Anlageziele

Anlageziel Liquidität

Wer als Anleger jederzeit über sein Kapital verfügen möchte und dennoch nicht auf eine Rendite verzichten will, für den sind Investmentfonds eine geeignete Anlage, denn sie sind börsentäglich handelbar. Renten- oder Geldmarktfonds eignen sich besonders für eine Anlagedauer unter drei Jahren oder um Kapital kurzfristig zu parken.

Liquidität kommt von lateinisch liquidus, „flüssig“ und bezeichnet in seiner allgemeinen Bedeutung die Fähigkeit, im Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen. Mindestens eines der beiden Wirtschaftsgüter ist mit Ausnahme des Tauschmarktes ein Zahlungsmittel (Geld oder ähnlich).Daher bezeichnet Liquidität auch die Verfügbarkeit über genügend Zahlungsmittel.

In der Betriebswirtschaftslehre bedeutet Liquidität die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjekts, die fälligen Verbindlichkeiten zu jeder Zeit fristgerecht und ohne Einschränkung begleichen zu können.

Liquidität wird im Zusammenhang mit Investitionen von vielen Finanzmarktexperten in der Form definiert, wie schnell sich eine Geldanlage in Bargeld umwandeln lässt. Vor allem hängt dies von den Kündigungsmöglichkeiten einer Geldanlage ab. Der Liquiditätsgrad erhöht sich, je schneller eine Anlage gekündigt werden kann.

In der Abgrenzung bewirkt zu hohe Liquidität bewirkt Rentabilitätseinbußen. Ein Anleger, der Zahlungsmittel sehr üppig hortet, nicht oder nur schlecht investiert, bleibt in jedem Fall liquide. Er kann im Regelfall alle Zahlungsverpflichtungen leicht erfüllen. Allerdings verzichtet er zumindest auf die übliche Verzinsung und verliert durch Inflation einen Teil seines Vermögens.

Stabilität und Flexibilität

Geldmarktfonds zeichnen sich durch zwei Anlageaspekte aus: hohe Kursstabilität und tägliche Verfügbarkeit bei einer Verzinsung, die sich an den Zinsen für kurzfristige Anlagen orientiert. Geldmarktfonds sind also eine interessante Alternative zur herkömmlichen Festgeldanlage. Dabei liegt die empfohlene Anlagedauer zwischen wenigen Monaten und einem Jahr.

Besonders günstig

Renten- oder Geldmarktfonds bieten bei einem überschaubaren Risiko eine angemessene Renditechance. Sofern man als Anleger nicht einen ohnehin Ausgabeaufschlag freien Anbieter bevorzugt, erheben Geldmarktfonds normalerweise nur sehr niedrige Ausgabeaufschläge, was eine hohe  Anlageflexibilität bedeutet.

Anlageziel Rentabilität

Rentabilität bezeichnet die Ertragfähigkeit einer Geldanlage, wobei diese Erträgen und Kosten der Investition gegenüber stellt. Die Rendite ist definiert durch das prozentuale Verhältnis der jährlichen Erträge zum eingesetzten Kapital.

Zu den Erträgen gehören beispielsweise die Zinsen, Mieten, Dividenden, Kurs- und Veräußerungsgewinne, Prämien usw. Bei der Fondsanlage sind dies ausschließlich Kurs- und Ausschüttungsgewinne. Diese sind je nach Fonds aus Zinsen, Dividenden, Immobilienerträgen oder ähnlichem zu erwarten.  

Steuern immer ein Thema

Für die meisten Investoren hat der Aspekt “Rendite nach Steuern“ entscheidende Bedeutung. Zinseinkünfte als Einkünfte aus Kapitalvermögen sind der Einkommensteuer unterworfen. Wenn die Zinserträge bestimmte Freibeträge übersteigen, muss seit 2009 die Abgeltungssteuer als Ertragsminderung berücksichtigt werden.

Vermögensanlagen sind steuerlichen Einflüssen in erheblichem Maße unterworfen. Privatanleger sind vor allem an der Ermittlung der Nachsteuerrendite interessiert, bei der Anlageergebnis abzüglich der persönlichen Steuerlast des Investors ermittelt wird. 

Zwischen Begeisterung und Ablehnung

Die überwiegende Anzahl der Investoren bewegt sich zwischen den Extremen der euphorischen Risikobereitschaft und des absoluten Verzichts auf jegliches Risiko. Dabei muss ebenfalls beachtet werden, dass sich im Ablauf der Zeit die Risikoneigung des einzelnen Investors verändert, was nicht nur durch die abnehmende Risikobereitschaft im Alter sondern auch durch Erfahrungen, die mit bestimmten Investitionen verbunden waren, zurückzuführen ist.

Zielkonflikte vorprogrammiert

Dass es bei den Anlagezielen, Sicherheit, Rentabilität und Liquidität zu Zielkonflikten kommen kann, liegt auf der Hand. Der augenfälligste und zugleich bedeutendste liegt zwischen den Zielen Sicherheit und Rentabilität. Hierbei ist jedem Anleger nur eindringlich zu empfehlen, sich über diesen Punkt tief in sich selbst Klarheit zu verschaffen. Auch sollte man diese Fragestellung von Zeit zu Zeit überprüfen. 

Anlageziel Sicherheit 

Das Anlagekriterium Sicherheit rückt ganz besonders in den Fokus des Anlegers, wenn er seine Investition unter dem Gesichtspunkt Altersabsicherung durchführt. Für die persönliche Lebenssituation des Einzelnen werden der demografische Wandel und damit einhergehend die Überlastung der gesetzlichen Rentenversicherung zunehmend bedeutsamer.

Im Zusammenhang mit dem Finanzmarkt ist mit dem Begriff Sicherheit der Erhalt des Vermögens gemeint. Beispielsweise kann der Erhalt des Vermögens zum Beispiel durch die Streuung des Vermögens (Diversifizierung) erreicht werden.

Rentenausblick düster

In vielen Einzelfällen reicht die gesetzliche Rente schon heute nicht mehr, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand aufrecht zu erhalten. Heute sind daher die private Vorsorge und der Vermögensaufbau für die Zeit nach dem aktiven Erwerbsleben wichtiger als noch vor 20 Jahren. Ein Grundsatz schält sich dabei heraus: Je eher der Einzelne für den Ruhestand vorsorgt, umso leichter lässt sich dieser finanzieren und umso ruhiger kann der zukünftige Pensionär in die Zukunft blicken.

Sparpläne für Altersabsicherung gut geeignet

Sparpläne sind eine sinnvolle Möglichkeit für die private Altersvorsorge, die mit regelmäßigen Beträgen, monatlich oder im Quartal, in Fonds investieren. Dies gewährleistet einen kontinuierlichen Vermögensaufbau, der der ehemaligen Altersabsicherung durch Lebensversicherungen recht nahe kommt. Wichtig ist auch hier ein Blick auf die Kosten, der die Renditen je nach ihrer Höhe empfindlich schmälern kann.

AS-Fonds als Spezialprodukt empfehlenswert

Altersvorsorge-Fonds (AS-Fonds) stellen eine Kombination aus langfristig überdurchschnittlicher Ertragskraft von Aktien und der stetigen Wertentwicklung von Anleihen und Immobilien dar. Es ist auch möglich, Altersvorsorge-Fonds als Ergänzung zu anderen privaten Vorsorgeformen einzusetzen werden.

Fondsmanager mit wenig Entscheidungsspielraum

Altersvorsorgefonds sind Fonds-Sparpläne mit einer Laufzeit von mindestens 18 Jahren oder bis zum 60. Lebensjahr. Sie reduzieren das Kapitalanlage-Risiko, indem sie das Fonds-Vermögen auf verschiedene Anlageformen verteilen: Mindestens 51% des Vermögens werden in Aktien oder Immobilien angelegt, der Rest fließt in festverzinsliche Wertpapiere. Je nach Ausprägung kann der Aktienanteil zwischen 21 und 75% schwanken. Der Anteil an Offenen Immobilien-Fonds eines AS-Fonds darf 30% nicht überschreiten.

Safety first

Altersvorsorgefonds investieren oft in große Gesellschaften, vielfach DAX-Werte oder große weltweit operierende Firmen, bei denen das Konkurs- und Verlustrisiko relativ gering ist. Demnach wird bei der Struktur der Altersvorsorgefonds verstärkt auf Sicherheit geachtet, was nicht unbedingt auf Kosten der Rendite gehen muss.

Der wichtigste Aspekt, um diese Sicherheit zu erreichen, ist neben der Auswahl der Unternehmen, in die investiert wird, auch die Risikostreuung des Fonds selbst. Hierbei wird darauf geachtet, dass nicht in einzelne, sondern in viele verschiedene Unternehmen investiert wird.


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