S-Broker bald zu 100 Prozent Teil der DekaBank

Freitag den 15.04.2016 - Abgelegt unter: Brokernews, Online-Broker News

Die DekaBank hat angekündigt, den Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe S-Broker zu 100 Prozent zu übernehmen. Das Geschäft soll bis Mitte des Jahres vollzogen werden. Bereits jetzt hält die DekaBank 30,6 Prozent der Kommanditanteile und ist damit Haupteigner.

Kleinanlegerschutzgesetz und Crowdfunding

Einer der größten Wertpapierdienstleister in Deutschland

Die DekaBank, selbst Teil der Sparkassengruppe, entstand 1999 nach der Fusion der Deutsche Girozentrale Deutsche Kommunalbank und der DekaBank GmbH. Sie ist unter anderem im Wertpapier- und Immobilienhandel tätig. Sie bietet ein breites Angebot von Publikums- und Spezialfonds. Mit rund vier Millionen betreuten Depots zählt sie zu den größten Wertpapierdienstleistern in Deutschland. 2015 betreute sie ein Fondsvermögen im Volumen von 111 Milliarden Euro.

2015 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für die DekaBank. Sie hat Erträge in Höhe von 1.524 Millionen Euro erzielt. Das ist eine Steigerung von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das wirtschaftliche Ergebnis lag mit 610,6 Millionen Euro um 12,8 Prozent über dem Ergebnis von 2014. Das zahlte sich auch für die Anteilseigner aus. Sie durften sich über Ausschüttungen in Höhe von 155 Millionen Euro freuen.

Wichtige Kennzahlen der DekaBank (nach IFRS)

Wichtige Kennzahlen

2015 /Mio. Euro

2014 / Mio. Euro

Veränderung in Prozent

Summe Erträge

1.524,1

1.440,2

+5,8

Summe Aufwendungen

913,5

899,1

+1,6

Wirtschaftliches Ergebnis

610,6

541,1

+12,8

Nettovertriebsleistung

19.505

13.169

+48,1

 Quelle: DekaBank

Mehr Kompetenzen im Online-Wertpapierhandel

Im Vergleich dazu wirken die Zahlen des S-Broker bescheiden. Ebenfalls 1999 gegründet, hieß er zunächst pulsiv AG, bevor er 2001 von der Sparkassen-Gruppe aufgekauft und in Sparkassen Broker umbenannt wurde. Derzeit betreut er rund 130.000 Kunden. Das von ihm verwaltete Depotvolumen beläuft sich auf 6 Milliarden Euro.

Die Übernahme dient vor allem einem Zweck: Die Kompetenzen der DekaBank im Online-Bereich auszubauen. „Durch die Übernahme können wir unser Angebot im Wertpapierbereich für die Sparkassen noch einmal deutlich verbessern“, sagt Michael Rüdiger, Vorsitzender des Vorstands der DekaBank Deutsche Girozentrale. Vielleicht hatte er dabei auch diese Zahlen im Kopf: Lag die Anzahl der Deutschen, die Online-Banking nutzen, 2006 noch bei einem Drittel, ist sie inzwischen auf über die Hälfte gestiegen.

Keine Änderungen für S-Broker Kunden

Für Kunden des S-Broker ändert sich zunächst aber nichts. Der Standort in Wiesbaden soll erhalten bleiben, genauso wie das Angebot. Ob es Mitte des Jahres tatsächlich zur Übernahme kommt, liegt jetzt am Bundeskartellamt. Es muss die Übernahme noch genehmigen.