CASHBOARD – Test & Erfahrungen

Cashboard hat am 10. Mai am Amtsgericht Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt (hier geht es zur Insolvenzbekanntmachung). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde nach aktuellen Angaben der Rechtsanwalt Torsten Martini aus Berlin bestellt. Das Geld der Anleger ist bei entsprechenden Insolvenzen in der Regel nicht betroffen. Die Partnerbank ebase, ein Tochterunternehmen der comdirect-Gruppe, verwaltet die Kundeneinlagen. Derzeit laufen nach jüngsten Meldungen Verhandlungen mit den Investoren, um das Startup evtl. zu retten. Mehr dazu in Kürze hier und in unseren News.

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Die Marke CASHBOARD gehört zur R.I.T. Refined Investment Technologies GmbH und ist seit 2014 am Markt. Für das Gründerteam Robert und Stephan Henker, Marius Schulze und Andre Holdschick ist CASHBOARD bereits das zweite Finanz-Portal.

Mit Refined Investment ging 2011 eine Plattform online, die Tradern die Nutzung des automatisierten Handelns ermöglicht. Die Zielgruppe von CASHBOARD dagegen sind normale Sparer, die über drei standardisierte Portfolios die Möglichkeit erhalten in unterschiedliche Formen der Geldanlage zu investieren.

Die Besonderheit ist die garantierte Verzinsung eines der drei angebotenen Portfolios in Höhe von zwei Prozent im Jahr für Einlagen von bis zu 10.000 Euro. Des Weiteren verlangt CASHBOARD keine Grundgebühren, sondern beteiligt sich am Erfolg der Geldanlage in Höhe von 10 Prozent.

Lesen Sie hier ein exklusives Interview mit Robert Henker, Gründer und Geschäftsführer von CASHBOARD.

Kurzcheck – Alle Vorteile auf einen Blick

Vorteile

  • Garantierte Verzinsung von zwei Prozent p.a.
  • 1% p. a. aufs Tagesgeld, garantiert für 12 Monate
  • 50 Euro Startguthaben (Gutschrift 3 Monate nach Einzahlung)
  • Übersichtlich und einfach zu bedienendes Tool
  • Vergütungsmodell über Gewinnbeteiligung

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Anmerkung

  • CASHBOARD selbst ist nicht bei der BaFin zugelassen, was die Möglichkeiten des Unternehmens, nach Kontoeröffnung ins Portfolio einzugreifen, beschränkt

 

Cashboard.de im einzigen Echtgeld-Test Deutschlands

Unsere Redaktion führt seit Mai 2015 den einzigen Echtgeld-Test von RoboAdvisors am deutschen Markt durch. Echtgeld bedeutet, dass wir jedes Depot auch wirklich eröffnen, Geld einzahlen und so die tatsächliche Performance abzüglich Kosten und Gebühren ermitteln. Die monatlichen Updates unseres Tests und die Performance von Cashboard.de im Vergleich mit anderen RoboAdvisors finden Sie hier:

Wie funktioniert CASHBOARD?

Die Kontoeröffnung ist denkbar einfach

Mit einem Klick auf „Jetzt anlegen“ wird die E-Mail Adresse sowie ein Passwort eingetragen. Nach Bestätigung des Links in der zugesendeten E-Mail wird zum Online-Konto-Antrag der Partnerbank Augsburger Aktienbank weitergeleitet.

Hier werden in einem ersten Schritt die persönlichen Daten, die Höhe der Ersteinzahlung sowie Angaben zum Referenzkonto eingetragen.

Des Weiteren müssen Zustimmungen für das Lesen sowie Verstehen mehrerer Unterlagen wie CASHBOARD AGBs, Datenschutzerklärung, Informationen zu Depotkonditionen, Rückvergütungen und zum Haftungsdach HPM Hanseatische Portfoliomanagements GmbH erteilt werden. 

Alle Daten werden automatisch in den Antrag zur Konto- bzw. Depoteröffnung übernommen. Dieser muss in einem letzten Schritt heruntergeladen, ausgedruckt und unterschrieben werden. Die erforderliche Identifikation erfolgt via VideoIdent-Verfahren oder klassisch per PostIdent-Verfahren.

Wenige Tage später wird das Konto bei der Partnerbank eröffnet. Nach dem Log-In werden die Kontodaten des neu eröffneten Kontos sowie ein Hinweis mit der Bitte den geplanten Anlagebetrag zu überweisen ersichtlich.

So funktioniert der Anlageprozess

Um das passende Portfolio zu finden stellt CASHBOARD einen Online-Dialog zur Verfügung. In diesem werden folgende Angaben abgefragt:

  • Das Ziel der Geldanlage.
  • Die Verfügbarkeit der Geldanlage.
  • Die Präferenz des Risiko-Rendite Verhaltens der Geldanlage.
  • Die Bereitschaft für „moderne Anlagen“ als Beimischung.

Nach der Beantwortung der Fragen wird eines der drei zur Verfügung gestellten Portfolios empfohlen. CASHBOARD bietet folgende Portfolios zu Auswahl:

  1. Kapitalschutz
  2. ImmoblienPlus
  3. Renditeorientiert

Das Portfolio „Kapitalschutz“ enthält überwiegend konservative Geldanlageprodukte und eine geringe Beimischung alternativer Anlagen wie P2P-Kredite, die einen längeren Anlagezeitraum haben. Die Zielrendite des Portfolios beträgt drei Prozent. Des Weiteren bietet CASHBOARD eine Garantieverzinsung von zwei Prozent p.a. auf maximal 10.000 Euro Anlagesumme, die aus Provisionen gezahlt werden.

Das ausgewogene Portfolio wurde 2017 durch das ImmobilienPlus-Konto ersetzt. Mit diesem investieren Anleger in ein Portfolio aus Immobilienprojekten, das Cashboard aus den Angeboten seiner Partnerportale zusammenstellt. Zu den Partnern zählen beispielsweise Exporo, Bergfürst und Zinsbaustein. Das Besondere dabei: Diese Crowdinvesting-Portale versprechen feste Zinsen auf die Investition. Dadurch werden Schwankungen vermieden. Cashboard strebt mit dem ImmobilienPlus-Konto einen Festzins von 5 % p.a. für seine Anleger an. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt 2 Jahre. Weitere wichtige Punkte:

  • Diversifikation durch automatisches investieren in verschiedene Anbieter
  • Vorzeitiges Verfügen über das investierbare Budget
  • kleine Beträge zum Start (ab 100 € im Portfolio)

Vorsicht: Auch die Investition in Immobilien ist eine Risikoinvestition. Es kann zu Ausfällen bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Durch die Streuung auf mehrere Projekte wird das Risiko jedoch verringert.

Beim Portfolio „Renditeorientiert“ überwiegt der Anteil der riskanteren Anlageinstrumente. Ungefähr 60 Prozent des Portfolios besteht aus Mischfonds, Aktien, Social Trading sowie P2P-Kredite. Das Portfolio bietet laut CASHBOARD eine Zielrendite von sieben Prozent.

Die Kauforder wird mit wenigen Klicks erteilt

Nach der Kapitalisierung des Kontos kann das favorisierte Portfolio mittels Drop-Down Menü ausgewählt werden. Die Zusammensetzung des Portfolios wird in einem Kreisdiagramm dargestellt. Die einzelnen Wertpapiere und die dazugehörige Gewichtung können unter Details eingesehen werden.

Mit einem Klick auf „Jetzt anlegen“ werden die einzelnen Wertpapiere inkl. WKN und ISIN sowie den dazugehörigen Informationen wie Jahresbericht, Prospekt sowie Anlegerinformationen und der Aufteilung der Anlagebeträge übersichtlich dargestellt.

Nach der Bestätigung des Kaufs werden die Wertpapiere geordert.

Ist CASHBOARD eine „echte“ Vermögensverwaltung?

CASHBOARD selbst ist nicht bei der BaFin zugelassen. Deshalb ist CASHBOARD auch keine „echte“ Vermögensverwaltung, sondern lediglich ein Vermittler. Das beschränkt die Möglichkeiten des Unternehmens, nach Kontoeröffnung ins Portfolio einzugreifen, erheblich. So darf es etwa nicht ohne Rücksprache mit dem Kunden Werte austauschen. Vermögensverwaltungen, die bei der BaFin zugelassen sind, dürfen hingegen jederzeit Anpassungen am Portfolio vornehmen.

Es gibt auch bei der BaFin zugelassene RoboAdvisors.

Gibt es eine Mindestlaufzeit? Wann ist das Geld verfügbar?

Bei CASHBOARD gibt es generell keine Mindestlaufzeiten. Die Verfügbarkeit des Geldes ist jedoch abhängig von Liquidierbarkeit der sich in den Portfolios befindlichen Wertpapieren. CASHBOARD garantiert, dass ca. 90 Prozent der Wertpapiere wie z.B. Fonds innerhalb weniger Handelstage aufgelöst werden können. Ungefähr 10 Prozent des investierten Kapitals fließt jedoch in Kreditverträge, die in der Regel mit einer festen Anlage von bis zu fünf Jahren verbunden sind.

Nach dem (Teil) Verkauf wird das Geld auf das Konto der Augsburger Aktienbank überwiesen.

Welches Anlagekonzept steckt hinter CASHBOARD?

Die Anlagestrategie von CASHBOARD basiert auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Portfoliotheorie. Im Wesentlichen beruht die Geldanlage auf folgenden fünf Schritten:

  1. Die richtige Kombination der Anlageklassen
  2. Diversifizierung der Anlagenklassen
  3. Auswahl der günstigsten Anlageinstrumente zu den einzelnen Anlageklassen
  4. Selbständige Ermittlung des Anlageprofils
  5. Überwachung des Portfolios und Hinweise bei Veränderungen 

Die richtige Kombination der Anlageklassen

Die folgenden fünf Anlageklassen sind in unterschiedlicher Gewichtung in den einzelnen CASHBOARD Portfolios enthalten:

  • Cash
  • Geldmarkt (Geldmarktfonds)
  • Anleihen (Staatsanleihen und Unternehmensanleihen)
  • Immobilien (Aktienfonds Immobilien)
  • Aktien (Aktienfonds)
  • Managed Trading (Social Trading)
  • Privatkredite (Social Lending)
  • Startups (Darlehen)

Die dazugehörigen Wertpapiere sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Fonds

Anlageschwerpunkt

Deka-Liquidität: EURO TF (Cash Mittel Fond) Geldmarktfonds allgemein
Parvest Money Market Euro Geldmarkt
Ampega Reserve Rentenfonds Europäische Staaatsanleihen bester Bonität
Carmignac Securite A EUR acc Europäische Staaatsanleihen bester Bonität
Aramea Rendite Plus Rentenfonds gemischt
 JPM Income Opportunity A (acc) – EUR (hedged) Festverzinste Anlagen weltweit
 Templeton Global Bond Fund Class A (Mdis) EUR Rentenfonds allgemein
 Flossbach von Storch SICAV – Multiple Opportunities  Mischfonds flexibel
 M&G Optimal Income Fund A-H EUR acc  Mischfonds defensiv
 Kapital Plus A (EUR)  Mischfonds defensiv
 Comgest Growth Europe Cap.  Aktienfonds All Cap
 DWS Invest RREEF Global  Aktienfonds Immobilien
 eToro  Social Trading 
 P2P Kredite  Privat-Kredite

Die Diversifizierung der Anlagenklassen

Der Aufbau der Portfolios ist angelehnt an die Moderne Portfoliotheorie von Markowitz. Diese besagt, dass das Gesamtrisiko einer Investition durch die Verteilung auf verschiedene Anlageklassen minimiert werden kann. Die voneinander unabhängigen Anlageklassen sollten wenig korrelieren.

Je nach Portfoliotyp wird das Geld bei CASHBOARD deswegen auf die im ersten Punkt genannten Anlageklassen verteilt.

Auswahl der günstigsten Anlageinstrumente zu den einzelnen Anlageklassen

CASHBOARD wählt nach eignen Angaben die günstigsten Wertpapiere der einzelnen Anlageklassen aus.

Selbständige Ermittlung des Anlageprofils

Wie oben beschrieben, stellt CASHBOARD einen Online-Dialog zur Verfügung, der bei der Suche des passenden Portfolios hilft.

Überwachung des Portfolios und Hinweise bei Veränderungen

CASHBOARD überwacht die Entwicklung der Portfolios softwaretechnisch. Ein eventuell auftretender Handlungsbedarf wird durch CASHBOARD kommuniziert.

Was kostet CASHBOARD?

Gibt es bei CASHBOARD einen Mindestanlagebetrag?

Bei CASHBOARD gibt einen Mindestanlagebetrag von 100 Euro.

Welche Kosten entstehen bei der Nutzung des Angebotes?

Für die Bereitstellung der Plattform sowie sämtlicher Konto- bzw. Depotgebühren sowie Transaktionskosten verlangt CASHBOARD eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 10 Prozent pro Jahr.

Die Gewinnbeteiligung wird ausschließlich auf Nettohandelsgewinne (nach Abzug aller Gebühren und vor Abzug sonstiger Steuern) berechnet. Garantiezinsen, die für das Portfolio „Kapitalschutz“ anfallen, sind von der Gewinnbeteiligung befreit.

Die performanceabhängige Vergütung wird nach der so genannten „High Watermark“ Methode berechnet. Das bedeutet, dass CASHBOARD die Gebühr immer erst dann wieder berechnen darf, wenn ein alter Depot-Höchststand erreicht ist.   

Zusätzlich können auftretende Ausgabeaufschläge anfallen. Außerdem werden Transaktionskosten von bis zu maximal 0,5 Prozent in Form eines Agios erhoben.

Wann wird Gewinnbeteiligung berechnet?

Die Gewinnbeteiligung wird für den abgelaufenen Monat vom Partner Hanseatische Portfoliomanagement GmbH HPM in Rechnung gestellt.

Wird ein Konto vorzeitig aufgelöst, erfolgt eine Berechnung zum Auflösungszeitpunkt.

Wie kann CASHBOARD zwei Prozent Zinsen garantieren? Wie funktioniert die Rückvergütung?

Es handelt sich bei den garantierten Zinsen nicht um Zinsen einer Bank im klassischen Sinne sondern um eine Weitergabe von Provisionen.

CASHBOARD erhält Vertriebsprovisionen für den Vertrieb von Fonds, die teilweise in den vorgefertigten Portfolios enthaltenen sind. Diese werden gebündelt und in der Portfoliovariante „Kapitalschutz“ auf einen Anlagebetrag von bis zu 10.000 Euro an Kunden weitergegeben.

Die Berechnung und Auszahlung erfolgt jeweils für den zurückliegenden Monat.

Die „garantierten Zinsen“ sind Teil der Performance des Portfolios, auf die CASHBOARD eine Gewinnbeteiligung, wie oben beschrieben, erhebt.

Wie sicher ist ihr Geld?

CASHBOARD ist eine Marke der R.I.T. Refined Investment Technologies GmbH. Das Unternehmen betreibt die Anlagevermittlung als gebundener Agent im Sinne des § 2 Abs. 10 Satz 1 KWG ausschließlich unter dem Haftungsdach der HPM Hanseatische Portfoliomanagement GmbH.

Die HPM Hanseatische Portfoliomanagement GmbH ist eine 1987 gegründete unabhängige Vermögensverwaltung und -beratung aus Hamburg. Die HPM ist zugelassener Finanzportfolioverwalter nach § 32 KWG und steht unter Aufsicht der  Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin.

CASHBOARD hat zu keiner Zeit Zugriff auf das angelegte Geld. Das über CASHBOARD angelegte Konto bzw. Depot wird für Neukunden bei ebase® (European Bank for Financial Services GmbH, Commerzbank-Gruppe) geführt. Die ebase® ist dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. angeschlossen. Der Einlagensicherungsfonds sichert die in der Bilanzposition ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Dazu zählen Sicht-, Termin- und Spareinlagen. Die Sicherungsgrenze beträgt derzeit pro Kunde 5,062 Mio. EUR.

Die in den Depots enthaltenen Finanzanlagen liegen als sogenanntes Sondervermögen bei ebase®. Im Fall einer Insolvenz der Bank ist das investierte Kapital geschützt.

(Bestandskunden: Konto bzw. Depot bei der Augsburger Aktienbank AG mit Sitz in Augsburg. Die Augsburger Aktienbank AG ist dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. angeschlossen. Die Sicherungsgrenze beträgt derzeit pro Kunde 29,54 Mio. EUR. Ein Depotwechsel zu ebase ist möglich. Weiter Informationen dazu erhalten Sie bei CASHBOARD)

Fazit

Mit einer übersichtlich gestalteten Plattform und kurzem Antragsprozess ist es möglich bei CASHBOARD „einfach online Geld anzulegen“.

Im Gegensatz zu den Wettbewerbern kommen bei CASHBOARD keine passiven Anlagen, sondern neben aktiven Fonds auch so genannte „moderne Anlagen“ wie Start-up-Finanzierungen und P2P-Kredite zum Einsatz.

Dadurch kann CASHBOARD in der Portfoliovariante „Kapitalschutz“ erhaltenen Provisionen in Form von zwei Prozent Zinsen bis zu einer Einlage von 10.000 Euro an Kunden weitergeben.

Tipp: Jetzt 50 Euro Bonus kassieren + 1,0% p.a. auf  Tagesgeld. Neukunden erhalten bei Eröffnung eines Kontos und Depots bei CASHBOARD 50 EUR Startguthaben. Die Gutschrift erfolgt 3 Monate nach Einzahlung. Auf das optionale, kostenlose Tagesgeldkonto zahlt CASHBOARD 1,0 % Zinsen p.a., garantiert für 12 Monate.