Wer sind die besten Fonds- & ETF-Broker 2020?

Platz 1: comdirect

Die große Stärke der comdirect ist das umfangreiche Angebot an Fonds und ETFs sowie den entsprechenden Sparplänen. Hinzu kommen die Leistungen und der Service eines Allround-Brokers, denn von den ausführlichen Informationen zu Wertpapieren profitieren selbstverständlich auch Fonds- und ETF-Anleger.

Mit all dem macht die comdirect wett, dass sie bei den Gebühren nach wie vor eher mittelmäßig ist. Hier zeigt sich, dass niedrige Gebühren nicht alles sind.

Platz 2: Consorsbank

Bei den Gebühren und dem Angebot schneidet die Consorsbank in der Kategorie Fonds- & ETF-Broker etwas besser ab als die comdirect. Bei den Leistungen sowie Service & Sicherheit ist es umgekehrt, weshalb die comdirect am Ende leicht die Nase vorn hat.

Das Angebot überzeugt vor allem durch die umfangreiche Auswahl an Sparplänen. Außerdem können Auszahlpläne eingerichtet werden.

Platz 3: Smartbroker

Dass nicht nur die alten Hasen überzeugen, sondern auch junge Broker mitreden können, beweist der erst Ende 2019 gestartete Smartbroker von wallstreet:online. So lassen sich alle Fondssparpläne ohne Ordergebühren oder Ausgabeaufschlag ausführen.

Anders als viele andere Neulinge auf dem Markt bietet Smartbroker zudem ein breites Angebot. Der Internetauftritt wirkt allerdings erstaunlich altbacken, was auch viele Kunden dem Broker angekreidet haben.

Welche Fonds/ETF-Broker sind sonst erwähnenswert?

Der Vorjahresdritte S Broker eignet sich nach wie vor gut für Anleger, die in Fonds und ETFs investieren wollen. In diesem Jahr reicht es dennoch nur für Platz vier. Platz fünf sichert sich die ING, die damit wie im Vorjahr den Sprung in die Top-5 schafft.

 

 

Was macht einen guten Fonds- & ETF-Broker aus?

Ein breites Angebot an Fonds und ETFs ist das A und O eines guten Fonds- und ETF-Broker. Das ermöglicht jedem Anleger, das passende Wertpapier für sich zu finden. Außerdem sind Fonds- und ETF-Sparpläne bei Anlegern beliebt. Wichtig ist darum, ob das entsprechende Wertpapier nur Einmalinvestitionen erlaubt oder sich auch ein Sparplan auf das Papier ausführen lässt.

In diesem Zusammenhang prüfen wir unter anderem:

  • Wie viel Kosten werden durch die Sparpläne verursacht?
  • Wie hoch ist die Mindestsparrate?
  • Welche Intervalle können für den Sparplan gewählt werden?

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Was gibt es bei den Gebühren zu beachten?

Beim Kauf eines Fonds oder ETFs fällt ein Ausgabeaufschlag bzw. Ordergebühren an. Wie hoch diese jeweils sind und ob es Rabatte gibt, prüfen wir. Entscheiden sich Anleger für einen Sparplan, entstehen auch dort bei jeder Ausführung Gebühren, die sich in der Regel von denen bei einer Einmalinvestition unterscheiden. Für Fonds- und ETF-Sparpläne untersuchen wir darum jeweils in einem Musterfall, wie hoch die Kosten für Anleger pro Jahr sind, die einen monatlichen Sparplan mit einer Rate von 100 Euro eingerichtet haben.

Auswertung

Gebühren
1 Smartbroker 4,72
2 Consorsbank 4,10
3 onvista bank 4,09

Den ersten Platz in der Kategorie „Gebühren“ sichert sich mit einigem Vorsprung Smartbroker. Alle Fondssparpläne lassen sich bei ihm ohne Ausgabeaufschläge oder Ordergebühren besparen. Auch bei den Gebühren der ETF-Sparpläne ist Smartbroker top. Pro Ausführung fallen lediglich 0,20 Prozent des Ordervolumens an (min. 0,80 Euro, max. 25 Euro).

Die Consorsbank gibt Anlegern in der Regel 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, wenn sie in einen Fondssparplan investieren. Bei ETF-Sparplänen fallen 1,50 Prozent des Ordervolumens je Ausführung an. Rund 270 ETF-Sparpläne lassen sich zudem ohne Ordergebühren besparen.

Die onvista bank auf dem dritten Platz ist für ihre günstigen Gebühren bekannt. Konkret heißt das in diesem Fall, sowohl Fonds- als auch ETF-Sparpläne können für 1,00 Euro glatt ausgeführt werden. auch bei der Einmalanlage schlägt sich die onvista bank mit ihrer 5,00 Euro-Flatfee zzgl. 2,00 Euro Handelsplatzgebühren gut.

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Was gibt es beim Angebot zu beachten?

In dieser Kategorie lassen sich Punkte sammeln…

  • Mit einem großen Angebot an Fonds- und ETFs
  • Mit einer großen Auswahl an Fonds- und ETF-Sparplänen
  • Mit einem VL-Depot
  • Mit einem Auszahlplan
  • v.m.

Auswertung

Angebot
1 Consorsbank 4,57
2 comdirect 4,47
3 S Broker 4,35

Bei der Consorsbank stehen rund 650 Fondssparpläne zur Auswahl, hinzu kommen etwa 530 ETF-Sparpläne. Sie lassen sich jederzeit flexibel ändern oder kündigen. Außerdem bietet die Consorsbank ein kostenfreies Depot für Minderjährige sowie die Möglichkeit eines Auszahlplanes. Der außerbörsliche Handel ist möglich.

Die comdirect punktet mit rund 520 Fondssparplänen sowie über 620 ETF-Sparplänen. Auch bei der comdirect lassen sie sich flexibel ändern. VL-Sparen wird in Kooperation mit ebase angeboten, ein Auszahlplan lässt sich hingegen nicht einrichten. Auch die comdirect ermöglicht den außerbörslichen Handel.

Platz drei geht an S Broker. Über 900 Fonds- und 500 ETF-Sparpläne zählen zu seinem Angebot. Dabei bleiben Anleger stets flexibel. Ein VL-Depot gibt es nicht, dafür eines für Minderjährige sowie die Option eines Auszahlplanes. Außerbörslicher Handel ist möglich.

Was ist bei den Leistungen zu beachten?

Von einem guten Fonds- und ETF-Broker verlangen wir ähnliche Leistungen wie von einem guten Online-Broker allgemein. Anlegern sollten ausreichend Möglichkeiten an die Hand gegeben werden, sich über einzelne Wertpapiere zu informieren. Eine App für den Handel von unterwegs ist gerade mit Blick auf das jüngere Publikum fast schon Pflicht.

Auswertung

Leistungen
1 comdirect 4,74
2 Consorsbank 4,55
3 S Broker 4,40

In der Kategorie „Leistungen“ landen dieselben drei Broker ganz vorne wie in der Kategorie „Angebot“. Allerdings zieht hier die Consorsbank gegenüber der comdirect den Kürzeren.

Die comdirect überzeugt mit einem großen Research-Bereich. Hinzu kommen kostenfrei Realtime-Kurse, Webinare zur Weiterbildung sowie eine App. Mit der App lässt sich das Depot nicht nur im Blick behalten, auch der Handel mit Wertpapieren ist möglich.

Umfangreich ist auch das Informationsangebot der Consorsbank. Sie bietet außerdem die kostenfreie abfrage von täglich 100 Realtime-Kursen, Weiterbildungen und ebenfalls eine App. Wie bei der comdirect ist mit der App auch der Handel von Wertpapieren möglich.

Beim S Broker finden Anleger unkompliziert Informationen zum Rating und zur Anlagestrategie eines Fonds u.v.m. Für die Börsen Stuttgart und Tradegate können kostenfrei und unlimitiert Realtime-Kurse abgerufen werden. Webinare gibt es auch hier, ebenso eine App für den Handel von unterwegs.

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Was gibt es bei Service & Sicherheit zu beachten?

In dieser Kategorie spielt die Erreichbar des Brokers eine wichtige Rolle. Sowohl auf dem klassischen Weg über Telefon als auch über Social Media-Plattformen. Außerdem geht es um die Höhe der Einlagensicherung und darum, wie gut der Zugang zum Depot geschützt ist.

Auswertung

Service & Sicherheit
1 comdirect 4,78
2 Consorsbank 4,61
3 ING 4,41

Wieder ist es die comdirect, die der Consorsbank den Thron wegschnappt. Die comdirect ist einfach in vielem einen Tick besser. So ist der Kundenservice der comdirect an sieben Tagen rund um die Uhr erreichbar. Bei der Consorsbank wird „nur“ der Zeitraum von 07:00 bis 22:30 Uhr abgedeckt.

Bei der Einlagensicherung nehmen sich beide nicht viel. Der wichtigste Unterschied ist hier, dass für die comdirect die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands gilt, für die Consorsbank hingegen die gesetzliche Einlagensicherung Frankreichs. Die Höhe ist jedoch identisch: 100.000 Euro je Kunde.

Auf Platz drei in der Kategorie „Service & Sicherheit“ rangiert die ING. Der Kundenservice ist an sieben Tagen die Woche von 07:30 bis 22:00 Uhr erreichbar. Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands bis 100.000 Euro je Kunde geschützt. Wie bei den beiden anderen Brokern sind die Einlagen bei der ING zusätzlich über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken geschützt.

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