Forex Trading Tipps für Einsteiger

Damit man als Anfänger im Bereich Forex Trading nicht allzu schnell aufgrund von Verlusten die Lust am Handel mit Devisen verliert, sollte man sich viele Informationen zum Thema einholen und sich intensiv mit dem Devisenhandel auseinander setzen. Zudem gibt einige sehr nützliche Tipp, die gerade den Neulingen im Bereich Forex Trading helfen können, Fehler zu vermeiden und damit auch mögliche Verluste in Grenzen zu halten bzw. im besten Fall ganz vermeiden zu können. Die folgende Übersicht erhält daher einige wichtige Tipps, die Anfänger, aber natürlich auch Fortgeschrittene, rund um das Thema Forex Trading beherzigen sollten.

Das Demokonto zum Trainieren nutzen

Bevor man „echtes“ Geld in den Devisenhandel investiert, sollte man keinesfalls darauf verzichten, zunächst ein Forex Demokonto zu eröffnen. Das Konto ist kostenlos und wird zudem heute von jedem Forex Broker angeboten. Dieses Demokonto kann zudem eine Entscheidungshilfe sein, über welchen Anbieter man künftig am Forex Trading teilnehmen möchte. Denn neben den Konditionen ist es ebenfalls sehr wichtig, dass man mit der Handelsplattform gut „zurecht“ kommt.

Durch das Demokonto kann man also einerseits feststellen, ob die Handelsplattform alle Wünsche erfüllt und zum anderen erlernt man auf diese Weise spielerisch vielen Funktionen rund um den Devisenhandel. Mitunter kann man sogar durch das Erteilen dieser fiktiven Orders im Zuge des Demokontos einige Strategien entwerfen und testen. Das Demokonto ist übrigens sowohl optisch als auch von den Funktionen her völlig identisch mit dem späteren echten Handelskonto bzw. der „echten“ Handelsplattform.

Informationen aus den verschiedenen Medien sammeln

Der Devisenmarkt ist sicherlich kein sehr transparenter Markt und oftmals rätseln sogar manche Experten, warum sich ein Devisenkurs aktuell in die eine oder andere Richtung bewegt. Es gibt sehr viele Faktoren, die einen Einfluss auf die Entwicklung eines Devisenkurses haben können. Dazu zählt natürlich vor allem die Wirtschaftslage in den beiden vom Devisenkurs „betroffenen“ Staaten bzw. Wirtschaftsregionen, die politische Lage und noch einige weitere Faktoren können das Verhältnis zweier Währungen zueinander beeinflussen.

Insofern ist es sicherlich hilfreich, wenn man sich wenn möglichst täglich aktuell über Neuigkeiten aus den Bereichen Weltpolitik, Wirtschaft und Finanzen, sowie speziell natürlich zum Thema Devisen informiert. In Fachzeitschriften, Tageszeitung, Fernsehen und Internet stehen dazu viele Informationsquellen zur Verfügung.

Mit geringen Einsätzen starten

Auch wenn man durch Nutzung des Demokontos bereits Einiges über den Devisenhandel in der Praxis lernen kann, so ist man natürlich nach zwei oder drei Wochen Übung noch lange kein Profi, wenn man sich erstmalig aktiv mit dem Forex Trading beschäftigt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, den Echthandel zunächst mit relativ kleinen Summen zu beginnen, die sich im Bereich von 50 bis maximal 500 Euro bewegen sollten. Grundsätzlich sollte man ohnehin nur Kapital zum Forex Trading einsetzen, auf welches man notfalls auch verzichten kann. Das klingt zwar etwas merkwürdig, weil man natürlich nie gerne Kapital verliert, soll aber nur verdeutlichen, dass man sich des Risikos bewusst sein soll, dass das investierte Kapital jederzeit auch verloren gehen könnte.

Zu Beginn eher geringe Hebel bzw. ein hohes Margin wählen

Das Risiko eines Totalverlustes wird beim Forex Trading maßgeblich auch von der Höhe des Margin bzw. von der Höhe des Hebels bestimmt. Wird beispielsweise beim Kauf einer Währung vom Forex Broker ein Margin von nur 0,25 Prozent gefordert, was einen Hebel von 400:1 bedeutet, so würde man bereits dann einen Totalverlust erleiden, wenn die jeweils gekaufte Währung um 0,25 Prozent an Wert gegenüber der anderen Währung verliert, auch wenn der Kurs vielleicht nur für Sekunden diese Verlustschwelle unterschreitet. Läge das Margin hingegen bei fünf Prozent und somit der Hebel „nur“ bei 20:1, so hätte man ein „Polster“ von fünf Prozent, was mögliche zwischenzeitliche Kursverluste betrifft.

Daher ist es sicherlich ein guter Tipp für Neulinge beim Forex Trading, zunächst einmal mit einem Hebel von maximal 50:1, besser noch mit 20:1 oder 10:1 zu starten. Falls der Broker für eine Währung jedoch nur ein Margin von 0,25 Prozent verlangt, kann man dieses natürlich indirekt selbst erhöhen. Möchte man beispielsweise eigentlich 300 Euro investieren, so investiert man stattdessen als Margin nur 30 Euro, und hat durch diese „Rücklage“ quasi aus dem Margin von 0,25 Prozent und dem Hebel von 400:1 ein Margin von 2,5 Prozent und einen Hebel von 40:1 gemacht.

Mit „harten“ Währungen mit dem Forex Trading starten

Ein weiterer Tipp für Anfänger beim Handel mit Devisen ist es, zunächst in die so genannten „harten“ bzw. „starken“ Währungen zu investieren. Bei diesen Währungen ist nämlich die Volatilität (Schwankungsbreite) deutlich geringer als bei „kleineren“ und „exotischen“ Währungen, was ein gewisses Maß an Sicherheit gibt. Es ist deutlich unwahrscheinlicher, dass sich zum Beispiel der Kurs Dollar gegen Euro an einem Tag um drei Prozent verändert, als wenn man zum Beispiel den Euro gegen den argentinischen Peso handeln würde.

Ferner sind bei „weichen“ Währungen auch die Spreads deutlich höher, was als Kostenfaktor ebenfalls noch berücksichtigt werden muss. Mit den harten Währungen wie US-Dollar, Euro, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Kanadischer und Australischer Dollar, hat man also zumindest ein gewisses Maß an Stabilität, auch wenn es natürlich auch hier keine Garantie gibt, dass ein Devisenkurs Euro gegen Dollar nicht auch an einem Tag um mehrere Prozent fallen oder steigen kann.

Mit Limits und Stop-Loss Orders arbeiten

Es ist empfehlenswert, dass man sowohl als Anfänger als auch als Fortgeschrittener im Bereich Forex Trading mit limitierten Orders (Limit) agiert. Mit einer limitierten Kauf- oder Verkaufsorder kann erreicht werden, dass man beim tatsächlich gezahlten Preis keine „bösen Überraschungen“ erlebt, wie es mitunter bei unlimitierten Orders der Fall sein kann, wenn ein bestimmter Devisenkurs plötzlich aus verschiedenen Gründen einen „Kurssprung“ in die eine oder andere Richtung macht.

Durch das Limit wird erreicht, dass ein Kauf oder Verkauf nur dann ausgeführt wird, wenn ein bestimmter Kurs nicht über- bzw. unterschritten wird. Besonders wichtig sind limitierte Orders bei den „exotischen“ Währungen, denn hier kann aufgrund des relativ geringen Handelsvolumens schon eine etwas größere Order den Kurs stark beeinflussen.

Ein ebenfalls wichtiges Instrument aus dieser Sparte ist die Stop-Loss Order. Durch diese besondere Order kann man entweder erreichen, dass bereits erzielte Gewinne abgesichert werden oder mögliche Verluste begrenzt werden. Relativ einleuchtend kann die Funktionsweise der Stop-Loss Oder an einem Beispiel erläutert werden. Angenommen, man hat US-Dollar gegen den Euro zum Kurs von 1,3500 Dollar gekauft. Generell hofft man nun natürlich auf einen steigenden Dollar, weil dann Gewinne erzielt würden.

Aber natürlich kann der Dollar gegenüber dem Euro auch schwächer werden, was Verluste bedeuten würde. Möchte man diese eventuellen Verluste begrenzen, könnte man beispielsweise eine Stop-Loss Oder über 1,3700 Dollar stellen. Diese Order bewirkt, dass die im Bestand befindlichen Dollar automatisch verkauft werden, falls der Dollar auf 1,3700 fallen sollte. Erreicht der Dollar diese Marke nicht oder gewinnt sogar an Wert gegenüber dem Euro, wird die Order natürlich nicht ausgeführt. Auf diese Weise kann man also größere Verluste vermeiden.

Strategien entwickeln

Ein sehr wichtiger Tipp für Anfänger beim Devisenhandel ist es auch, dass man auf der Grundlage von Strategien mit Währungen handelt, und sich hier nicht auf Intuition oder auf sein Bauchgefühl verlässt. Denn dann würde das Forex Trading nicht anderes als ein Glücksspiel sein. Man kann entweder eigene Strategien entwickeln, oder sich an bereits bestehenden Strategien orientieren, die es in größerer Vielzahl gibt.

Als Anfänger sollte man einer eher sicherheitsorientierte Strategie nutzen, also beispielsweise in starke Währungen mit geringem Einsatz und einem möglichst geringen Hebel investieren. Die Grundlage einer Strategie sind stets verschiedene Analysen von Währungen und Devisenkursen. Hier wird zwischen der Chart- und der Fundamentalanalyse unterschieden. Während bei der Chartanalyse historische Devisenkurs-Verläufe untersucht werden, orientiert sich die Fundamentalanalyse an wirtschaftlichen und auch politischen Fakten und Nachrichten, welche die jeweiligen Währungen betreffen.

Zur sicherheitsorientierten Strategie gehört natürlich auch das Nutzen von Limits und Stop-Loss Orders. Ohnehin sollte man sich vor dem Kauf oder Verkauf von Währungen stets für sich selbst ein Ziel setzen, welchen Gewinn man erreichen möchte und welchen Verlust man bereit ist, maximal in Kauf zu nehmen.