Nachhaltige Portfolio-ETFs von BlackRock gestartet

Donnerstag den 8.10.2020 - Abgelegt unter: Brokernews

Die Auswahl der Wertpapiere, in die nachhaltig orientierte Anleger investieren können, nimmt stetig zu. So legte zuletzt der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock drei neue nachhaltige Portfolio-ETFs auf. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass die Portfolios breit gefächert sind. Trotzdem sollen ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance, dt.: Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) eingehalten werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • BlackRock legt drei neue nachhaltige Portfolio-ETFs auf
  • Auch Deka Investment, Amundi und Mandarine Gestion bieten neue ESG-Produkte
  • Der Trend zum Impact Investing ist in der Coronakrise ungebrochen

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Nachhaltige Aktien und Anleihen in drei Risikoklassen

Um folgende drei ETFs handelt es sich:

  • BlackRock ESG Multi-Asset Growth Portfolio UCITS ETF (ISIN: IE00BLLZQ805)
  • BlackRock ESG Multi-Asset Moderate Portfolio UCITS ETF (ISIN: IE00BLLZQS08)
  • BlackRock ESG Multi-Asset Conservative Portfolio UCITS ETF (ISIN: IE00BLP53M98)

Alle drei setzen auf einen Mix aus nachhaltigen Aktien und Anleihen. Im Growth-Portfolio beträgt der Aktienanteil 80 Prozent, im Moderate-Portfolio 55 Prozent, im Conservative-Portfolio 30 Prozent.

Je höher der Aktienanteil, desto höher die potenzielle Rendite – aber auch das Risiko. Die Volatilitätsziele gibt BlackRock wie folgt an: Growth-Portfolio 10-15 Prozent, Moderate-Portfolio 5-10 Prozent, Conservative-Portfolio 2-5 Prozent. Die jährlichen Verwaltungskosten belaufen sich bei allen drei ETFs auf 0,25 Prozent p.a.

Christin Bimüller, Co-Head Digital Distribution in der Region EMEA bei BlackRock, kommentierte den Marktstart so: „Wir hebeln gewissermaßen die Eigenschaften, die Menschen unserer Erfahrung nach an ETFs besonders schätzen: breiter, risikobewusster Marktzugang unter Berücksichtigung von ESG-Aspekten.“[1]

Derzeit sind die ETFs jedoch nicht bei jedem Broker handelbar. So fanden wir etwa bei comdirect und flatex kein Angebot. Anders sieht es beim Online-Broker von Scalable Capital aus. Dort können Anleger die ETFs bereits handeln.

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Nachhaltige Geldanlagen im Trend

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Quellen:

BlackRock ist dabei keineswegs die einzige Vermögensverwaltung, die verstärkt auf nachhaltige Geldanlagen setzt. So legte etwa Deka Investment im Juli fünf neue nachhaltige ETFs auf, darunter der Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF (ISIN: DE000ETFL581).[2]

Auch Amundi erweiterte seine nachhaltigen Produkte zuletzt um zwei ETFs:

  • Amundi MSCI World Climate Paris Aligned PAB Ucits ETF (ISIN: LU2182388400)
  • Amundi MSCI Emerging ESG Universal Ucits ETF (ISIN: LU2109787049)

Anleger, die lieber auf aktiv gemanagte Fonds setzen, haben ebenfalls eine neue Möglichkeit erhalten. Der französische Fondsanbieter Mandarine Gestion legte den Klimafonds Mandarine Global Transition (ISIN: FR0013464625) auf. Er trägt das Greenfin-Label des französischen Staates und das Österreichische Umweltzeichen.

„Die Klimafrage kennt keine Grenzen, weshalb wir uns für ein globales Anlage-Universum entschieden haben, das uns Zugang zu den am stärksten beteiligten Akteuren in allen Ländern ermöglicht“[3], sagt Fondsmanager Adrien Dumas von Mandarine Gestion.

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Impact-Investing wächst auch in der Coronakrise

Die Coronakrise scheint dem Impact-Investing – also dem Investieren mit sozialem und/oder nachhaltigem Nutzen – eher Aufwind zu geben, als ihm zu schaden. „Wir erwarten, dass der Markt für Impact-Investing auch in diesem Jahr zweistellig wächst“, meint Philipp Müller, Chef-Anlagestratege von Blue Orchard. Er fügt hinzu: „Es gibt nach der Coronakrise eher noch mehr Armutsregionen in der Welt, bei denen es Bedarf für Finanzierungen gibt, die einen ökologischen oder sozialen Nutzen bringen.“[4]

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Weiterführende Links

[1] Börsen-Zeitung – BlackRock setzt auf Nachhaltigkeit

[2] E-fundresearch.com – Deka Investment legt neue nachhaltige ETFs auf

[3] Das Investment – Mandarine Gestion startet Klimafonds

[4] Handelsblatt – Investieren nach sozialen Standards