Moneymanagement und Risikomanagement

Moneymanagement und Risikomanagement sind eine vergleichsweise trockene Materie, zugleich aber der Schlüssel zu dauerhaftem Trading-Erfolg. Bei Moneymanagement geht es um die Positionsgrößenbestimmung, beim Risikomanagement um die Begrenzung des Gesamtrisikos des Handelskontos.

Wie groß darf der in einer Position investierte Anteil des Gesamtkontos maximal sein?

Das ist die Kernfrage des Moneymanagements. Die Bandbreite der in der einschlägigen Literatur auffindbaren Empfehlungen ist relativ großzügig und lässt keine absolute Empfehlung zu. Insbesondere bei kleinen Konten können Faustformeln oft nicht angewendet werden, weil die Kontraktgrößen der Broker dem entgegenstehen.

CFD-Broker für jede Handelsstrategie

Für jede Handelsstrategie gibt es den passenden CFD-Broker – angefangen von den geringsten Spreads und Transaktionskosten für die bevorzugten Basiswerte über den maximalen Hebel, die Finanzierungskosten bis hin zu den Sicherungssystemen und der Einlagensicherung des Handelskontos. Unser Vergleich hilft bei der Wahl des passenden Anbieters:


Faustregel: 5 % und ein Zehntel

Die einschlägige Literatur geht häufig von den Erfordernissen institutioneller Anleger aus und setzt einen für Privatanleger unerreichbaren Diversifikationsgrad voraus. So investieren Investmentfonds häufig nicht mehr als 0,2 % ihres Gesamtvermögens in einer Einzelaktie oder einem Rohstoff.

Für Privatanleger mit einem Konto im mittleren vierstelligen Bereich ist eine so breite Streuung nicht realisierbar.

Stattdessen bietet sich eine sehr einfache Faustregel an: Pro Position werden maximal 5 % des verfügbaren Kontoguthabens investiert.

Gleichzeitig wird als Ziel ausgesprochen, dass in jeder Position maximal 10 % des eingesetzten Eigenkapitals verloren werden dürfen. Dies wird durch entsprechende SL-Orders umgesetzt. Der maximale Verlust pro Position beträgt somit 0,5 % des Kontoguthabens.

Korrelationen berücksichtigen

In der Literatur wird häufig unterstellt, dass ein Teil des Portfolios in sichere Anlagen investiert werden soll. Auch diese Annahme macht im Hinblick auf den CFD Handel keinen Sinn, da das in diesem Bereich investierte Kapital ohnehin Hochrisikokapital ist.

Es darf angenommen werden, dass das gesamte verfügbare Kontoguthaben auch in CFD Positionen investiert wird, sofern sich genügend aussichtsreiche Konstellationen ergeben.

Trotzdem kann auf eine weitere, detaillierte Betrachtung des Gesamtrisikos nicht verzichtet werden. Trader sollten insbesondere auf Korrelationen zwischen einzelnen Positionen achten.

Ein Beispiel: Neben einem Kontrakt im DAX-CFD bestehen fünf weitere Kontrakte auf Aktien von BMW, Siemens, E.ON, Volkswagen und Deutsche Telekom. Diese werden untereinander recht hoch korreliert sein.

Kommt es zu einem plötzlichen Rücksetzer am deutschen Aktienmarkt ist mit einem Auslösen der Stop Loss-Orders in allen offenen Positionen zu rechnen.

Möglichkeiten zur Risikosteuerung

Die im skizzierten Beispiel dargestellte Situation findet sich in der Praxis relativ häufig, da viele Trader aus Deutschland genauso wie Kapitalanleger ihren Fokus auf den deutschen Markt legen und primär Werte handeln, die in den Medien präsent und bekannt sind.

Es gibt Möglichkeiten, diese Risiken zu steuern und sowohl auf die Entwicklung einzelner Aktien als auf die Entwicklung des Gesamtmarktes zu setzen.

Wer auf die Kursentwicklung des Gesamtmarktes spekuliert, sollte dies auch mit einem CFD auf den Gesamtmarkt (im Beispiel: DAX) tun. Spekulationen auf einzelne Aktien sollten sich dagegen darauf konzentrieren, an einer relativ besseren oder schlechteren Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt zu partizipieren.

Das bedeutet, dass bei jedem Investment in einen Aktien-CFD das allgemeine Marktrisiko im selben Umfang ausgeschaltet werden muss.

Dazu wird beim Kauf eines Long-CFDs auf eine Aktie eine Shortposition in Gesamtmarkt eröffnet. Im Resultat führt die Kombination beider Positionen zu Gewinnen, wenn sich die Aktie relativ besser entwickelt als der Gesamtmarkt.

Dabei spielt es keine Rolle wie sich der Aktienkurs absolut entwickelt. Ein Beispiel: Die Aktie verliert um 6 % an Wert, während der Gesamtmarkt im selben Zeitraum um 12 % an Wert verliert. Der Gewinn der kombinierten Position beträgt 6 %. Bei Shortpositionen in Aktien kann spiegelbildlich verfahren werden.