ifo Geschäftsklima Deutschland

Der ifo Geschäftsklimaindex gibt Auskunft darüber, wie Unternehmen die aktuelle Geschäftslage einschätzen. Außerdem liefern sie eine Prognose für die anstehenden sechs Monate. Berücksichtigt werden Unternehmen aus dem Dienstleistungsgewerbe, dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Bauhauptgewerbe sowie dem Groß- und Einzelhandel. Die Daten werden monatlich erhoben.

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Quellen:

Es gilt: Index 2015 = 100

Update vom 25.03.2022: Ukraine-Krieg lässt ifo Geschäftsklima einbrechen

Das ifo Geschäftsklima ist im März deutlich gefallen. Nach 98,5 Punkten im Februar liegt es nun bei 90,8 Punkten. Mit 13,3 Punkten war der Einbruch der Erwartungen größer als zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020, als 11,8 Punkte eingebüßt wurden. Speziell im Verarbeitenden Gewerbe ist es der größte bisher gemessene Rückgang.

Im Januar und Februar 2022 war das ifo Geschäftsklima jeweils gestiegen. Die Aufwärtsbewegung hatte noch unter dem Eindruck der Lockerungen in der Corona-Pandemie gestanden. Die März-Umfrage spiegelt hingegen die Sorgen rund um den Ausbruch des Ukraine-Kriegs wider. Dieser hat nicht zuletzt die Preise für Öl und Gas in die Höhe getrieben. Darunter leiden Verbraucher ebenso wie Unternehmen. Auch die Lieferengpässe setzen sich fort.

Was sagen die Zahlen aus?

Der ifo-Geschäftsklimaindex korreliert eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands (besonders mit der Industrieproduktion). Oft lassen sich so mehrere Monate im Voraus Auf-, Ab-, und Umschwünge vorhersagen. Ein oft zu beobachtendes Muster ist: Geht das ifo Geschäftsklima dreimal in Folge zurück, schwächt sich das Wirtschaftswachstum ab. Steigt es dreimal in Folge, folgt ein stärkeres Wachstum der Wirtschaft.

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Zuletzt aktualisiert am 10.06.2022