Rekorddividenden für DAX-Anleger erwartet

Dienstag den 29.11.2016 - Abgelegt unter: Aktien, Brokernews

31 Milliarden Euro Dividende – so viel werden die DAX-Unternehmen für das Jahr 2016 ausschütten, schätzt das Handelsblatt.[1] Das wären 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem wäre es zum ersten Mal eine Summe jenseits von 30 Milliarden Euro.

Rekord trotz Seitwärtsbewegung

2016 war ein durchschnittliches Jahr für den DAX. Am 4. Januar eröffnete er bei 10.486 Punkten. Bis Februar setzte er dann zunächst zu einer Talfahrt an, bis er schließlich sein (vorläufiges) Jahrestief von 8.753 Punkten erreichte. Bis April erholte er sich größtenteils, hatte aber immer wieder mit turbulenten Ereignissen zu kämpfen, die ihn in die Knie zwangen – so der Ausgang des Brexit-Referendums und zuletzt die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten.

Positiv lässt sich festhalten, dass er sich stets berappelte. Höhenflüge gab es jedoch nicht. Am 28. November lag der Eröffnungskurs bei 10.656 – also unwesentlich über der Eröffnung im Januar. Trotzdem lief es 2016 für viele der Unternehmen im DAX sehr gut. Die meisten werden die Dividenden dieses Jahr erst Anfang 2016 bekanntgeben. Das Handelsblatt prognostiziert auf Grundlage der bisherigen Dividendenausschüttungen, der Neunmonatsbilanzen und Äußerungen von Vorständen trotzdem eine Rekordsumme für Anleger.

2016-12-31

Quellen:

  • comdirect

Pro Sieben Sat 1 mit höchster Dividendenrendite

Die höchste Dividendenrendite erwartet das Handelsblatt von Pro Sieben Sat 1. Das Unternehmen stieg erst 2016 in den DAX auf und soll bis zu 90 Prozent des bereinigten Konzernüberschusses ausschütten. Das entspricht einer Dividende von 1,95 Euro und einer Dividendenrendite von 5,8 Prozent.

Auf Platz 2 folgt die Daimler AG. Bei ihr wird eine Dividende von 3,35 Euro erwartet, was einer Dividendenrendite von 5,2 Prozent entspricht. Insgesamt dürften rund 3,5 Milliarden Euro ausgeschüttet werden – so viel wie bei keinem anderen DAX-Unternehmen.

Die dritthöchste Dividendenrendite erwartet das Handelsblatt von der Allianz. Der Kurs der Aktie stieg in den letzten sechs Monaten um ebenso viele Prozent. Für die Anleger bedeutet das: 7,50 Euro Dividende, 4,9 Prozent Dividendenrendite.

Schlusslichter Commerzbank und Deutsche Bank

Für die größten deutschen Banken lief es hingegen weniger gut. Sowohl die Commerzbank als auch die Deutsche Bank werden keine Dividende ausschütten. Die Commerzbank-Aktie verlor im Lauf des Jahres rund 30 Prozent. Die Deutsche Bank hat mit zahlreichen Skandalen zu kämpfen.


Quellen