Was sind die Vor- und Nachteile von CFDs?

CFDs bieten Anlegern den Zugang zu verschiedenen internationalen Märkten. Dabei kann der Anleger von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren. Durch die Hebelwirkung ist es dabei möglich überproportionale Gewinne zu erzielen. Doch beachten Sie: der Hebel wirkt bei Gewinnen wie bei Verlusten, deswegen ist das Risikomanagement bei CFDs besonders wichtig.

Handeln Sie im Sekundentakt

CFDs erfordern eine besondere Wachsamkeit und Beobachtungsgabe des Anlegers. Der Handel mit CFDs, bestehend aus Spekulationen über zukünftige Kursentwicklungen, kann im Sekundentakt erfolgen und das mit nur wenigen Mausklicks schnell und einfach, ob am PC, Tablet oder Smartphone.

Ausgehend von der starken Hebelwirkung und den Gewinnchancen der CFDs müssen Anleger selbstverständlich jederzeit das Risiko fallender Kurse, d.h. deutlicher Verluste beachten.

Profitieren Sie von steigenden als auch von fallenden Kursen

Zu den weiteren attraktiven Eigenschaften der CFDs gehören u.a., dass Anleger sowohl von steigenden (long) als auch von fallenden (short) Kursen profitieren können.

Auch wenn sie eine äußerst spekulative Investition darstellen und die Risikobereitschaft des jeweiligen Anlegers aufs Äußerste fordern, kann bei einem cleveren Umgang mit CFDs durchaus von den unterschiedlichen Entwicklungen bei Indizes, Währungen, Rohstoffen profitiert und diese in Gewinn umgesetzt werden.

CFDs berechtigen zum Erhalt von Dividenden

Ein weiterer Vorteil ist, dass auch wenn im eigentlichen Sinne mit dem Erwerb eines CFDs keine Aktie durch den Anleger erworben wird, fast nie mit einem Verzicht auf die Dividende zu rechnen ist. In der Regel werden ca. 90% der Dividende gezahlt, falls auf steigende Kurse gesetzt wird. Bei der Wette auf fallende Kurse wird sie hingegen vollständig abgezogen.

In der folgenden Übersicht sind alle Vor- bzw. Nachteile von CFDs gegenübergestellt:

Vorteile Nachteile
Erwerb von CFDs
Bruchteil des eigentlichen Preises der Aktie wird tatsächlich bezahlt… … dennoch kann Anleger vollen Kursgewinn einstreichen
Trotz der geringen Zahlung einer Sicherheitsleistung… … kann im Idealfall mehr Gewinn als bei einer klassischen Geldanlage in Aktien erzielt werden
Trotz geringen Kapitaleinsatzes … … kann Anleger an Werteentwicklung der Aktie vollständig teilhaben
Hebelfaktorwirkung! Gut bei Gewinn aber… … schlecht bei Verlust à kann zum Totalverlust führen
Eigenschaften
Einfaches, sehr transparentes Produkt, was ein spontanes Mitwirken des Anlegers vereinfacht aber … … erfordert besondere Wachsamkeit, da CFD´s innerhalb Sekunden von ge- und verkauft werden können
  Verschafft Zugang zu weiteren Anlageklassen wie Rohstoffen, Währungen etc.
Handel mit CFDs
Mit geschickter Vorgehens-weise beim Handel von CFD´s kann von unterschiedlichen Marktveränderungen profitiert werden … … und dennoch bleiben CFD´s eine sehr spekulative Investition, die eine große Risikobereitschaft des Anlegers fordern.
Fast nie Verzicht auf Dividende auch wenn … … im eigentlichen Sinne mit Erwerb eines CFD keine Aktie erworben wurde
Aufwärtstrends lassen sich kostengünstig realisieren aber … … die einseitige Hebelwirkung kann bei Kursrückgang zu Totalverlust führen, dann erfolgt die Aufforderung zur Nachschusspflicht
Direkter Handel mit Anbieter, läuft nicht über den Börsenmarkt aber … … an dieser Stelle muss man eindeutig die Vertrauensfrage stellen

CFDs bieten den Zugang zu verschiedenen internationalen Märkten

Eine weitere Beliebtheit der CFDs ergibt sich aus dem Zugang zu vielen weiteren Anlageklassen. Die Marktforschungsstudie eines australischen Institutes ergab, dass in Deutschland bevorzugt in internationale Aktien investiert wird.

Daneben gibt es zahlreiche Anleger, die in Rohstoffe oder Währungen investieren. Der Dax jedoch bleibt nach wie vor der Klassiker unter den CFDs. In der nachstehenden Tabelle finden Sie eine Auflistung zu den beliebtesten Produkten aktiver CFD-Trader.

Geldanlagen aktiver CFD-Trader in Deutschland

Was sind die Vorteile von CFDs gegenüber anderen spekulativen Anlageinstrumenten?

CFDs werden vorwiegend zu Spekulations- und Absicherungszwecken verwendet. Die Einsatzgebiete ähneln damit denen von Futures, Optionen und Turbozertifikaten. Differenzkontrakte sind im Vergleich mit diesen Instrumenten sowohl mit Vorteilen als auch mit Nachteilen verbunden.

Im Vergleich zu Optionen und Optionsscheinen ist die einfache Preisbildung von CFDs ein gewichtiger Vorteil. Der Preis einer Option wird nicht nur durch die Kursentwicklung des Basiswertes, sondern auch durch die Marktvolatilität und die Restlaufzeit der Option beeinflusst.

So kann eine Calloption durchaus im Wert verlieren, obwohl der Kurs des Basiswertes steigt. Möglich ist dies, wenn im selben Zeitraum die Volatilität deutlich zurückgeht oder der Zeitwertverlust stark zu Buche schlägt.

Die Preisbildung von CFDs ist sehr einfach

Ein CFD notiert nicht im Geld oder aus dem Geld und ist in aller Regel als Endloskontrakt konzipiert. Das gilt auch für die meisten CFDs auf Futures, bei denen es kurz vor Fälligkeit des zugrunde liegenden Terminkontraktes zu Rollvorgängen in den nächst fälligen Kontrakt kommt.

Im Vergleich zu Digitaloptionen, bei denen die Preisbildung leidlich einfach ist, bieten CFDs ebenfalls Vorteile. Aufgrund des stetigen Kursverlauf von CFDs ist ein sinnvolles Risikomanagement mit präziser Verlustbegrenzung möglich. Die größte Ähnlichkeit besteht naturgemäß zu Futures. Futures sind in der Tat eines der professionellsten Instrumente zu Spekulation und Absicherung.

Der größte Vorteil von Terminkontrakten ist die durch die börsliche Regulierung stets gewährleistete Transparenz. Ein weiterer Vorteil sind die sehr niedrigen Kosten im Handel. Die meisten Terminkontrakte wurden jedoch auf die Belange von institutionellen Investoren zugeschnitten. Deutlich wird das an den Kontraktgrößen, die durch die Terminbörsen festgelegt werden.

Die Terminbörse EUREX legt den Kontraktwert für den Future auf den Deutschen Aktienindex z. B. mit 25 € pro 1,0 Indexpunkte fest. Bei einem Indexstand von 10.000 Punkten entspricht das einem Kontraktwert von 250.000 €. Um im Hinblick auf das notwendige Risikomanagement sinnvoll handeln zu können sind Kontogrößen im mittleren fünfstelligen Bereich erforderlich. Die meisten Trader sitzen jedoch deutlich weniger Geld ein.

Größere Hebel als mit Futures und Turbozertifikaten CFD Broker setzen die Kontraktgrößen deutlich geringer an.

Das gilt auch, wenn sich ein Differenzkontrakt auf einen Future bezieht. Bei den meisten großen Leitindices sind Kontraktwerte von 1,0 € pro 1,0 Indexpunkte üblich. Ein weiterer Vorteil gegenüber Futures ist die bei CFDs zumeist größere Hebelwirkung.

CFD Broker setzen die Marginanforderungen geringer an als die Terminbörsen bzw. Broker, die einen direkten Zugang zu Terminbörsen ermöglichen. Auch im Vergleich mit Hebelzertifikaten ergeben sich durchaus Pluspunkte für CFDs. Hebelzertifikate werden zwar von diversen Emittenten angeboten, der Instrumentenkatalog bietet jedoch nur bei sehr großen Basiswerten eine hinreichende Auswahl.

Außerdem bleibt die maximal mögliche Hebelwirkung häufig hinter der bei Differenzkontrakten zurück.

OTC muss nicht gleich Intransparenz sein Natürlich weist auch das Konzept von CFDs Schwächen auf. Die größte ist sicherlich der OTC-Charakter der Kontrakte. CFDs werden außerbörslich gehandelt und entziehen sich damit einen Großteil der an Börsen üblichen Regulierung.

Vor allem Market Maker können zumindest prinzipiell Kurse nach billigem Ermessen stellen und ihre Kunden dadurch übervorteilen. Daraus erwachsen durchaus problematische Interessenkonflikte. Wie schwer diese wiegen, richtet sich jedoch stark nach dem Marktmodell eines Brokers. Vor allem DMA Broker, die ihre Kunden mit der Originalliquidität von Referenzbörsen verbinden, bieten ein Höchstmaß an Transparenz und schalten Interessenkonflikte weitgehend aus.