre. Im Mai 2022 urteilte ebenfalls das Landgericht München I zu Ungunsten der Anteilseigner. Damals erklärte das Gericht die Wirecard-Bilanzen der Jahre 2017 und 2018 für nichtig. Die zugehörigen Dividendenbeschlüsse wurden damit hinfällig und der Insolvenzverwalter könnte die Dividenden zurückfordern. Dabei dreht es sich um 47 Millionen Euro.

Im Dezember beginnt in München überdies der Prozess gegen den früheren Wirecard-Chef Markus Braun sowie zwei weitere Angeklagte.

Weiterführende Informationen:

  1. Wirecard-Aktionäre bleiben vorerst Gläubiger zweiter Klasse – LVZ (23.11.2022)
  2. Kapitalmarktrechtliche Schadenersatzforderungen der Aktionäre von Wirecard können nicht als Insolvenzforderung im Rang des § 38 InsO zur Insolvenztabelle angemeldet werden Pressemitteilung 30/2022 vom 23.11.2022 – Landgericht München

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Porsche AG nach Börsengang auf Erfolgswelle

Freitag den 7.10.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

Zu einem Preis von 82,50 Euro sind die Aktien der Porsche AG am vergangenen Donnerstag, 29. September 2022, an der Frankfurter Börse gestartet. Mit der größten Erstemission seit der Deutschen Telekom im Jahr 1996 konnte der Mutterkonzern Volkswagen knapp 9,4 Milliarden Euro einnehmen. Nach einer kurzen Schwächephase zu Beginn kann der Kurs der Aktie mittlerweile die große Euphorie, die vor dem Börsengang herrschte und die sich auch in der mehrfachen Überzeichnung der Aktie ausdrückte, bestätigen. (mehr …)

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Porsche AG plant Börsengang – Zeichnungsfrist beginnt am 20. September

Dienstag den 20.09.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

Volkswagen möchte seine Tochter, die Porsche AG, am 29. September an die Börse bringen. Die Zeichnungsfrist hat am heutigen Dienstag, 20. September, begonnen und läuft noch bis zum 28. September 2022. Angeboten werden knapp 114 Millionen Aktien zu einem Preis von 76,50 bis 82,50 Euro pro Stück. Bei erfolgreichem Börsengang könnte der Bruttoerlös für Volkswagen bei 8,71 bis 9,39 Milliarden Euro liegen. Das wäre die größte Neuemission seit der Deutschen Telekom im Jahr 1996. Doch es gibt auch kritische Stimmen. (mehr …)

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Die Brokerwahl 2022 ist beendet

Freitag den 16.09.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews, CFD-Broker News, ETFs, Fonds, Forex-Broker News, Online-Broker News

Pünktlich am 14. September 2022, 23:59 Uhr endete die Abstimmung zur diesjährigen Brokerwahl auf Brokervergleich.de. Insgesamt 35.050 Teilnehmer bewerteten 2022 ihren Online-Broker, Robo-Advisor oder ihre Kryptobörse. Zur Wahl standen erneut mehr als 90 Anbieter in drei Haupt- und drei Spezialkategorien. In den kommenden Wochen erfolgt nun der zugehörige Brokertest. Wie die Testsieger 2022 lauten, gibt die Redaktion am 20. Oktober 2022 bekannt. (mehr …)

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Goldman Sachs sieht mittelfristig hohe Ölpreise

Mittwoch den 8.06.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

Das Investmenthaus Goldman Sachs hat eine Prognose bezüglich der Ölpreise in der nahen Zukunft gewagt. Ein kurzer Blick auf die Prognosen für 2022/2023 zeigt, dass der Höhepunkt vermutlich noch nicht erreicht ist.

Im dritten Quartal wird es für Verbraucher, aber auch Unternehmen, noch einmal richtig bitter, bevor von den US-Analysten eine leichte Entspannung im Jahr 2023 erwartet wird. Autofahrer weltweit stöhnen unter den horrenden Preisen für Benzin und Diesel, Hausbesitzer mit einer Ölheizung lassen die Tanks nur noch notdürftig befüllen. Das heutige Szenario wird noch viel interessanter, wenn man sich einmal mit der Vergangenheit beschäftigt.

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Risiken steigen – US-Banken wenden sich vom SPAC-Geschäft ab

Donnerstag den 19.05.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews, FinTech

Im vergangenen Jahr waren SPACs (Special Purpose Acquisition Companies) ein großer Trend an den Finanzmärkten. Nun plant die US-Börsenaufsicht SEC einige neue Regulierungsvorschriften, die dafür sorgen, dass sich große US-Banken aus dem SPAC-Geschäft zurückziehen. Nachdem die Citygroup sich bereits vor Wochen abgewendet hat, wollen die Investmentbank Goldman Sachs und die Bank of America folgen. Neben den geplanten Neuerungen der Regulierungsvorschriften spielen dabei auch die höheren Zinsen eine Rolle.
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Deutliches Potenzial trotz sinkender Kursziele

Freitag den 22.04.2022 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

Die Nachwehen der Corona-Pandemie und der andauernde Ukrainekrieg haben dafür gesorgt, dass die Börsenindizes weltweit eingebrochen sind. Der DAX rutschte von über 16.270 Punkten Anfang Januar 2022 deutlich ab und hat sich mittlerweile bei der Marke von 14.000 Punkten eingependelt. Mit dem Einbruch der Kurse vieler Aktien senken auch die Analysten seit einigen Monaten die Kursziele. Dennoch ist bei einzelnen Werten noch deutliches Potenzial vorhanden. (mehr …)

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