Die FTX Pleite – Schockwelle ungeahnten Ausmaßes – und nun?
Freitag den 2.12.2022 - Abgelegt unter: Brokernews, FinTech, Kryptowährung
FTX – die zweitgrößte Krypto-Börse der Welt nach Binance ist also nun endgültig pleite und stellt damit wohl das prominenteste „Krypto-Fintech-Fail“ nach Terra, Celsius und NURI (in Deutschland) dar.
Der einst gefeierte und sowohl von Politikern und Bankern hofierte Gründer und bis zuletzt aktive CEO von FTX Sam Bankman-Fried sieht sich nun zahlreichen Vorwürfen wie Betrug etc. ausgesetzt. Was aber deutlich schwerer wiegt, sind die Auswirkungen der FTX Pleite auf den Kryptomarkt als solches als auch den nun wieder stärker aufkommenden Rufen nach Regulierung durch Behörden wie der SEC in den USA oder eben auch auf europäischer Ebene.

Nun ist es also doch entgegen allen Beteuerungen der NURI-Geschäftsführung passiert: Das Krypto Fintech NURI (e-Bitwala) wird liquidiert. Die Hoffnung, das Geschäft mithilfe eines neuen Eigners, der bereit gewesen wäre, dass in Insolvenz befindliche Unternehmen zu retten, hat sich damit endgültig zerschlagen. Die Frage, die sich nun stellt, ist Jene, wie es nun für die noch bei NURI existenten Kunden bestellt ist?
Die nach Bitcoin weltweit zweitwichtigste Kryptowährung Ethereum hat das Vorgehen bei neuen Transaktionen von “Proof of Work” auf “Proof of Stake” geändert. Die Auswirkungen könnten Ethereum zu einem weltweit anerkannten Zahlungsmittel machen. Was bedeutet die Umstellung aber aktuell für Halter, Käufer und den ökologischen Fußabdruck bei Ethereum?
Die US-Notenbank Fed hat am vergangenen Montag Richtlinien veröffentlicht, die für die Einrichtung sogenannter “Master Konten” gelten. Anhand dieser Richtlinien sollen Banken bewertet werden, die über die Fed einen Zugang zum weltweiten Zahlungssystem erhalten möchten. Als mögliche Interessenten kommen zum Beispiel Banken in Frage, die Krypto-Dienstleistungen anbieten.
Die Spatzen pfiffen es seit längerer Zeit von den Dächern. Nun ist es amtlich. Die Berliner Kryptobank Nuri hat einen Insolvenzantrag gestellt, weil Investoren kein neues Geld mehr geben wollen. Zu gravierend waren wohl die Auswirkungen von Corona-Krise und Ukraine-Krieg auf den Kryptomarkt. Für die 500.000 Kunden der Bank soll die Insolvenz keine Folgen haben. Das Geschäft soll bis auf Weiteres unverändert fortgeführt werden. 
Vor kurzem machte die Kryptobörse Binance negative Schlagzeilen, weil die britische Finanzaufsicht FCA ihr jegliche regulierte Tätigkeit in Großbritannien ohne vorherige schriftliche Zustimmung untersagte. Zeitgleich erhielt die Coinbase Germany GmbH als erste Krypto-Handelsplattform in Europa von der deutschen Finanzaufsicht BaFin die Lizenzen für das Kryptoverwahrgeschäft und den Eigenhandel – beschränkt auf Kryptowerte und Rechnungseinheiten. Wie passt das zusammen?