Die Geschichte von Optionen – klassische vs. binäre Optionen

binärer CodeDie Geschichte der klassischen Optionen geht bis auf das 17. Jahrhundert zurück. Binäre Optionen dagegen sind noch eine recht junge Form des spekulativen Tradings. Seit 2008 wird der Handel von binären Optionen Privatanlegern angeboten. Die wesentlichen Unterschiede sollte jeder Trader kennen.

Was hat das Binärsystem mit binären Optionen gemeinsam?

Alleine die Definition einer binären Option lässt erahnen, dass es sich, genau wie im Binärsystem der digitalen Welt, nur um zwei Variablen handelt.

Ein Computer funktioniert auf der Grundlage des Binärcodes und interpretiert nur die Zahlenwerte 0 oder 1. Bezogen auf binäre Optionen bedeutet es: Gewinn oder Verlust, alles oder nichts, Top oder Flop. Deshalb werden Binäre Optionen umgangssprachlich auch als Digitale Optionen bezeichnet.

Ursprünglich durften ausschließlich institutionelle Anleger binäre Optionen handeln. Doch mittlerweile stehen binäre Optionen auch privaten Anlegern zur Verfügung. Im Jahr 2008 wurden die binären Optionen von der Chicago Board of Exchange eingeführt.

Klassische Optionen sind komplex, binäre Optionen dagegen einfach zu verstehen

Im klassischen Optionshandel erwerben Sie ein Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Als Basiswerte existieren Optionen auf Aktien, Indizes, Renten und Währungen. Optionen werden an unterschiedlichen Börsen gehandelt.

Bis zum Ablauf variiert der Preis von Optionen meist stark, so dass sie je nach Erwartung unter den Anlegern auch weiterverkauft werden. Die Laufzeit einer klassischen Option beläuft sich meistens auf mehrere Wochen oder Monate.

Binäre Optionen ähneln in ihrer Konstruktion den klassischen Optionen, sind aber einfacher strukturiert.

Sie haben nur eine kurze Laufzeit. In der Regel nur Tage, Stunden oder gar wenige Minuten. Daher sind Käufe und Verkäufe während der Laufzeit eher selten. Die Option wechselt den Besitzer nicht. Darauf begründet sich die Einfachheit des Handels mit binären Optionen.

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Weitere Unterschiede können technisch erklärt werden

Klassische Optionen werden an Terminbörsen gehandelt. Binäre Optionen werden dagegen im OTC-Handel (Over the Counter) gehandelt. Die Börse bleibt außen vor, eine binäre Option stellt einen Vertrag zwischen Ihnen und dem Broker.

Ein weiterer Unterschied zwischen binären und klassischen Optionen liegt darin, dass binäre Optionen im Preisverlauf stabil bleiben. Bei klassischen Optionen entwickeln sich die Preise dagegen volatilitätsabhängig, außerdem unterliegen sie einem Zeitwertverfall.

So ist die Preisbildung von Optionen oft intransparent und schwer nachvollziehbar. Der Aufbau von binären Optionen dagegen ist einfach, es gibt nur alles oder nichts, Gewinn oder Verlust.

Binäre Optionen sind zu Spekulationszwecken da

Aktien und Anleihen erfüllen einen wirtschaftlich relevanten Zweck, nämlich die Beschaffung von Kapital für Unternehmen.

Während klassische Optionen von Händlern zu mittelfristigen Absicherungsstrategien verwendet werden, dienen binäre Optionen dagegen ausschließlich der Spekulation.

Mit binären Optionen spekulieren Sie in einem kurzen Zeitraum auf eine bestimmte Entwicklung eines Basiswertes. Seien Sie sich deswegen des hohen Risikos bewusst. Ein Totalverlust ist ebenso wahrscheinlich wie überdurchschnittliche Gewinne. Setzen Sie nur einen kleinen Teil Ihres Gesamtvermögens ein, wenn Sie mit binären Optionen spekulieren wollen.