Die Leistungsunterschiede zwischen den Brokern

Die Suche nach einem geeigneten Broker darf sich nicht nur auf den Vergleich pauschaler nutzungsabhängiger Gebühren beschränken sondern muss auch Leistungsunterschiede berücksichtigen. Doch worin unterscheidet sich das Leistungsangebot von Brokern?

Ein wichtiges Leistungsmerkmal ist die Anzahl der über das Wertpapierdepot zugänglichen Handelsplätze. Einige Broker beschränken sich hier ausschließlich auf inländische Handelsplätze, andere bieten zusätzlich ein Dutzend ausländische Handelsplätze an, wieder andere ermöglichen den Handel an mehr als 200 Börsen weltweit.

Anzahl der Handelsplätze und Möglichkeit zum Intraday-Handel

Kapitalanleger, die Geld nicht nur in heimischen Wertpapieren anlegen möchten müssen deshalb auf ein entsprechendes Angebot für den Auslandshandel achten. Auch Anleger, die Wertpapiere häufiger intraday kaufen und verkaufen müssen das Kleingedruckte der Angebotsbedingungen studieren: Nicht wenige deutsche Onlinebroker schließen den taggleichen Kauf und Verkauf von Wertpapieren (Daytrading) aus.

Eine weitere Frage betrifft das Angebot im außerbörslichen Handel. Relevant ist das vor allem für Anleger, die häufig mit derivativen Finanzinstrumenten handeln. Hier sind Kooperationen für außerbörsliche Orders im Direkthandel mit Emittenten ein wichtiges Leistungskriterium, da die Konditionen hier häufig am günstigsten sind.

Angebot im Fondsgeschäft

Auch die Angebote im Fondsgeschäft unterscheiden sich deutlich. Einige Broker bieten lediglich die Fonds einer einzigen Kapitalanlagegesellschaft an, andere ermöglichen die Zeichnung von 10.000 verschiedenen Fonds. Ebenso groß ist die Bandbreite der Angebote im Bereich von Fondssparplänen. Einzelne Banken ermöglichen regelmäßige Einzahlungen lediglich in hauseigene Fonds, andere stellen hunderte verschiedene Fonds und ETFs zur Verfügung.

Viele Anleger handeln nicht nur Wertpapiere, sondern auch Differenzkontakte (CFDs) und sind darüber hinaus im Terminhandel mit Optionen und Futures aktiv. In diesem Fall können alle Geschäfte nur unter einem Dach abgewickelt werden wenn der Broker einen Zugang zur Terminbörse anbietet und selbst als Market Maker im CFD Handel aktiv ist.

Handelssoftware und Kursversorgung

Ein sehr wichtiges Leistungskriterium betrifft die Handelssoftware. Diese kann sich grundsätzlich auf die rudimentären Handelssanktionen beschränken oder aber eine vollumfängliche Charting- und Analyseplattform bieten. Je mehr Realtimekurse für Kunden kostenlos inklusive sind, desto besser.

Idealerweise können Orders nicht nur online, sondern auch telefonisch und per Fax erteilt werden. Die Autorisierung von Aufträgen sollte technisch ausgereift, sicher und dennoch praktikabel sein. Idealerweise wird nicht nur ein einziges TAN-verfahren angeboten, was etwa beim Verlust des Mobiltelefons Probleme bereiten kann.

Seminare und Know-how

Seit CFD- und Forex Broker dazu übergegangen sind umfangreiche Aus- und Weiterbildungsprogramme für ihre Kunden zu entwickeln geraten auch klassische Onlinebroker in diesem Punkt unter Druck. Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene sollten ernstgemeinte Ausbildungsangebote zum Beispiel in Form von Seminaren, Webinaren oder Tutorials wertschätzen und in Anspruch nehmen.