6 Gründe, warum sich ein Depotwechsel lohnt

Es gibt viele Gründe für einen Depotwechsel. In den vergangenen Jahren hat sich der deutsche Brokermarkt stark verändert. Etablierte Größen haben ihr Geschäftsmodell geändert, neue Anbieter sind auf den Markt getreten. Anlegern werden heute ganz neue Leistungen angeboten, die noch vor wenigen Jahren keine Rolle spielten. Außerdem gibt es ganz neue Gebührenmodelle und sehr viel mehr Angebote im außerbörslichen Handel.

1. Neue Leistungen für neue Trader

Die Forex– und CFD Broker haben es vorgemacht: Trader verlangen mehr als ein elektronisches Formular zur Entgegennahme von Wertpapierorders. Immer mehr Broker stellen ihren Kunden eine Komplettlösung für den aktiven Handel zur Verfügung: Charting und Analyse, Fundamentaldaten, Social Trading und automatisierter Handel sind auch bei Onlinebrokern mittlerweile möglich.

2. Neue Anbieter am Markt

In den vergangenen Jahren sind einige neue Anbieter auf den Markt getreten, die mit neuen Gebührenmodellen zu punkten versuchen. Für viele Trader bietet sich hier die Möglichkeit für eine beträchtliche Kostenersparnis: An den US Börsen kann im besten Fall für ein paar Cents pro Aktie gehandelt werden, an Inlandsbörsen lassen sich die Kosten durch Pauschalpakete oder FreeBuys reduzieren.

3. Die Gebührenunterschiede sind beträchtlich

Eine groß angelegte Untersuchung der Stiftung Warentest brachte es ans Licht: Die Preisunterschiede auf dem deutschen Brokermarkt sind geradezu irreal. Ein Kunde mit einem sechsstelligen Depot zahlt bei einem überteuerten Broker mehr als 11.000 € pro Jahr, bei einem günstigen Onlinebroker gerade einmal 250 €.

4. Die Gebühren sind insgesamt gesunken

Die Gebühren für Wertpapierorders sind in den vergangenen Jahren insgesamt gesunken. Wer vor ein paar Jahren ein günstiges Depot eröffnet hat kann heute bei einem neuen Anbieter häufig günstiger handeln. Da sich derzeit eine Konsolidierung auf dem deutschen Brokermarkt abzeichnet lohnt es sich vermutlich nicht, auf nochmals sinkende Gebühren zu hoffen und den Depotwechsel hinauszuschieben.

5. Der außerbörsliche Handel gewinnt an Bedeutung

Die meisten Broker haben ihr Sortiment in den vergangenen Jahren um ein Angebot im außerbörslichen Handel erweitert. Derivative Finanzinstrumente können direkt mit den jeweiligen Emittenten gehandelt werden – im Rahmen von Sonderpreisaktionen immer häufiger zu rabattierten oder ganz ohne Gebühren. Auch außerbörslicher Aktienhandel ist möglich. Darüber hinaus ermöglichen einige Anbieter ihren Kunden mittlerweile auch den Handel mit Differenzkontrakten.

6. Neukunden können attraktive Prämien abstauben

Der deutsche Brokermarkt ist ein Käufermarkt. Die Broker sehen sich hohen Fixkosten gegenüber und vereinnahmen den Großteil von Depotführung und Ordergebühren als Deckungsbeitrag. Das hat zu einem intensiven Wettbewerb im Neukundengeschäft mit üppigen Prämien geführt. Trader haben die Wahl: Quersubventionierte Zinsen auf Tagesgeld, Tablet-PCs, Gutschriften und mehr.