Was ist die Swing Trading Strategie?

Obwohl Swing Trading-Strategien in der einschlägigen Finanzliteratur sehr häufig Erwähnung finden gibt es keine einheitliche Definition des Ansatzes. Zumeist werden darunter Strategien verstanden, die versuchen an Marktbewegungen innerhalb eines übergeordneten Trends zu partizipieren. Das ist sowohl in Abwärtstrends als auch in Aufwärtstrends möglich.

Ein häufig als Swingsstrategie bezeichnete Methode besteht darin, Longpositionen innerhalb eines bestehenden Aufwärtstrends zu eröffnen, nachdem der Markt eine Korrekturphase durchlaufen hat. In diesem Fall wird somit ausschließlich in Trendrichtung gehandelt, was die Abgrenzung zu einer Trendfolgestrategie (die z. B. darin bestehen könnte, Longpositionen nahe des unteren Rands eines Aufwärtstrendkanals zu eröffnen) erschwert.

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Handel nur in Trendrichtung?

Andere Ansätze erweitern das Konzept des Swing Trading und sehen auch explizit die Eröffnung gegen den Trend gerichteter Position vor. So kann eine Shortposition in einem Aufwärtstrend eröffnet werden, wenn sich eine Korrektur andeutet. Bildlich gesprochen wird somit gegen den Trend gehandelt, wenn dieser sich dem oberen Rand seines Aufwärtstrendkanals nähert. Natürlich bedarf es bei Positionen gegen die Trendrichtung zusätzlicher Indizien. Als Filter können z. B. abnehmende Umsätze und kurzfristig abwärtsgerichtete Kerzenchart-Formationen dienen.

Swing Trading ist sowohl auf der Basis von Chartanalyse als auch Marktanalyse (technische Indikatoren) möglich. Im ersteren Fall spielen Trendlinien und Trendkanäle sowie Kerzencharts eine wichtige Rolle. Im letzteren Fall bietet sich der Einsatz von Oszillatoren an. Diese indizieren überkaufte bzw. überverkaufte Marktsituation und können dadurch gegebenenfalls ein Handelssignal erzeugen.

Stärken und Schwächen des Swing Trading

Die größte Stärke von Swing Trading steht in der Möglichkeit, in nahezu allen Marktphasen Gewinne erzielen zu können. Der Ansatz funktioniert sowohl in Abwärtstrends als auch in Aufwärtstrends und sogar in Seitwärtstrends. Die Bezeichnung des Ansatzes geht auf ein in fast allen Trends zu erkennendes Erscheinungsbild zurück: Der typische Zickzackverlauf von Kursen! Jedes Zick und jedes Zack markiert einen „Swing“, zu Deutsch etwa „Schwung“.

Dieses Muster findet sich in nahezu jedem Kursverlauf. Außerdem lässt sich für die meisten Märkte beobachten, dass die Abfolge der einzelnen Swings in einem relativ konstanten Verhältnis erfolgt. Die Fortsetzung eines Trends und seine ständige Korrektur verlaufen keinesfalls chaotisch, sondern sind relativ gut kalkulierbar.

Das „Abernten“ der Swings

Das bedingt allerdings auch, dass das Potenzial eines einzelnen Swings überschaubar ist. Swing Trading erfolgt auf einer kurzfristigen zeitlichen Ebene. Die meisten Positionen dürften innerhalb weniger Tage bis Wochen wieder geschlossen werden. In der Regel erwirtschaftet eine einzelne Position deshalb auch nur einen überschaubaren Gewinn.

Entscheidend für das Gelingen jedes Swing Trading-Ansatzes ist deshalb ein effizientes „Abernten“ der einzelnen Swings. Das setzt voraus, dass die Position zu einem möglichst frühen Zeitpunkt innerhalb des Swings eröffnet und anschließend nicht zu früh wieder geschlossen wird. Letzteres Ziel lässt sich durch Trailing Stops sehr einfach erreichen. Deutlich problematischer erscheint die Identifikation des bestmöglichen Einstiegszeitpunktes.

Den optimalen Einstiegszeitpunkt finden

Oszillatoren sind in starken Trendmärkten selten eine Hilfe, wenn es um den Handel einer Korrektur des bestehenden Trends geht. Die meisten Oszillatoren notieren in starken Aufwärtstrends dauerhaft im überkauften Bereich. Auf Divergenzen ist in der kurzfristigen Perspektive keinesfalls immer Verlass. Für das „Finetuning“ kommen deshalb dem Handelsvolumen und den Kerzencharts eine besondere Bedeutung zu.

So kann es gehen:Notiert der Markt im oberen Bereich seines Aufwärtstrendkanals bzw. indizieren die Oszillatoren eine überkaufte Situation wird eine Position eröffnet, wenn eine schwarze Kerze auftritt, deren Körper unter das Niveau des Vortrages reicht und deren Schatten maximal 25 % bis 35 % der Länge ihres Körpers ausmacht. Ein Stop Loss wird am oberen Ende des Kerzenkörpers platziert.


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