2016: Zahl der Aktionäre trotz Turbulenzen stabil

Montag den 20.02.2017 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

Trotz einiger Turbulenzen an der Börse blieb die Zahl der Aktionäre im Jahr 2016 stabil. Rund 9 Millionen Deutsche über 14 Jahren hielten im letzten Jahr Aktien. Das entspricht 14 Prozent der Bevölkerung – und damit dem Level des Vorjahres.

Brexit-Referendum kein nachhaltiger Schock

Wer 2016 Aktien besaß, musste Einiges aushalten können. Einer der Tiefschläge war das Brexit-Referendum am 23.06.2016, auf das ein Black Friday an den Börsen folgte. Der Deutsche Leitindex DAX brach teilweise um 1.000 Punkte ein. Er sank auf 9232,60 Punkte.

Doch schon Anfang Juli hatte sich der DAX deutlich erholt. Zwar lag er weiterhin unter 10.000 Punkten, das Tief hatte er aber verlassen. Wer den Kopf nicht in den Sand steckte, sah den DAX auf bis Jahresende 11.481,06 Punkte klettern.

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30.000 weniger Anleger als im Vorjahr

Nur wenige Aktionäre haben den Kopf aber in den Sand gesteckt und ihre Aktien verkauft. Für das gesamte Jahr 2016 betrug der Rückgang nur 30.000 Anleger. Im Verhältnis zur Gesamtzahl von 9 Millionen Aktionären ist dieses Minus kaum relevant. Der Prozentsatz der Deutschen über 14 Jahren, die in Aktien investierten, hielt sich mit 14 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Jeder siebte Deutsche über 14 Jahren hielt damit Aktien.

Quelle: DAI

Quelle: DAI

Das Deutsche Aktieninstitut stellt zudem heraus, dass die Anzahl der Anleger vor allem im ersten Halbjahr gesunken ist, während sie im zweiten Halbjahr deutlich anstieg. Ob sich der Trend des zweiten Halbjahres 2017 fortsetzt, bleibt zu beobachten.

14,5 Milliarden Aktien wurden gekauft

Die Investitionen in Aktien beliefen sich bis zum Ende des 3. Quartals auf 14,5 Milliarden Euro. Zuflüsse verzeichneten auch Publikumsfonds und aktiennahe Fondsinvestments. Die Zahlen weisen darauf hin, dass vor allem Anleger, die bereits über Aktien verfügten, weitere Investitionen tätigten. Das Deutsche Aktieninstitut sieht darin dennoch ein positives Ergebnis.

Außerdem zeigt die Studie, dass sich bei der Altersstruktur der Aktionäre wenig getan hat. Die meisten Aktien besitzen Anleger zwischen 40 und 49 Jahren sowie zwischen 50 und 59 Jahren. Obwohl bei den jüngeren Anlegern der Anteil der Aktionäre mit 8,2 Prozent (20-29-Jährige) bzw. 13,8 Prozent (30-39-Jährige) verhältnismäßig gering ist, kann im Jahr 2016 ein Anstieg der Aktionäre in diesen Gruppen festgestellt werden.

Quelle: DAI

Quelle: DAI

 

Stärkere Förderung empfohlen

Das Deutsche Aktieninstitut blickt positiv auf das Jahr 2016. Zugleich sieht es noch Luft nach oben. Nicht zuletzt die Politik sei gefordert, Investitionen in Aktien stärker zu begünstigen.

Der Langzeitvergleich zeigt, dass sich mit Aktien und anderen Wertpapieren oft ansehnliche Renditen erzielen lassen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sollten sie als Anlageform stärker in Betracht gezogen werden.

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Weiterführende Literatur

Deutsches Aktieninstitut – Studien

Zuletzt aktualisiert am 20.02.2017


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