So finden Sie den richtigen CFD-Broker

Beim Vergleich verschiedener CFD Broker sind diverse Leistungsmerkmale zu berücksichtigen. Einsteiger müssen dabei auf andere Kriterien achten als Fortgeschrittene. In jedem Fall lohnt sich ein Blick auf Details, die oft die Spreu vom Weizen trennen.

Wenn mehr als nur Bagatellbeträge eingesetzt werden sollen ist ein seriöses Regulierungsumfeld notwendige Bedingung. Ein Sitz in einem EU Mitgliedstaat gewährleistet zumindest grundlegende Standards. Vorteilhaft ist ein Sitz in Großbritannien, Deutschland oder dem EWG Mitglied Schweiz.

Bei CFDs wird mit Hebeln gearbeitet. Welche CFD-Broker dabei dank Maßnahmen wie Ausschluss einer Nachschusspflicht oder garantierten Stop-Loss Orders besonders sicher sind, zeigt Ihnen unser Vergleich:


Regulierung und Einlagensicherung

Die Kundengelder sollten segregiert vom Betriebsvermögen bilanziert und bei Banken mit Anschluss an eine belastbare Einlagensicherung verwahrt werden. Auch ein zypriotischer Broker kann die Gelder seiner Kunden in Großbritannien oder Deutschland anlegen und aus dem labilen zypriotischen Finanzsystem heraushalten.

Die Einlagensicherung bezieht sich ausschließlich auf Forderungen aus Bankeinlagen, nicht jedoch auf Forderungen aus offenen Geschäften. Im Idealfall ist der Broker an eine Sicherungseinrichtung angeschlossen, die auch solche Forderungen übernimmt.

Das Marktmodell: DMA oder Market Maker?

Zu den wichtigsten Punkten im CFD Brokervergleich gehört das Marktmodell. Bietet ein Broker DMA Trading an, kommuniziert er dies in der Regel auch gut sichtbar. Wenn keine genaueren Angaben zum detaillierten Ablauf eines Geschäfts und zur Kursstellung gemacht handelt es sich in aller Regel um einen Market Maker.

Grundsätzlich sind DMA Broker vorzuziehen, weil sie die Transparenz des Börsenhandels bieten und Interessenskonflikte weitgehend eliminiert sind.

Doch auch unter DMA Brokern und Market Makern finden sich jeweils große Unterschiede. Für DMA Broker ist der Zugang zu möglichst vielen Handelsplätzen und Liquiditätsquellen vorteilhaft. Es muss sich dabei nicht ausschließlich um regulierte Börsenplätze handeln. Wird zusätzlich (!) Die Liquidität eines MTFs zur Verfügung gestellt kann dies kein Nachteil sein.

Transparenz und Liquidität

Auch Market Maker können ihren Kunden ein gewisses Maß an Transparenz bieten. So kann z. B. der Spread der meisten Basiswerte aus dem Marktspread der jeweils größten Referenzbörse abgeleitet werden.

Dort lässt sich in den Times&Sales jederzeit nachvollziehen, zu welchen Kursen um welche Uhrzeit gehandelt wurde. Allzu große Abweichungen fallen dann auf.

Ein vor allem für Einsteiger wichtiges Kriterium sind die Möglichkeiten zum Ausschluss von Verlusten über die geleistete Einlage hinaus.

Manche Broker schließen negative Kontostände in ihren Geschäftsbedingungen unmissverständlich und verbindlich aus. Alternativ dazu kann die Möglichkeit zu garantierten Stop Loss Orders eingeräumt werden, bei denen der Broker das Risiko von Abweichungen im Glattstellungskurs trägt.

Die Konditionen im Handel: Spreads und Kommissionen

Der größte Teil der Kosten im Handel setzt sich aus Geld/Brief-Spannen und Kommissionen zusammen. Je geringer diese in Kombination ausfallen, desto besser. Anleger sollten sich die Konditionen für alle handelbaren Basiswerte ansehen und nicht nur auf die großen Leitindices achten. Auch wenn diese am Anfang erfahrungsgemäß den Schwerpunkt der Handelsaktivität ausmachen bewegen sich Einsteiger nach einiger Zeit mehr und mehr auch in anderen Märkten.

Neben den Handelskosten sind auch die Finanzierungskosten, mögliche Kontoführungsgebühren, Entgelte für Kursdaten sowie die zur Kontoeröffnung erforderliche Mindesteinlage zu berücksichtigen. Auch die Versicherungsprämien für garantierte Stop Loss Orders müssen berücksichtigt werden.

Was leistet die Handelsplattform?

Vor allem wenn ein Broker eine andere Handelsplattform als MetaTrader einsetzt sollte der Funktionsumfang der Plattform vorab genau untersucht werden. Beschränkt sich dieser auf die wesentlichen Handelsfunktionen und bleiben Chartanalyse etc. außen vor ist das ein Maluspunkt.

Wer automatisierte Handelssysteme ausschließlich selbst entwickeln möchte muss auf eine Entwicklungsumgebung mit einfacher Programmiersprache und vielen Gestaltungsmöglichkeiten achten. Sollen fertige Skripte importiert werden ist außerdem eine große Reichweite der Plattform wichtig: die meisten umlaufenden Skripte basieren auf der Metatrader4-Sprache MQL. Backtests sollten für einen möglichst langen Zeitraum möglich sein.

Community und Social Trading

Zumindest größere Broker sollten ihren Kunden eine Community-Funktion zur Verfügung stellen, auf der sich Trader untereinander über die Plattform, die Konditionen des Brokers und das allgemeine Marktgeschehen austauschen können.

Bei Social Trading scheiden sich die Geister: Einige möchten nur noch auf diese Art und Weise handeln, andere lehnen das Konzept grundsätzlich ab. Wer sich zu letzteren zählt sollte darauf achten, dass Social Trading das Konzept des Brokers und der Handelsplattform nicht dominiert.

Ausbildungsprogramme und Neukundenangebote

Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene profitieren von ernstgemeinten Ausbildungsprogrammen – sei es in Form von wöchentlichem Live Trading oder durch Seminare zu Themen wie Technische Analyse, Marktpsychologie oder Handelsstrategie. Es empfiehlt sich, die Ausbildungsangebote von Brokern vor der Kontoeröffnung im Detail anzusehen.

Viele Anbieter haben auf ihren Internetseiten reine Alibiangebote platziert um oberflächlich mit tatsächlich bemühten Konkurrenten mithalten zu können.

Neukundenboni sollten das unwichtigste Kriterium im CFD Broker Vergleich sein. Es bringt wenig, anfangs eine Bonusgutschrift in Höhe von 50-500 € zu erhalten und anschließend bei jedem Trade 20 € zu viel zu zahlen.