Aktien-Update: Beyond Meat schwächelt, Stau bei der Telekom und Samsung im Aufwind

Donnerstag den 2.04.2026 - Abgelegt unter: Aktien, Börse, Brokernews, International

Social Media Grafik zur News: Aktien Update KW14 2026

Die ersten drei Monate 2026 sind vorbei und es bleibt turbulent am Aktienmarkt – auch aktuell: Ein Höhepunkt war in der 14. Kalenderwoche sicherlich die Hauptversammlung der Telekom AG. Daneben gab es eine etwas angebrannte Bilanz bei Beyond Meat und solide Halbleiter-(Kurs)Entwicklungen in Südkorea zu bestaunen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Beyond Meat: Schwächelnder Umsatz und Neupositionierung am Markt geplant
  • Telekom: Staumeldung bei der Hauptversammlung
  • Samsung Electronics: Kursgewinne zum Beginn des Aprils

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Beyond Meat: Quartalszahlen schmecken verbrannt

Zugegeben: Der Burger von Beyond Meat ist nicht übel. Eher bescheiden sind indes die letzten Quartalsergebnisse des Fleischersatz-Pioniers. Der Umsatz blieb im 4. Quartal 2025 mit 61,6 Millionen US-Dollar hinter den Erwartungen zurück und verschlechterte sich im Gesamtjahr um 15,6 Prozent auf 275,496 Millionen US-Dollar. Hintergrund: Die Nachfrage nach pflanzlichen Fleischalternativen sank international und speziell das darbende Gastronomiegeschäft stößt den Kaliforniern auf. Hinzu kommen gestiegene Rohstoffkosten, teure Abschreibungen sowie Restrukturierungen – die Liste ist lang. Um wieder in die Spur zu kommen, setzt „Beyond“ (so der künftige Name des Konzerns) deshalb auf eine Neupositionierung im Markt, u. a. durch die Einführung von proteinhaltigen Getränken. Start im Einzelhandel? Demnächst.

Noch einmal zurück zu den Zahlen: Besonders auffällig in der Bilanz ist der starke Nettogewinn von 219,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2026. Im Vorjahr stand an gleicher Stelle noch ein rotes Minus in Höhe von 160,3 Millionen US-Dollar. Allerdings stammt das neue Plus aus einer massiven Umschuldungsmaßnahme (548,7 Millionen US-Dollar), was unter dem Strich bedeutet, dass Im Grunde erneut mehr als 332 Millionen US-Dollar verpulvert wurden. Prognose für 2026: Angespannt. Der derzeitige Aktienkurs von 0,62 US-Dollar ist meilenweit von den Höchstständen entfernt. Innerhalb des vergangenen Jahres verlor das Papier satte 79,9 Prozent an Wert.

Telekom: Wir sind der Stau

Kommen wir zu Deutschlands wohl berühmtestem Wertpapier, der „Magenta“-Aktie der Deutschen Telekom AG. Für den Konzern durfte CEO Tim Höttges zuletzt Rekordzahlen vermelden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der Konzernumsatz organisch um 4,2 Prozent auf 119,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis kletterte auf 44,2 Milliarden Euro und der bereinigte Konzernüberschuss auf 9,7 Milliarden Euro (+3,7 Prozent). In der Hauptversammlung freuten sich die Aktionäre über einen Dividendenvorschlag von 1,00 Euro pro Aktie – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Klingt eigentlich alles nach „Friede, Freude, Highspeed-Zukunft“. Bemerkenswerterweise gab es bei der Eröffnungsrede ein paar Momente kritischer Selbstbetrachtung, in welcher Höttges ein wenig zerknirscht zugab: „Wir waren zu arrogant.“ Das bezog der 63-Jährige primär auf das bisherige Geschäftskundengeschäft. Hier habe sich der Konzern zu lange auf veralteten Strukturen und Produkten ausgeruht. Künftig sei das Ziel, den Geschäftskunden ein kompletteres Angebot zu liefern, inklusive Rechenzentrumsflächen, KI-Anwendungen und Datensicherheit. Darüber hinaus verlor die Deutsche Telekom AG 2025 im Breitbandgeschäft knapp 50.000 Kunden, während der Glasfaserausbau bisweilen auf Widerstand stößt. Kein Wunder: Nicht jeder mag Dauerbaustellen, aufgerissene Wände und Staub in den eigenen vier Wänden. Apropos Baustelle: Der Anteil an Frauen in der Führungsetage der Telekom sei weiterhin zu niedrig. „Das ist zu wenig“, so Höttges. „Wir stehen nicht im Stau, meine Damen und Herren, wir sind der Stau. Und den müssen wir abbauen.“

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Trotz der schönen Zahlen: Der Aktienkurs kommt nicht richtig aus dem Tief und lag zuletzt nur knapp über 30,40 Euro (Stand: 2. April 2026), ein Minus von 8,55 Prozent innerhalb eines Monats. Jüngst startete die Telekom übrigens die zweite Tranche ihres laufenden Aktienrückkaufprogramms, in dem bis Ende Juni Papiere im Wert von ca. 550 Mio. Euro zurückgekauft werden. Das Ziel sind insgesamt zwei Milliarden Euro in Form von Anteilen wieder zu erwerben und weitestgehend einzuziehen. In der ersten Tranche wurden Papiere im Wert von 471,3 Millionen Euro gekauft.

Südkorea: Kursanstiege in der Halbleiter-Branche

Zum Abschluss noch ein Markt, der wieder Schwung aufnimmt: Auf dem asiatischen Halbleitermarkt brummt es seit Tagen. Im Fokus diesmal: Das Papier von Samsung Electronics, welches in Südkorea ein Plus von 13,40 Prozent bzw. +22.400,00 KRW auf 189.600 KWR hinlegte. Noch im März waren die Kurse spürbar eingebrochen, nachdem Samsung eine strategische Neuausrichtung bekanntgegeben hatte. 2026 will der Konzern rund 63,7 Milliarden Euro in den Ausbau des Halbleitergeschäfts für Künstliche Intelligenz investieren. Das Ziel lautet, den Konzern SK Hynix im Bereich KI-Chips wieder zurückzudrängen. Der südkoreanische Anbieter SK Hynix, spezialisiert auf Speicherchips (DRAM, NAND) und ein führender Akteur im KI-Speichermarkt, verzeichnete ebenfalls einen Kursanstieg um 10,66 Prozent auf 893.000 KRW.

Quellen und weiterführende Links