Maßnahmen zur Verlustbegrenzung

Eine konsequente Verlustbegrenzung ist im Handel mit CFDs überlebenswichtig. Durch die große Hebelwirkung kommt es ohne Maßnahmen zur Verlustbegrenzung früher oder später zu einem Totalverlust.

CFD-Broker mit garantiertem Stop-Loss finden

Bei CFDs wird mit Hebeln gearbeitet. Welche CFD-Broker dabei dank Maßnahmen wie Ausschluss einer Nachschusspflicht oder garantierten Stop-Loss Orders besonders sicher sind, zeigt Ihnen unser Vergleich:


Wie werden Verluste beim CFD-Handel begrenzt?

Die wichtigste Regel: Jede (!) Position muss mit einer Stop Loss Order verbunden werden. Entwickelt sich der Markt nicht wie erhofft, führt die Stop Loss Order zur automatischen Aktivierung einer Glattstellungsorder, wenn ein zuvor festgelegtes Kursniveau erreicht wird.

Ein Beispiel: Ein CFD auf eine Aktie notiert bei 77,50 €. Es wird eine Longposition eröffnet. Diese wird mit einem Stop Loss bei 77 € ausgestattet.

Fällt der Kurs der Aktie einmalig auf 77 €, wird unwiderruflich eine unlimitierte Verkaufsorder ausgelöst. Eine entsprechende Liquidität im Markt vorausgesetzt wird die Position zumindest in der Nähe dieser Marke glattgestellt.

Verlustbegrenzung: Wie viel darf ein einer Position verloren werden?

Mit der Stop Loss Order wird zugleich festgelegt, wie hoch der maximale Verlust in der geöffneten Position sein darf.

Dabei ist die Hebelwirkung zu berücksichtigen: Wird mit einem zehnfachen Hebel gehandelt führt ein Stop Loss 1,0 % unterhalb des aktuellen Marktkurses zu einem Verlust von 10 % des in der Position eingesetzten Eigenkapitals.

Ein Fallbeispiel: Eine Aktie notiert bei 100 €, die Initial Margin beträgt 10 €. Eine zum Kurs von 100 € eröffnete Longposition wird bei 99 € durch eine Stop Loss Order glattgestellt.

Die durch Trader selbst initiierte Verlustbegrenzung ist aber sehr viel strikter als die Close-Out-Level der Broker. Bei den meisten Brokern bewegen sich diese im Bereich von 20-50 % der Initial Margin. Im obigen Fallbeispiel wären somit 50-80 % des eingesetzten Eigenkapitals verloren.

Maximalverlust pro Tag und Woche

Als Faustregel gilt: Der maximal mit einer Position in Kauf genommene Verlust sollte nicht mehr als 0,5 % des gesamten Kontostands erreichen können. Schließlich dürfen auch längere Verlustserien von z. B. 20 Transaktionen infolge nicht zu einer drastischen Reduzierung des Eigenkapitals führen.

Es sei an den Recovery Effekt erinnert: Halbiert sich der Kontostand durch Verluste, ist anschließend eine Verdopplung notwendig um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Ob zusätzlich eine Begrenzung der Tages- und Wochenverluste sinnvoll sein kann ist umstritten. Für eine solche zeitliche Verlustbegrenzung sprechen vor allem mentale Aspekte: Starke Verluste innerhalb kürzester Zeit führen zu mentalem Stress, dem häufig Fehlentscheidungen folgen.

Eine hinreichend validierte Handelsstrategie mit wirksamen Filtern vorausgesetzt gibt es ansonsten jedoch keinen zwingenden Grund, für Zeitintervalle bestimmte Maximalverluste festzulegen. Werden mit einer bestimmten Strategie z. B. in volatilen Marktphasen nachweislich sehr viel mehr Verluste eingefahren sollte ein Anstieg der Volatilität als Filter dienen.


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