Passende Fondsinvestments für die individuelle Anlagestrategie

Wer mit seinen Investments im langfristigen Schnitt zwischen acht und zwölf Prozent Rendite im Jahr erreichen kann, ist fein raus. Denn auf Basis dieser Rentabilität können Privatanleger auch mit vergleichsweise geringen regelmäßigen Sparraten ein ansehnliches Vermögen erreichen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie Disziplin mitbringen und geduldig sind.

Denn je länger der Anlagehorizont, desto geringer wird die Bedeutung von vorübergehenden Kursturbulenzen an den Aktienmärkten. Außerdem wirkt mit den Jahren der so genannte Zinseszins-Effekt, der den eigenen Kapitalaufbau dynamisieren kann. Und Disziplin ist deshalb gefragt, weil Privatinvestoren sich von unsicheren Phasen nicht abschrecken lassen sollten, indem sie ihre Kapitalbildung vor-übergehend einstellen. Schwache Börsen bieten nämlich aller Erfahrung nach günstige Einstiegsmöglichkeiten. 

Vor allem profitieren Sparplan-Investoren in Aktienfonds, weil in schwankungsintensiven Phasen an den Kapitalmärkten der bekannte „Cost-Average-Effekt“ wirkt. Klar ist aber auch, dass Anleger – wie bereits zuvor angedeutet – bei ihrem Vermögensaufbau nicht alles auf eine Karte setzen sollten. Aktien-, Renten-, Dach- und Garantiefonds gehören genauso zu jeder optimal austarierten Strategie wie fondsgebundene Kapitalversicherungen und selbst genutztes Wohneigentum. Von der Risikobereitschaft des Anlegers hängt ab, auf welche Anlageform er seinen Schwerpunkt setzt. 

Die Charakteristika der einzelnen Investmenttypen im Überblick

Fondsgebundene Kapital-Versicherungen: Sie bieten – auch unter steuerlichen Gesichts-punkten – langfristig attraktive Renditechancen. Zugleich lassen sich Angehörige für den Ernstfall, dass der Hauptverdiener einer Familie verstirbt, finanziell absichern. Der Risikobereitschaft des Anlegers bleibt es überlassen, ob er eine herkömmliche oder eine fondsgebundene Police bevorzugt. Auch private Rentenversicherungen sind sinnvoll, weil sie erfreuliche Renditechancen bergen. Diese Investmentform gibt es ebenfalls in der herkömmlichen und in der fondsorientierten Variante. Zu berücksichtigen ist, dass der Anleger bei einer Privatrente in der Regel auf den Risikoschutz verzichten muss. Dies ist dann nicht weiter tragisch, sobald bereits anderweitig vorgesorgt wurde. 

Investmentfonds: Sie zählen seit Mitte der 90-er Jahre, als die Privatisierung der Deutschen Telekom begann, zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Zu Recht. Bieten doch Investmentfonds eine enorme Vielfalt an Varianten, mit denen sich praktisch sämtliche Anlagestrategien umsetzen lassen. Privatinvestoren können also durch ein gut austariertes Fonds-Portfolio eine langfristig vergleichsweise robuste und unter Renditegesichtspunkten chancenreiche Vermögensstrategie realisieren.

Die wichtigsten Fondstypen im Überblick

Aktienfonds: Sie bieten langfristig die höchsten Renditechancen, so die Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten. Allerdings müssen Anleger bisweilen starke Kursschwankungen in Kauf nehmen, die sie jedoch zum eigenen Vorteil nutzen können. Aktienfonds sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der eigenen Vermögensbildung. 

Rentenfonds: Sie gelten gemeinhin als Basisinvestment, weil an den Rentenmärkten so starke Schwankungen wie an den Aktienbörsen weitgehend unüblich sind. Rentenfondsmanager investieren hauptsächlich in Anleihen, so dass Anleger von stetigen Zinseinnahmen profitieren können. Solche regelmäßigen Erträge sind ein bedeutsamer Ruhefaktor für den eigenen Kapitalaufbau. Nach Angaben des „Bundesverbands Deutscher Investmentgesellschaften“ (BVI) haben gute Rentenfonds im langfristigen Jahresschnitt sechs Prozent und mehr Rendite erzielen können.

Offene Immobilienfonds: Auch sie gelten als besonders sicher. Denn noch nie in der Geschichte dieser Anlageform hat ein offener Immobilienfonds ein Kalenderjahr mit Verlust beendet. Seit Jahresbeginn sind die Mittelzuflüsse offener Immobilienfonds in Deutschland stark gestiegen. Ein Zeichen dafür, dass Privatanleger gesteigerten Wert auf eine robuste und solide Basis im Rahmen ihrer eigenen Vermögensstrategien legen.

Garantiefonds: Auch sie stehen seit längerem ganz oben in der Anlegergunst. Zu Recht. Denn solche Garantiefonds sichern den Anlegern am Ende der Laufzeit zumindest die Rückzahlung des eigenen Kapitals. Eine solche Garantie ist vor allem in turbulenten Börsenzeiten besonders wichtig. Zugleich partizipiert der Investor an möglichen Aktien-gewinnen. Deshalb sind Garantiefonds eine moderne und sehr sinnvolle Investmentform, die zum einen überdurchschnittliche Renditechancen, zum anderen die Sicherheit des eigenen Kapitals bietet. Auf Grund ihrer Laufzeitbegrenzung eignen sich Garantiefonds besonders gut zum so genannten Zielsparen. Wer als Anleger weiß, dass er künftig und zu einem festgelegten Zeitpunkt eine bestimmte Geldsumme benötigt, findet in den Garantiefonds eine erstklassige Kapitalanlage mit außergewöhnlichen Renditechancen. 

Dachfonds: Sie sind gleichsam die Veredlung des Investmentgedankens. Denn die Mana-ger von Dachfonds investieren nicht in Einzelwerte wie Aktien oder Anleihen, sondern in Investmentfonds. Durch diese noch breitere Streuung können Anlagerisiken weiter ge-mindert werden. Zugleich aber bestehen überdurchschnittliche Renditechancen. Dach-fonds gibt es regelmäßig in drei unterschiedlichen Varianten: Der „konservative Typ“ enthält hauptsächlich Rentenfonds. Beim „ausgewogenen Typ“ ist der Anteil von Ren-ten- und Aktienfonds in etwa gleich hoch. Und beim „chancenorientierten Typ“ dominie-ren Aktien- gegenüber Rentenfonds.