CFDs auf Währungen

Währungen werden am Devisenmarkt gehandelt. Der Devisenmarkt ist dezentral organisiert und ist – gleichwohl er weitaus weniger Aufmerksamkeit in der medialen Berichterstattung genießt als etwa der deutsche Aktienmarkt – der mit Abstand größte Markt der Welt.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) schätzt das tägliche (!) Handelsvolumen auf mehrere tausend Milliarden US-Dollar.

Wechselkurse werden als das Austauschverhältnis von einer Währung gegen eine andere notiert. Notiert z. B. der Euro/US-Dollar bei 1,30 werden am Markt für 1,00 € 1,30 $ bezahlt. Dies entspricht der im europäischen Raum am gebräuchlichsten Mengennotierung.

Natürlich lässt sich der Wechselkurs auch in umgekehrter Form angeben, die als Preisnotierung bezeichnet wird. Dann kostet 1,00 € 0,77 $ (gerundet).

Niedrigste Spreads und Transaktionskosten

Bei welchen CFD-Brokern Sie die niedrigsten Spreads und Transaktionskosten auf Währungen haben, zeigt unser Vergleich:


Die Usancen des Devisenmarktes

Der Großteil der FX Broker auf dem deutschen Markt ermöglicht Privatkunden gar nicht wirklich den Handel mit physischen Währungen, sondern nutzt den rechtlichen und technischen Mantel von Differenzkontrakten.

FX Handel ist deshalb in der Regel ohnehin CFD Handel. Dennoch werden die Besonderheiten des Währungsmarktes beibehalten.

So werden Währungspaare mit vier Nachkommastellen notiert – einzige Ausnahme ist der japanische Yen mit zwei Nachkommastellen.

Die Änderung des Kurses um eine Einheit auf der vierten Nachkommastellen wird im Jargon als Pip bezeichnet. Die Handelsspanne eines Tages, aber auch die Performance von Handelsstrategien wird sehr häufig in Pips gemessen.

Währungen werden am Devisenmarkt in Lots gehandelt. Ein Standardlot entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung, was bei der Mengennotierung die links notierte Währung ist.

Die meisten CFD Broker passen ihre Kontraktgrößen daran an. Viele Broker ermöglichen auch den Handel mit Minilots (10.000 Einheiten der Basiswährung) und Micro-Lots (1000 Einheiten).

Kein börslicher Handel

Einen regulierten börslichen Handel für Devisen gibt es nicht. Die Terminbörse EUREX bietet seit einiger Zeit Futures auf Währungspaare an. Auf das Angebot von CFD Brokern hat das bislang allerdings nahezu keinen Einfluss gehabt, auch wenn das Angebot ausdrücklich Market Maker adressiert.

Ein grundsätzliches Problem ist deshalb die Bewertung der Kurse, die ein Broker stellt. Damit entspricht die Problematik der bei (anderen) CFDs.

Die amtlichen Referenzkurse von Zentralbanken eignet sich für den aktiven Handel nicht als Bezugsgröße, da die Kursfeststellung hier nur einmal am Tag erfolgt.

Allerdings werden bei ausschließlichen Handel mit Währungen drei verschiedene Marktmodelle unterschieden.

Neben Market Makern gibt es STP Broker, die Kundenorders an einen Liquiditätspool weiterleiten, dem vor allem Banken angeschlossen sind. Außerdem gibt es ECN Broker, die ihre Kunden mit einem virtuellen Handelsnetzwerk verbinden dem neben anderen privaten Tradern auch institutionelle Anleger angeschlossen sind. ECN Forex Trading gilt als bestmögliche Lösung, setzt aber in der Regel sehr hohe Mindesteinzahlungen voraus.

Zentralbanken sind die wichtigsten Akteure am FX Markt

Eine besonders wichtige Rolle am Devisenmarkt spielen Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB), die Federal Reserve Bank in den USA oder die Bank auf Japan.

Wechselkurse reagieren insbesondere auf vermutete oder tatsächliche Änderungen in der Geldpolitik besonders sensibel. Zu den wichtigsten Events im FX Handel gehören deshalb die regelmäßigen Notenbanksitzungen.

Senkt eine Notenbank überraschend den Leitzins für ihren Währungsraum oder fällt die Leitzinssenkung stärker aus als vom Markt erwartet führt das in der Regel zu einer Abwertung der Betroffenen Währung.

Abwertungen sind bei Notenbanken und Regierungen durchaus beliebt, weil sie die Exportgüter eines Währungsraumes auf dem Weltmarkt verbilligen und dadurch die Konjunktur stimulieren.

Außerdem erhoffen sich Notenbanken von einer abgewerteten Währung höhere Inflationsraten, die aus Sicht verschuldeter Staaten nützlich sind.